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Petrisberg

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Bild:De Merian Mainz Trier Köln 045.jpg
Der als Mons Martis bezeichnete Petrisberg hinter der Stadt Trier auf einer Zeichnung Triers von Matthäus Merian (1646)

Der Petrisberg zu Trier (früher Martinsberg genannt) liegt östlich der Innenstadt und bietet einige vielbesuchte Aussichtspunkte auf die Stadt.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Im Norden wird er durch das Avelertal im Stadtteil Kürenz begrenzt und im Süden durch das Olewiger Tal. Im Osten grenzt der Stadtteil Tarforst an den Berg und im Westen der Stadtteil Mitte-Gartenfeld.

Klima


Geschichte

Der Fernmeldeturm Trier-Petrisberg aus Sicht der Kaiserthermen
Der Fernmeldeturm Trier-Petrisberg aus Sicht der Kaiserthermen

Im Jahr 30 v. Chr. errichteten die Römer ein nach wenigen Monaten wieder aufgegebenes Militärlagers auf dem Petrisberg, bevor sie im Jahre 16 v. Chr. die Stadt (Augusta Treverorum, Stadt des Augustus im Land der Treverer), den Hauptort der Provinz Belgica gründeten.

1950 wurde auf dem Petrisberg ein neuer Mittelwellensender des Sender Trier errichtet, der allerdings 1958 auf den Markusberg verlegt wurde. Heute befindet der Fernmeldeturm Trier-Petrisberg der Telekom (ein Typenturm) auf dem Petrisberg.


1936 wurde auf dem Petrisberg ein Militärkomplex errichtet, ab 1938 die Kemmelkaserne, in welcher im zweiten Weltkrieg das Stammlager XII errichtet wurde. Einer der bekanntesten Gefangenen ist Jean-Paul Sartre gewesen. Nach dem Sieg der Alliierten wurde das Gelände als Kaserne durch die Franzosen genutzt und das Militärhospital „André Genet“ gebaut.

Nach dem Abzug der Französischen Armee, wurde die Konversionsfläche im Jahr 2004 für die Landesgartenschau umgestaltet und es entstand ein neuer Stadtteil zum Wohnen und Arbeiten (so genannter Wissenschaftspark).

Sehenswürdigkeiten

Oberhalb des Amphitheater von Trier befindet sich heute der bedeutendste Ausichtspunkt, von dem man sich einen sehr guten Überblick über die Stadt und nach Westen in das Moseltal verschaffen kann. Er wird von vielen Besuchern der Stadt vor allem in den Sommermonaten aufgesucht, da er mit Auto oder Bus erreichbar ist.

Auf dem Petrisberg befindet eine Messstation des Deutschen Wetterdienstes sowie das Kloster Sankt Klara und ein Altenheim für Nonnen.

Auf dem Petrisberg endet der Stationsweg „Kreuzchen“ an der Kapelle „Zum Kreuzchen“, die 1844 erbaut und 1847 eingeweiht wurde. Nahe der Kapelle befindet sich Franzensknüppchen, ein Hügelgrab aus der Römerzeit, von dem aus einer Sage nach Franz von Sickingen 1522 Trier beschossen haben soll, was aber auf Grund der damaligen Reichweiten der Waffen nicht möglich sein kann.

Am Petrisberg beginnt in der Sickingenstrasse oberhalb des Amphitheaters der Trierer Weinkulturpfad, der durch die Weinberge in den Stadtteil Olewig führt. Hier werden die Arbeiten des Winzers erklärt und Informationen über die Weinbautradition der Stadt Trier gegeben. Es finden täglich Führungen nach Anmeldung statt.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Wasserturm, der Wissenschaftspark, das Varieté Chat Noir und das Hotel Petrisberg, in dem schon Willy Brandt und Helmut Schmidt residierten.

Literatur

  1. Geoklima 2.1

Weblinks

Koordinaten: 49° 45′ 9" N, 6° 39′ 48" O

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