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Ofen

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel befasst sich mit dem Ofen (Wärmeerzeuger). Für andere Bedeutungen, siehe Ofen (Begriffsklärung).

Ein Ofen ist eine Vorrichtung zur kontrollierten Erzeugung von Wärme, meist durch Verbrennung von Brennholz und fossilen Brennstoffen, wie Gas, Öl oder Kohle.

Öfen existieren in verschiedenen Bauformen und für verschiedene Anwendungen, von einfachen überkuppelten Feuerstellen zum Backen und Heizen bis zu den großen Hochöfen zum Erzeugen von Stahl des industriellen Zeitalters.

Inhaltsverzeichnis

Anwendungen

Bild:Angfurten-05.JPG
Historischer Ofen
Bild:Ofen zum kochen.JPG
holzbefeuerter Ofen zum Kochen in einem Zeltlager
Bild:Muffelofen BMK.jpg
Muffelofen zur Mineralstoffbestimmung im Mühlenlabor
Bild:Brotofen.JPG
Brotofen auf einem Gehöft in Frankreich

Die erzeugte Wärme des Ofens wird für unterschiedliche Zwecke eingesetzt:

Heizung

Produktion

Industrieöfen umfassen Prozesse wie das Schmelzen, Anlassen, Härten, Tempern, Trocknen und Verformen von Werkstücken aus Metall, Glas und Kunststoff, Herstellung von Metallen (Schmelzprozesse und Pulvermetallurgie), Herstellung oder Behandlung von Stoffen für die Chemische-, Farben-, Holz-, Elektronik-, Fahrzeug- und Lebensmittelindustrie, aber auch Recycling, Bodenaufbereitung, Müllverbrennung.

Man unterscheidet verschiedene Ofenarten nach der Anwendung:

Deutschland ist neben den USA und Japan das wichtigste Herstellerland von Industrieöfen (in Deutschland gibt es ca. 270 Hersteller von Industrieöfen).

Nahrungsmittel

Der Backofen zum Backen von Brot, Kuchen und zur Erwärmung von Speisen in Bäckereien, Küchen und Haushalten. In Haushalten ist der Backofen meist mit Gasbrennstellen oder elektrischen Herdplatten in einem Gerät kombiniert.

Ofenarten

  • Der Zeltofen wird zur Beheizung eines Zeltes wie z.B. einer Kohte verwendet.

nach Energiequelle

  • Der Solarofen nutzt die Energie des Lichtes der Sonne um mittels eines Spiegels in dessen Brennpunkt Wasser und Essen zu erwärmen.
  • Ofen für feste Brennstoffe (Scheitholz, Holz- Hackschnitzel, Holz- Pellets, Holz- Sägespäne, Braunkohlebriketts, Steinkohle, Papierfaser- Briketts)

nach Betriebszeit

  • Zeitbrand
  • Dauerbrand

nach Luftzufuhr

Unterschieden wird hier zwischen raumluftabhängiger und raumluftunabhängiger Luftzufuhr.

Eine raumluftabhängige Feuerstelle (z. B. ein offener Kamin) bezieht den zur Verbrennung nötigen Sauerstoff aus dem Innenraum: Der Betrieb ist abhängig von der Innenluft. Im Gegensatz dazu wird ein raumluftunabhängiger Ofen mit Sauerstoff von außen versorgt. Die Abkürzung für raumluftunabhängig ist RLU. Die Begriffe finden sich in Deutschland in der Feuerungsverordnung (FeuVO).

In älteren Gebäuden ist die Hülle des Hauses relativ undicht ausgeführt, so dass durch Leckagen z. B. an den Fenstern genügend Frischluft für die Verbrennung nachströmt. Bei der heute angewandten winddichten Bauweise ist diese Frischluftzufuhr nicht mehr automatisch gewährleistet. Daher gibt es raumluftunabhängige Öfen und Feuerungsanlagen denen die Verbrennungsluft über Leitungen oder Schächte zugeführt wird.

nach Baumaterial

Historische Öfen

  • Der Brasero ist ein mobiler Ofen auf Kohle oder Holzkohlebasis, der heute noch in Südamerika z.B. in Paraguay zum Kochen benutzt wird.
  • Zum Ausschmelzen von Eisen aus Erz oder Raseneisenstein benützten unsere Vorfahren Rennöfen.
  • Bügeleisenofen ist ein Ofen, an dem die zu erhitzenden Bügeleisen an der Seite abgelegt werden.

Weblinks

wikt:
Wiktionary
Wiktionary: Ofen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen
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