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Papiermark

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Reichsbanknote - 50 Mark - 23. Juli 1920
Reichsbanknote - 50 Mark - 23. Juli 1920
Reichsbanknote - 50 Mark - 23. Juli 1920
Reichsbanknote - 50 Mark - 23. Juli 1920

Die Papiermark war während der Inflationsjahre 1919 bis 1923 offizielles Zahlungsmittel der Weimarer Republik. Sie wurde 1923 durch die Rentenmark und anschließend 1924 durch die Reichsmark ersetzt.

Der Begriff „Papiermark“ wurde nachträglich eingeführt, um das Inflationsgeld von der vollwertigen Goldmark zu unterscheiden. Bei der Bedruckung der Papiermark wurden sogar ab 1 Milliarde aus Platzgründen und der Übersicht wegen keine Nullen gedruckt.

Die Bezeichnung entstand, als durch die am Ende galoppierende Inflation in Deutschland das Geld extrem entwertet wurde (Ein US-Dollar kostete bis zu 4,2 Billionen Mark) und deshalb Geldscheine in Höhen von mehreren 100 Milliarden oder Billionen Mark lange Zeit das einzige gültige Zahlungsmittel waren; das Prägen von immer neuen Münzen wäre erst zu teuer und dann, wegen der Geschwindigkeit der Inflation, auch technisch nicht mehr machbar gewesen. Parallel zu den Milliarden- und Billionenpapiermarkwertstufen wurde jedoch ab Sommer bis Herbst 1923 zeitweilig durch die Ausgabe von sogenanntem „wertbeständigen Notgeld“, das auf einer (fiktiven) Golddollardeckungsbasis beruhen sollte, versucht die Währung zu stabilisieren. Diese Banknoten (Schatzanweisungen, die teilweise ein Aufgeld von 70 % bis 1935 versprachen) hatten dann in Anknüpfung an die alte Goldmark in Verbindung mit dem US-Dollar z. B. folgenden Aufdruck:

1/2 Dollar = 2, 20 Mark Gold

Viele Gebietskörperschaften und einige Großbetriebe gaben neben der Reichsschuldenverwaltung ebenfalls ähnliches Notgeld auf Goldmark-Dollar-Basis heraus, das sich auf Schatzanweisungen bezog. Dieser Stabilisierungsversuch gelang aber nicht. Erst als der Kurs im November 1923 genau 4,2 Billionen Papiermark = 1 US-Dollar war, gelang die Stabilisierung dann auf Basis der neuen Rentenmark, die formal dann „eine alte Goldmark“ war. Siehe Hjalmar Schacht.

Anfang 1924 liefen dann parallel zur alten Papiermark mit den alten Milliarden- und Billionenwerten die neuen Rentenmarkscheine mit Ausgabedatum 1. November 1923 zum Kurs von 1 Billon Papiermark = 1 Rentenmark um. Die letzten Papier-Billionwerte datieren auf den März 1924.

Da die Billionwerte im Verlauf des Jahres 1924 fast vollständig in die neuen Rentenmarkscheine umgewechselt wurden, sind sie heute sehr selten und erzielen hohe Sammlerwerte, was auf die entwerteten Millionen- und kleineren Milliardenscheinen meist nicht zutrifft.

Auf den internationalen Devisenmärkten hatte Deutschland 1924 trotzdem noch einige Schwierigkeiten, den neuen bzw. alten (Vorkriegs-)Devisenkurs von 4,20 RM = 1 US-Dollar zu halten. Auch gab es im Frühjahr noch erhebliche Preissprünge im Verbraucherindex. Der alte, niedrige Verbraucherpreisindex vom Frühjahr 1914 konnte mit der neuen Renten- und späteren Reichsmark nicht wieder erreicht werden.

Geldscheine

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