Das Fotonexus-Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Olomouc
Aus Fotonexus.
Vorlage:Infobox Ort in Tschechien
Olomouc [ˈɔlɔmouts] (deutsch Olmütz, neulateinisch Iuliomontium, hanakisch Olomóc oder Holomóc; ungarisch Alamóc; slowakisch Olomúc) ist eine Universitätsstadt in Mähren, Tschechien und Hauptstadt der Region Olomouc. Sie liegt an der Einmündung der Feistritz in die March.
Inhaltsverzeichnis |
Wirtschaft und Infrastruktur
Olmütz ist gleichzeitig neben Ostrava das wichtigste Wirtschafts- und Verkehrszentrum in Nordmähren. Olmütz war lange Zeit Hauptstadt von Mähren, bis diese Position von Brno übernommen wurde.
Verkehr
Die Stadt besitzt einen Flugplatz (Olomouc-Neředín, IATA-Code OLO, ICAO-Code LKOL)
Eisenbahn
Der Olomoucer Hauptbahnhof (hlavní nádraží, hl. n.) liegt auf einer Hauptlinie von České dráhy, der Strecke Prag-Ostrava. Weitere Linien führen nach in nördlicher Richtung nach Šumperk und Krnov und westlich nach Senice na Hané.
In Richtung Süden führten Hauptlinien in Richtung Brünn, Otrokovice/Zlín und Břeclav.
Weitere innerstädtische Bahnhöfe sind Olomouc město, Olomouc Nová Ulice, Olomouc-Smetan.sady., Olomouc Hejčín und Olomouc Řepčín, die alle an der Strecke in Richtung Prostějov liegen.
Öffentlicher Personennahverkehr
Der innenstädtische Verkehr wird von sieben Straßenbahnlinien und zahlreichen Buslinien bewältigt, für die ein gemeinsamer Tarif gilt.
Ortsansässige Unternehmen
Olmütz beherbergt Fabriken, die u. a. Eisenbahnwaggons, Medikamente und Baumaterialien erzeugen.
Universität
In Olmütz befindet sich die 1573 gegründete Palacky-Universität.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
Der ehemalige Palast des Erzbischofs (1664-1674 erbaut) beherbergt ein Museum mit einer Sammlung alter europäischer Kunst.
Gebäude
Die berühmteste Sehenswürdigkeit ist der Wenzelsdom; er enthält den Sarg von König Wenzel III., der hier 1306 ermordet wurde, was das Ende der Přemysliden-Dynastie bedeutete. Die Kirche wurde 1107 bis 1131 in romanischem Stil erbaut. Im 14. Jahrhundert wurde sie im Stil der Gotik renoviert; im 19. Jahrhundert im Stil der Neugotik abermals. Auch das Rathaus, das aus dem 14. Jahrhundert stammt und einen 78 m hohen Turm und eine astronomische Uhr beherbergt, ist eine Besichtigung wert. Am unteren Platz kann man das Haus besichtigen, in dem W. A. Mozart im Alter von 11½ Jahren (1767) seine 6. Sinfonie komponierte. Ebenfalls sehenswert ist die barocke Pestsäule der heiligen Dreifaltigkeit, mit 35 m[1] eine der bedeutendsten in der Tschechischen Republik.
Sonstiges
In Olmütz gab es auch eine Synagoge. Bevor diese 1938 zerstört wurde, hatten einige Gemeindemitglieder Teile der Inneneinrichtung ausgebaut und verkauft, um zu Geld für eine bevorstehende Flucht zu bekommen. 70 Sitzplätze davon befinden sich seit 2004 in der renovierten Synagoge in Krnov. Sie sollen an die nachweislich in den Konzentrationslagern umgekommenen jüdischen Bürger von Jägerndorf erinnern.
Kulinarische Spezialitäten
Von hier stammt der berühmte Olmützer Quargel, ein beliebter Käse mit strengem Geruch.
