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Otto von Struve
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Otto von Struve, auch Otto Struve (* 12. August 1897 in Charkow, Russland; † 6. April 1963 in Berkeley (Kalifornien), USA) war ein amerikanischer Astronom deutsch-baltischer Abstammung.
Leben
Struve war der Sohn des Mathematikers Ludwig von Struve und der Neffe von Hermann von Struve. Nach seiner Schulzeit begann Struve ab 1914 Astronomie an der Universität Charkow zu studieren. Sein Studium wurde durch den russischen Bürgerkrieg unterbrochen, in dem er auf der Seite der Weißen Armee kämpfte. Nach Kriegsende schloß er sein Studium ab und lehrte dort auch für kurze Zeit als Dozent.
1921 wanderte er in die USA aus und wirkte schon bald als assistant for stellarspectroscopy am Yerkes Observatory in Williams Bay, Wisc. Dieses Observatorium gehörte der Universität von Chicago. Struve promovierte 1923 und im darauffolgendem Jahr avancierte er zum Dozenten in Yerkes. Als solcher ehelichte er 1925 Mary Martha Lanning. Da die Ehe kinderlos blieb, blieb Otto von Struve der letzte Spross der großen Astronomenfamilie Struve.
1927 wurde er zum assistant professor ernannt und noch im selben Jahr bekam er die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. 1930 wurde er zum associate professor befördert und 1931 zum assistant director. In den Jahren 1932 bis 1947 leitete Struve als Direktor das Yerkes Observatorium und gleichzeitig war er in diesen Jahren als Professor für Astrophysik an der Universität in Chicago tätig.
Als 1939 die Universität in Austin, Tex. ihr McDonald Observatory in den Davis Mountains eröffnete, betraute man Struve mit der Leitung.
1950 legte Struve die Ämter aus gesundheitlichen Gründen in Austin und in Chicago nieder und nahm einen Ruf der Universität Berkeley, Calif. an. Dort lehrte er an der astronomischen Fakultät und leitete das Leuschner Observatory, das zu dieser Faultät gehörte.
1952 wurde Struve zum Präsidenten der Internationalen Astronomischen Union gewählt. Dieses Amt hatte er bis 1955 inne. Vier Jahre später berief man Struve zum Direktor des National Radio Astronomy Observatory. Diesen Posten bekleidete er bis an sein Lebensende.
Neben seiner Tätigkeit als Herausgeber des Astrophysical Journal beschäftigte er sich mit umfangreichen spektroskopischen Beobachtungen und theoretischen Untersuchungen über Sterne mit ausgedehnten Gashüllen, über veränderliche Sterne, Doppelsterne und interstellare Materie.
Im Alter von 69 Jahren starb Prof. Dr. Otto von Struve am 6. April 1963 in Berkeley, Calif.
Werke
- Stellar Evolution (1950)
- Elementary Astronomy (1959) (deutsch: Astronomie - Einführung in ihre Grundlagen, 2., durchgesehene Auflage, de Gruyter Verlag, Berlin 1963)
Ehrungen
- 1944 Goldmedaille der Royal Astronomical Society
- 1948 Goldmedaille der Astronomical Society of the Pacific
- 1957 Henry Norris Russell Lectureship
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Struve, Otto von |
| KURZBESCHREIBUNG | Astronom |
| GEBURTSDATUM | 12. August 1897 |
| GEBURTSORT | Charkow, Russland |
| STERBEDATUM | 6. April 1963 |
| STERBEORT | Berkeley (Kalifornien), USA |
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