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Panoptikum
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Panoptikum (von griech. "pan" = gesamt und "optikós" = schauen) bezeichnet in seiner ursprünglichen Bedeutung eine von Jeremy Bentham im 19. Jahrhundert entworfene, aber nie realisierte Gefängnisbauweise (siehe Panoptikum (Philosophie)).
In heutiger Zeit bezeichnet das Wort:
- eine Sammlung von Sehenswürdigkeiten (Kuriositäten)
- in der Philosophie ein Symbol für die moderne Gesellschaft, siehe Panoptikum (Philosophie), beruhend auf Michel Foucault
In Deutschland erlangte Castans Panoptikum der Gebrüder Castan eine besondere Berühmtheit. Dabei handelte es sich um ein Wachsfigurenkabinett, das mit dem von Madame Tussaud vergleichbar war. Castans Panoptikum gehörte von 1874-1921 zu den Sehenswürdigkeiten Berlins und war in der Friedrichstraße beheimatet. (siehe auch Ceroplastik)
"Panoptikum" ist ebenfalls der Name eines bis heute existierenden Wachsfigurenkabinetts in Hamburg (→ Panoptikum Hamburg).
Des Weiteren gibt es folgende Werke, die den Titel "Panoptikum" tragen:
- eine einer Wochenschau ähnliche Fernsehsendung im ORF in den 1980er-Jahren. Titelmelodie von "Panoptikum" war der "Unsquare Dance" von Dave Brubeck. Zwischen den Filmberichten wurde eine Grafikanimation ähnlich dem Bezier-Bildschirmschoner gezeigt.
- Theaterstück Panoptikum von Franz Molnar 1949, siehe Panoptikum (Theater)
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