Bürgermeister
- 1851-1865 Franz Kreilm
- 1865-1866 Franz Hein
- 1866-1872 Karl Boromäus Johann Nepomuk Alois Schrötter
- 1872-1896 Josef von Engel
- 1896-1918 Karl Brandhuber
- 1918-1919 vakant
- 1919-1923 Karel Mareš
- 1923-1939 Richard Fischer
- 1939-1941 Fritz Czermak
- 1942-1945 Julius Schreitter
- 1945-1947 Václav Stibor-Kladenský
- 1947-1949 Jan Kučera
- 1949-1950 Ladislav Bernatský
- 1950-1956 Antonín Eliáš
- 1957-1960 Josef Drmola
- 1960-1970 František Řeháček
- 1970-1986 Jan Tencian
- 1986-1989 Josef Votoček
- 1989-1990 Břetislav Baran
- 1990-1994 Milan Hořínek
- 1994-1998 Ivan Kosatík
- 1998-2006 Martin Tesařík
- 2006- Martin Novotný
Persönlichkeiten
Bekannte Söhne und Töchter
(Folgende Persönlichkeiten sind in Olomouc geboren. Die Auflistung erfolgt chronologisch nach Geburtsjahr. Ob sie ihren späteren Wirkungskreis in Olomouc hatten oder nicht ist dabei unerheblich)
- Jan Balatka, in die USA ausgewanderter Komponist mährischer Herkunft
- Petr Bezruč, Schriftsteller und Dichter
- Karel Brückner, tschechischer Nationaltrainer seit 2001
- Joseph Chmel, österreichischer Augustiner-Chorherr und Historiker
- Pavel Dostál, tschechischer Politiker und Kulturminister
- Leo Fall, Komponist, Kapellmeister und einer der bedeutendsten Vertreter der Operetten-Ära
- Georg Flegel, der erste eigentliche deutsche Stillebenmaler
- Adolf Hölzel, österreichisch-deutscher Maler
- Jiri Hudler, tschechischer Eishockeyspieler der Detroit Red Wings
- Anton Schrötter von Kristelli, österreichischer Chemiker und Mineraloge
- David Kobylik, tschechischer Fußballspieler vom DSC Arminia Bielefeld
- Johann Leisentrit, Dekan des Bautzener Kollegiatkapitels und Diözesan-Administrator des Bistums Meißen
- Marek Heinz, tschechischer Fußballspieler
- David Prinosil, deutscher Tennisspieler
- Friedrich von Radler * 3. September 1847, gest. 3. Juli 1924 in Wien; Chefredakteur, Literat
- Wilhelm Tomaschek, österreichischer Geograph
- Edgar G. Ulmer, US-amerikanischer Filmregisseur
- Veronika Varekova, tschechisches Mannequin und Fotomodell
- Franz Josef Wagner, deutscher Boulevardjournalist
- Fritz Zweig * 1893; Dirigent, Musikpädagoge
- Kamil Krejci* 1961; Schauspieler, Regisseur, Autor
In Olomouc lebten und wirkten
- Antonín Boll, tschechischer Philosoph und Jesuit
- Břetislav I. und Judith von Schweinfurt, heirateten und lebten hier seit 1029
- Bruno von Schaumburg (Schauenburg) und Holstein, Erzbischof von Olmütz 1245 - 1281, Gründer von nahezu 200 Dörfern und Städten in Mähren mit deutschen Siedlern, Berater und Kanzler von König Přemysl Ottokar II. Geboren 1205 in Schaumburg bei Stadthagen (heute Niedersachsen), gestorben 1281 in Mähren
- Ivan Blecha, leitet das Instituts für Philosophie an der hiesigen Universität
- Josef Ignác Buček, tschechischer Universitätsprofessor sowie Autor volkswirtschaftlicher Werke, besuchte das hiesige Gymnasium
- Ignác Cornova, italienischer Priester, Historiker, Pädagoge und Dichter
- Gregor Mendel, altöstereichischer Mönch und Naturforscher
- Karel Sabina, tschechischer radikaler Demokrat, Publizist, Schriftsteller und Literaturkritiker, war in Olmütz inhaftiert
- Anton Cyril Stojan, Erzbischof von Olmütz
