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Multiple Choice

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Das Multiple-Choice-Verfahren (kurz: MC) (deutsch: mehrfache Auswahl im Sinne von mehreren Möglichkeiten, die zur Auswahl stehen) ist ein statistisches Verfahren zur Datenerhebung. Aufgrund der relativen Einfachheit in der Auswertung, wird es gern bei Tests bzw. Prüfungen verwendet, aber auch bei qualitativen Befragungen in der Sozialforschung. Hierbei werden zu einer Frage oder Feststellung verschiedene Antwortmöglichkeiten vorgegeben, aus denen der Befragte eine oder mehrere auswählen muss, die er für richtig hält. Meist stehen drei oder vier Antwortmöglichkeiten zur Auswahl, es können aber auch wesentlich mehr sein.

Häufig werden MC-Aufgaben mit Single-Choice-Aufgaben verwechselt. SC gibt eine Frage bzw. Feststellung vor und nur eine Antwort ist die richtige. MC gibt dagegen eine Frage bzw. Feststellung vor und beispielsweise aus 5 Antworten können eine bis drei Antworten richtig sein.

Multiple-Choice-Beispiel:

Welche Politiker waren in der Brandt-Regierung Bundesminister: 1. Karl Schiller 2. Herbert Wehner 3. Rainer Barzel 4. Georg Leber 5. Erich Mende

Richtig sind 1 und 4


Single-Choice-Beispiel:

Welches ist der größte deutsche Binnensee, der ausschließlich auf deutschem Territorium liegt. 1. Der Bodensee 2. Die Müritz 3. Das Steinhuder Meer

Richtig ist 2

In der Sozialforschung sind die Übergänge zu skalierten Frage-Verfahren (z.B.: 1..5) oft fließend, wenn gleich die vorgegebenen Antwortmöglichkeiten dies nicht immer verdeutlichen.

Inhaltsverzeichnis

Multiple-Choice als Methode des Leistungstests

Auswertungsverfahren

Für die Punktevergabe in Leistungstests mit Multiple-Choice-Fragen gibt es vor allem zwei Varianten, die hauptsächlich angewandt werden. Entweder werden nur richtige Antworten gewertet und falsch gesetzte Kreuzchen ignoriert, oder aber die falschen Kreuze führen zu einem Punktabzug. Um zu vermeiden, dass ein Teilnehmer Antworten nur errät, statt Sachkenntnis an den Tag zu legen, wird die zweite Methode in der Regel bevorzugt. Normalerweise wird jedes Kästchen mit einem Punkt gewertet, man kann einen Multiple-Choice-Test aber auch gewichten, indem man schwereren oder wichtigeren Fragen mehr Punkte zuweist. Der Schwierigkeitsgrad kann trotz der eingeschränkten Wahlmöglichkeiten stark variieren.

Vor- und Nachteile

Mit MC-Tests können die meisten Lernziele (mit Ausnahme von kreativen Leistungen) abgefragt werden. Darüber hinaus lassen sie sich in der Regel maschinell auswerten. Sie werden deshalb sehr häufig eingesetzt (z.B. beim IQ-Test, bei der Führerscheinprüfung und verschiedenen Qualifikationsprüfungen). Beim medizinischen Staatsexamen nach der Approbationsordnung sind MC-Tests für den schriftlichen Teil vorgeschrieben. Aber auch Prüfungen an Schulen und Universitäten werden manchmal auf diese Weise abgehalten. Bei Auswahlverfahren von Firmen erfreut sich dieser Test zunehmend wachsender Beliebtheit, nicht zuletzt wegen der sehr einfachen Auswertung: man benötigt lediglich eine Lösungsschablone. In einer Variante müssen Kreuzchen in einer Matrix gesetzt werden. So kann man mehr Kombinationsmöglichkeiten realisieren.

Entwicklung

Die Konstruktion von MC-Fragen ist aufwändig, weil die richtige(n) Lösung(en) nicht ohne Fachwissen (das ja geprüft werden soll) ersichtlich sein sollen. Die falschen Antwortmöglichkeiten (Distraktoren) sollten auf Anhieb plausibel wirken, mit dem entsprechenden Wissen aber schnell als solche entlarvt werden können. Eine nachlässige Auswahl der Distraktoren kann sich negativ auf die Aussagekraft des MC-Tests auswirken.

Parodien

Multiple Choice Fragebögen wurden auch schon öfters parodiert. Insbesondere Fragebögen für die Führerscheinprüfung wurden schon oft in Witzblättern parodiert.

Weblinks

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