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Oranienburger Straße
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Die Oranienburger Straße gehört zu den bekannteren Flaniermeilen in Berlin-Mitte. Die bei Touristen bekannte Straße bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Einrichtungen wie Bars oder Cafés. Sie ist auch für den nächtlichen Straßenstrich bekannt, was dem Image der Straße jedoch nur geringfügig abträglich ist. Im Berliner Sprachgebrauch wird sie oft auch nur O-burger genannt; benannt ist sie nach der brandenburgischen Stadt Oranienburg.
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Lage
Die Oranienburger Straße beginnt am Hackeschen Markt. Von dort aus läuft sie fast geradlinig in nordwestlicher Richtung und endet schließlich am Oranienburger Tor, der Kreuzung mit der Friedrichstraße.
Geschichte
Die Straße existiert etwa seit dem 13. Jahrhundert zunächst unter dem Namen Spandauer Heerweg. Sie war damals die Verbindung vom Spandauer Tor der Berliner Stadtmauer nach Spandau. Vor dem etwas nach Norden verlegten Spandauer Tor entstand nach dem Abriss der Berliner Festungsanlage der Hackesche Markt. Um diese Zeit, mit dem Bau der Akzisemauer, bürgerte sich der Name Oranienburger Straße ein. Die offizielle Benennung erfolgte allerdings erst am 26. Juni 1824.
Sehenswertes
Monbijoupark
Ganz in der Nähe des Hackeschen Marktes liegt der Monbijoupark. Er entstand nach dem Abriss des Schlosses Monbijou, welches vorher den Platz eingenommen hatte und wegen seiner Kriegsschäden abgetragen wurde.
Der Monbijoupark ist heute eine etwa 3 ha große Grünfläche. In ihr befinden sich einige Gaststätten, Ateliers der Kunsthochschule Berlin, mehrere Freizeitsportanlagen und ein Kinderschwimmbad. Der Park wurde in den Jahren 1974 und 2006 (Fertigstellung 2007) umgestaltet.
Neue Synagoge
Etwa auf mittlerer Höhe der Straße befindet sich die Neue Synagoge. Sie ist eine der größten Synagogen der Stadt und war 1859 - 1866 von Eduard Knoblauch und Friedrich August Stüler als Hauptsynagoge der Jüdischen Gemeinde in Berlin gebaut worden. Bekannt ist das Gotteshaus vor allem durch seine teilvergoldete Kuppel.
Die Synagoge wurde während der Reichspogromnacht in Brand gesteckt, trug davon aber kaum Schäden davon, da der Brand schnell gelöscht wurde. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Synagoge durch Bomben stark beschädigt. Nach dem Krieg wurden einige beschädigte Gebäudeteile abgerissen. Der 1988 bis 1993 rekonstruierte Bau steht heute unter Denkmalschutz und dient als Museum.
Postfuhramt
An der Ecke Tucholskystraße befindet sich das ehemalige Kaiserliche Postfuhramt. Das zwischen 1875 und 1881 erbaute Gebäude wird ebenfalls wie die Neue Synagoge von einer Kuppel gekrönt. In diesem Fall handelt es sich um eine achteckige Ziegelkuppel, die von zwei Flügelbauten flankiert wird. Das Gebäude wurde bis 1973 für seinen eigentlichen Zweck genutzt, danach bis zur Wende für andere Bereiche der Deutschen Post, etwa den Postzeitungsbetrieb.
An der Fassade des Gebäudes befinden insgesamt 26 Porträts bekannter Persönlichkeiten, die das Postwesen erweitert haben, ein Porträt ist allerdings zerstört und kann nicht mehr identifiziert werden. Das gesamte Gebäude steht heute ebenfalls unter Denkmalschutz.
Tacheles
Kurz vor der Einmündung in die Friedrichstraße lenkt eine Ruine das Augenmerk des Passanten auf sich. Es handelt sich hierbei um die Überreste der ehemaligen Friedrichstraßen-Passage, die zwischen 1907 und 1909 erbaut wurde. In den 1980er Jahren wurde mit dem Abriss der teilweise kriegszerstörten Passage begonnen. Im Februar 1990 besetzten allerdings etwa 50 Künstler aus Ost und West die Überreste und konnten sie so vor dem weiteren Abriss bewahren.
Das Tacheles entwickelte sich schnell zum Kulturzentrum im Jüdischen Viertel Berlins. Der Ort bietet neben den zahlreichen Kunstobjekten und Protestmalereien auch Platz für Discos, Cafés und Ateliers. Die Ruine steht heute unter Denkmalschutz.
Öffentlicher Verkehr
Straßenbahn
Die Straßenbahn durch die Oranienburger Straße wurde zwischen 1868 und 1877 gebaut, sie wurde mit einer Unterbrechnung zwischen 1945 und 1951 durchgehend befahren. Heute verkehren hier die MetroTram-Linien M1 und M6.
S-Bahnhof Oranienburger Straße
Unterhalb der Kreuzung mit der Tucholskystraße befindet sich der S-Bahnhof Oranienburger Straße. Im bahnamtlichen Betriebsstellenverzeichnis wird er als BORS geführt.
Der Bahnhof wurde am 28. Mai 1936 als Teil des Nord-Süd-Tunnels eröffnet. Der Bahnhof ist zweigleisig mit einem Mittelbahnsteig aufgebaut. Die Wände weisen wie auch die anderen Bahnhöfe der Strecke braungraue Fliesen auf. Der Stationsname wird in Frakturschrift wiedergegeben.
Zwischen dem 13. August 1961 und dem 2. Juli 1990 war der Bahnhof geschlossen. Die Züge der West-Berliner S-Bahn fuhren ohne Halt durch und hielten erst wieder hinter der Sektorengrenze. Nach der Wende war Oranienburger Straße der erste Geisterbahnhof der Berliner S-Bahn, der wiedereröffnet wurde.
Weblinks
| <imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden | Commons: Oranienburger Straße – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
Koordinaten: 52° 31' 31" N, 13° 23' 28" O
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