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Orden der Württembergischen Krone
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Der Orden der Württembergischen Krone war der württembergische Hausorden.
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Geschichte
Erstmals begründet im Jahre 1702 als St.-Hubertus-Jagdorden, wurde er 1807 von König Friedrich I. in "Ritterorden vom Goldenen Adler" umbenannt, am 23. September 1818 von König Wilhelm I. erneuert und zusammen mit dem Civilverdienstorden zum Orden der Württembergischen Krone mit zunächst drei Klassen (Großkreuz, Komtur, Ritter) umstrukturiert. Bis 1918 erlebte der Orden einige Erweiterungen und Veränderungen. Seine Devise lautete: Furchtlos und trew. Bis 1913 war mit der Verleihung der höheren Stufen des Ordens der Personaladel verbunden.
Der Orden hatte folgende Klassen (absteigend geordnet):
- Großkreuz für Souveräne
- Großkreuz
- Komtur mit Stern (seit 1889)
- Komtur
- Ehrenkreuz (Steckkreuz seit 1892)
- Ritter (seit 1892 auch als besondere Auszeichnungen mit goldenen Löwen, seit 1864 auch mit Krone)
- Goldene Verdienstmedaille
- Silberne Verdienstmedaille (1892 weggefallen)
Insignien
Kleinod
Das Ordenskreuz war ein weiß emailliertes Malteserkreuz mit goldenen gegenständigen Löwen in den Kreuzwinkeln. Die Löwen waren beim Großkreuz und Komtur immer vorhanden, beim Ritter nur als besondere Auszeichnung. Am oberen Kreuzarm war mittels zweier goldener Bänder eine goldene Krone befestigt, an der - außer beim Ehrenkreuz in Steckform - das Band hing. Das Medaillon zeigte auf der Vorderseite umlaufend gold auf blau die Devise, in der Mitte die goldene Initiale König Friedrich I. mit Krone, auf der Rückseite eine goldene Krone, jeweils auf rotem Grund. Alle Stufen konnten seit 1866 mit Schwertern verliehen werden. Mit der Statutenänderung von 1890 wurden die Schwerter bei Verleihung einer höheren Klasse übertragen. Seit 1892 wurde die niedrigste Stufe (1870-1886 Ritterkreuz 2. Klasse, danach Ehrenkreuz) auch als besondere Auszeichnungen mit goldenen Löwen, seit 1864 auch mit Krone verliehen.
Sterne
Das Großkreuz war ein silberner achtstrahliger Stern, in dessen Mitte das verkleinerte Kreuz in einem Medaillon mit umlaufender Devise befestigt war. Souveräne erhielten den Stern in Gold. Der Komtur (seit 1889 nurmehr der Komtur mit Stern) hatte einen vierstrahligen silbernen Stern, dessen Strahlen durch die Kreuzwinkel gingen.
Band
Das Band des Ordens war karmesinrot mit schwarzen Randstreifen und karmesinroter Bordierung. Mitglieder regierender Häuser erhielten das Band des Großkreuzes in scharlachrot.
Verleihung
Die gesamten Verleihungszahlen sind schwer zu ermitteln. Im Ersten Weltkrieg wurden verliehen:
- Goldene Verdienstmedaille: 141
- Ritterkreuz mit Schwertern: insgesamt ca. 350
- Ritterkreuz mit Schwertern und Löwen: 80
- Ehrenkreuz mit Schwertern: ca. 160
- Komtur mit Schwertern: 75
- Komtur mit Stern und Schwertern: 6
- Großkreuz mit Schwertern: 6
Als außerordentliche Stufe wurde das Großkreuz in Brillanten 1871 an Reichskanzler Otto von Bismarck verliehen.
Literatur
- Jörg Nimmergut, Handbuch Deutsche Orden, Saarbrücken 1989, 315-320
- ders., Deutsche Orden und Ehrenzeichen 1800-1945, Bd. III Sachsen - Württemberg I, München 1999, 1677-1704, ISBN 3-0000-1396-2
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