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Niedernach

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Niedernach ist einer der 27 Ortsteile der Gemeinde Jachenau. Die Einöde liegt am ursprünglichen Ausfluss des Walchensees, von wo der Fluss Jachen seinen Lauf durch das Jachental beginnt, bis er bei Lenggries-Fleck in die Isar mündet. Allerdings ist seit 1924 dieser Abfluss durch ein Wehr des Walchenseekraftwerks versperrt.

Niedernach umfasst drei Häuser, deren Nummerierung angepasst ist an jene der Gemeinde Jachenau: Nr. 55, 55 1/2 und 55 1/3.

Geschichte

Das Haus Nr. 55 geht auf den Raut Niedernach zurück, eine Rodung, die schon um 1450 als Weide vom Kloster Benediktbeuern an die Müller in Jachenau-Mühle verstiftet (verpachtet) war. Erst 1703 hat dort Lorenz Krinner von der Mühl mit Genehmigung des Klosters eine Siedlung anlegen dürfen.[1]

Haus Nr. 55 1/2 wurde 1912 erbaut und wird seit 1937 als Gaststätte bewirtschaftet. Das Haus Nr. 55 1/3 ist das Gebäude des 1951 entstandenen Kraftwerks.

Kraftwerk

Das Kraftwerk Niedernach gehört seit Juni 1951 zum Kraftwerksverbund am Walchensee. Es nutzt die 21 m Fallhöhe des Rißbachstollens, der an der Landesgrenze südlich Vorderriß beginnt, mit einem Düker beim Ochsensitz die Isar unterquert und nach insgesamt ca. 7 km Stollen am Almbach bei Niedernach wieder zu Tage tritt. Das Kraftwerk hat bei einem Durchfluss von 12 m³/s eine Leistung von 2200 kW und eine durchschnittliche Jahresleistung von rund 10 Millionen kWh.

Quellen

  1. Johannes Nar: Die Jachenau. Augsburg 1933, S. 51


Koordinaten: 47° 35' 12" N, 11° 23' 41" O

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