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Orthodoxie

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Orthodoxie (von griech. oρθός orthós „richtig, geradlinig“ und δόξα dóxa „Lehre, (Gottes-)Verehrung“) ist ursprünglich der Begriff für das Festhalten an der trinitätstheologischen Entscheidung des 1. Konzils von Nicaea (325) ("homooúsios to patrí" "mit dem Vater wesenseins") in Abgrenzung von den Arianern. Sodann wird damit das Bekenntnis zum christologischen Dogma des Konzils von Chalkedon (451) bezeichnet. Erst in nachreformatorischer Zeit ist damit das Beharren auf bestimmten traditionellen Lehrmeinungen, Ideologien oder Handlungsweisen gemeint, im Gegensatz zu Erneuerungsbewegungen (Heterodoxie):

  • im Judentum eine Richtung, die den Talmud und die jüdische Tradition für maßgeblich und verbindlich auch in der heutigen Zeit ansieht; siehe orthodoxes Judentum.

Orthodoxie bezeichnet allgemein auch eine Interpretation einer Lehre, die sich stark an den ursprünglichen Buchstaben hält und sich gegen flexible Weiterentwicklungen und Anpassungen an veränderte Verhältnisse sperrt.

Eine fundamentalistische Orthodoxie wird auch als ultra-orthodox bezeichnet.

Siehe auch

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