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Muffendorf

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Muffendorf ist ein Stadtteil von Bonn im Stadtbezirk Bad Godesberg. Es wird hauptsächlich als Wohngebiet genutzt und besitzt einen malerischen Ortskern mit fränkischen Fachwerkhäusern aus dem 17. Jahrhundert.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Muffendorf liegt an einem Berghang zwischen dem höher gelegenen Heiderhof und Pennenfeld im Rheintal. Im Norden wird es von Alt-Godesberg und im Süden von Lannesdorf begrenzt.

Geschichte

Funde von Faustkeilen belegen, dass im heutigen Gebiet von Muffendorf schon zur Altsteinzeit Menschen lebten.

Zur Zeit des römischen Kaisers Mark Aurel (161 bis 180 n. Chr.) ließ sein Oberst Gaius Scribonius einen der Jagdgöttin Diana geweihten Tempel erbauen. Etwa an dieser Stelle steht heute, umgeben vom weiterhin genutzten Friedhof und dem im Privatbesitz befindlichen, in weiten Teilen dem 17. Jahrhundert entstammenden Pfarrhaus, die romanische St. Martinskirche, in der auch 1911 der Weihestein des Tempels (dort als Altartisch verwendet) entdeckt wurde. Der der Kirche gegenübergelegene, einst der Benediktinerabtei St. Michael in Siegburg zugehörige "Siegburger Hof" ist restauriert; ein unterhalb des Hofes gelegener Weinberg wird wieder bebaut.

Die erste urkundliche Erwähnung der fränkischen Siedlung Muffendorf ist datiert auf den 13. Juni 888. Der Name geht möglicher Weise auf eine noch ältere keltische Ansiedlung (Muffo) zurück.

1254 gründeten die Deutschordensritter die Kommende in Muffendorf.

1915 wurde Muffendorf zu Godesberg eingemeindet, war aber vorher bereits der Bürgermeisterei Godesberg zugehörig.

Bauten

Pfarrkirche St. Martin, erbaut 1894 bis 1895 von Anton Becker in neugotischem Stil mit zwei kleinen Glasmalereien von Charles Crodel, ausgeführt von Carl Helmut Steckner.

Kultur

  • Einmal jährlich findet in Muffendorf die Muffenale, eine Handwerk- und Gewerbeschau, statt.
  • Mit dem Muffengold hat Muffendorf seit 2005 sein eigenes, dem Kölsch vergleichbares Bier.
  • In der "Kleinen Beethovenhalle" finden Konzerte, Theater- und Karnevalsveranstaltungen statt

Personen

  • Der Genremaler Peter Schwingen (1813–1863) wurde in Muffendorf geboren. Seine Dorf- und Kinderbilder zeigen das Erleben im dörflichen Umfeld.
  • Der Geiger und Komponist Konstantin Gockel, Fachmann vor allem in Sachen der Neuen Musik, lebt in Muffendorf.
  • Während ihrer Zeit in Bonn wohnte die spätere Bundeskanzlerin Angela Merkel in Muffendorf.

Literatur

  • Herbert Strack, Spaziergang durch das 1100 Jahre alte Muffendorf, Bad Godesberg 1988
  • Pia Heckes und Horst Heidermann, Peter Schwingen (1813–1863), Leben und Werk, Siegburg 2004

Weblinks

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Koordinaten: 50° 40' 18", N 7° 9' 36" O

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