- Bedřich Václavek, tschechischer Literaturkritiker und Theoretiker, arbeitete seit 1933 an der Universitätsbibliothek
- August Olomoucký, böhmischer Humanist, Schriftsteller und Kunstsammler
Partnerstädte
- Bild:Flag of France.svg Antony, Frankreich
- Bild:Flag of Serbia (state).svg Subotica, Serbien
- Bild:Flag of Switzerland.svg Luzern, Schweiz, seit 1992
- Bild:Flag of Germany.svg Nördlingen, Deutschland
- Bild:Flag of the United States.svg Owensboro, Vereinigte Staaten
- Bild:Flag of Hungary.svg Pécs, Ungarn
- Bild:Flag of Finland.svg Tampere, Finnland
- Bild:Flag of the Netherlands.svg Veenendaal, Niederlande
Siehe auch
| <imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden | Commons: Olomouc – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
Weblinks
Quellen
Babice (Babitz) | Bělkovice-Lašťany (Bielkowitz-Laschtian) | Bílá Lhota (Weißöhlhütten) | Bílsko | Blatec (Blatze) | Bohuňovice (Boniowitz) | Bouzov (Busau) | Bukovany (Bukowan) | Bystročice (Beisterschitz) | Bystrovany (Bistrowan) | Červenka (Schwarzbach) | Daskabát | Dlouhá Loučka (Langendorf) | Dolany (Dollein) | Doloplazy (Doloplas) | Domašov nad Bystřicí (Domstadtl) | Domašov u Šternberka (Domeschau) | Drahanovice (Drahanowitz) | Dub nad Moravou (Dub a.d. March) | Dubčany (Dubtschan) | Grygov (Königswald) | Haňovice (Haniowitz) | Hlásnice (Wächtersdorf) | Hlubočky (Hombok) | Hlušovice (Hlussowitz) | Hněvotín (Nebotein) | Hnojice (Gnoitz) | Horka nad Moravou (Horkau a.d. March) | Horní Loděnice (Deutsch Lodenitz) | Hraničné Petrovice (Petersdorf b. Giebau) | Huzová (Deutsch Hause) | Charváty (Charwath) | Cholina (Köllein) | Jívová (Giebau) | Komárov (Komarn) | Kožušany-Tážaly (Koschuschein-Tatzal) | Krčmaň (Kretschmann) | Křelov-Břuchotín (Krönau-Bruchotein) | Libavá (TÜP) | Liboš (Libusch) | Lipina (Lippein) | Lipinka (Lepinke) | Litovel (Littau) | Loučany (Lautschan) | Loučka (Burkersdorf) | Luběnice (Lubenitz) | Luká (Luk) | Lutín (Luttein) | Lužice (Luschitz) | Majetín (Majetein) | Medlov (Meedl) | Měrotín (Mirotein) | Mladeč (Lautsch) | Mladějovice (Bladowitz) | Moravský Beroun (Bärn) | Mrsklesy (Nirklowitz) | Mutkov (Mauzendorf) | Náklo (Nakel) | Náměšť na Hané (Namiescht i.d. Hanna) | Norberčany (Nürnberg) | Nová Hradečná (Markersdorf) | Olbramice (Obranitz) | Olomouc (Olmütz) | Paseka (Passek) | Pňovice (Kniebitz) | Přáslavice (Praslawitz) | Příkazy (Pschikas) | Řídeč (Rietsch) | Samotíšky (Einöd) | Senice na Hané (Großzinitz) | Senička (Kleinzinitz) | Skrbeň (Kirwein) | Slatinice (Großlatein) | Slavětín (Slawietin) | Strukov (Strukowitz) | Střeň (Schrein) | Suchonice (Suchonitz) | Svésedlice (Swisedlitz) | Štarnov (Starnau) | Šternberk (Sternberg) | Štěpánov (Stefanau) | Šumvald (Schönwald) | Těšetice (Tieschetitz) | Tovéř (Towersch) | Troubelice (Treublitz) | Tršice (Tirschitz) | Újezd (Augezd) | Uničov (Mährisch Neustadt) | Ústín (Austin) | Velká Bystřice (Großwisternitz) | Velký Týnec (Großteinitz) | Velký Újezd (Groß Aujest) | Věrovany (Mirwans) | Vilémov (Willimau) | Želechovice (Schelechowitz) | Žerotín (Scherotein)
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Olomouc, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Olomouc, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
