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Mr. und Mrs. Smith (1941)
Aus Fotonexus.
| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Mr. und Mrs. Smith |
| Originaltitel: | Mr. & Mrs. Smith |
| Produktionsland: | USA |
| Erscheinungsjahr: | 1941 |
| Länge (PAL-DVD): | 91 Minuten |
| Originalsprache: | Englisch |
| Altersfreigabe: | FSK 6 |
| Stab | |
| Regie: | Alfred Hitchcock |
| Drehbuch: | Norman Krasna |
| Produktion: | David O. Selznick, Harry E. Edington für RKO Radio Pictures |
| Musik: | Edward Ward, Roy Webb |
| Kamera: | Harry Stradling |
| Schnitt: | William Hamilton |
| Besetzung | |
| |
Mr. und Mrs. Smith ist eine US-amerikanische Komödie von Alfred Hitchcock aus dem Jahr 1941. Die Hauptrollen spielen Carole Lombard und Robert Montgomery.
Inhaltsverzeichnis |
Handlung
Die Ehe des wohlhabenden New Yorker Rechtsanwalts David Smith mit seiner Frau Anne basiert auf einem komplexen und bisweilen bizarren Geflecht von Regeln und Bestimmungen. So darf im Fall eines Ehestreits keiner der beiden den Raum verlassen bis der Streit beigelegt ist, was unter Umständen bedeutet, dass Mr. Smith tagelang sein Büro nicht aufsuchen kann – sehr zum Ärger seiner Kanzlei.
Eine andere Regel erlaubt beiden, jeden Monat eine Frage stellen zu können, die vom anderen ehrlich beantwortet werden muss. Als Anne eines Tages die Frage stellt, ob er sie wieder heiraten würde, wenn er sich noch mal entscheiden müsste, antwortet David, dass er dies wahrscheinlich nicht tun würde, da er seine Freiheit zu sehr vermisst. Anne nimmt dies zunächst brüskiert auf, verzeiht ihm aber vorerst.
Als David nach dem Ehestreit in sein Büro zurückkehrt, taucht ein Beamter der Stadt auf, in der sie geheiratet haben, und erklärt David, dass seine Hochzeit aufgrund einer Eingemeindung rechtlich ungültig ist. David erzählt Anne zunächst nichts davon, aber Anne erfährt durch Zufall von der Ungültigkeit ihrer Ehe. Während sie erwartet, dass David ihr einen erneuten Heiratsantrag macht, zögert David diesen Moment immer weiter hinaus, um sie auf die Folter zu spannen. Als Anne denkt, er wolle sie tatsächlich kein zweites Mal heiraten, verlässt sie ihn wutentbrannt und bandelt mit Davids bestem Freund Jeff an, mit dem sie sogar Heiratspläne schmiedet. David versucht Anne zunächst erfolglos zurückzuerobern, versucht ihre geplante Ehe mit Jeff vor dessen Eltern zu sabotieren, reist den beiden schließlich in ihren Urlaub mit Jeff in einer Skihütte nach, spielt effektvoll einen verzweifelten, betrunkenen Ehemann im Delirium und lässt sich von Anne und Jeff gesund pflegen. Doch Anne bleibt störrisch – bis fast zum Ende des Films.
Hintergrund
RKO Pictures sicherte sich im November 1939 die Rechte an einem Skript von Norman Krasna, der aber noch keinen Titel für sein Drehbuch hatte. So lief das Projekt zeitweise unter verschiedenen Arbeitstiteln (unter anderem Who Was That Lady I Seen You With?, And So To Wed, Here We Go Again!, The Lady Said No!, That Was My Wife!, Temporarily Yours und Slightly Married), bis sich das Studio schließlich für Mr. & Mrs. Smith entschied.
Carol Lombard, die kurz zuvor zu RKO wechselte, las das Drehbuch weniger später und überredete Hitchcock, die Regie zu übernehmen. Dieser war nach eigenen Aussagen von der Grundidee, dem Genre der Screwball-Comedy und den Charakteren wenig begeistert und hielt sich daher strikt an das Drehbuch: „Da ich die Art von Leuten nicht verstand, die in dem Film gezeigt wurden, habe ich die Szenen fotografiert, wie sie geschrieben waren“.(Lit.: Truffaut, 2003, S. 128)
Für die männliche Hauptrolle des Mr. Smith versuchten Lombard und Hitchcock zunächst erfolglos, Cary Grant zu gewinnen. Nach einer Reihe von Absagen durch weitere Filmstars wie Frederic March und George Brent wurde eine Woche vor Drehbeginn Robert Montgomery für die Rolle verpflichtet. Seine Gage überstieg sogar die von Hitchcock – mit 110 000 US-Dollar pro Woche erhielt er 40 000 Dollar mehr.
Die Dreharbeiten liefen vom 5. September bis zum 2. November 1940. Die Szene, in der ein Gespräch mit Gene Raymond durch die Geräusche einer Toilette erschwert wird, bereitete dem Studio Sorgen. Der Hays Code war sehr streng in Bezug auf die Darstellung von Toiletten und deren Geräusche. Um eine mögliche Zensur zu umgehen, verzerrte Hitchcock das Spülgeräusch so sehr, dass man es auch für das Geräusch einer Dampfheizung halten könnte.
Lombard erlaubte sich am ersten Drehtag einen Scherz mit Hitchcock (der selber oft Scherze mit Schauspielern und anderen Mitarbeitern spielte) – sie ließ drei Kühe ins Studio kommen und hängte ihnen Schilder mit den Namen der drei Hauptdarsteller um. Damit beantwortete sie das berühmte Zitat von Hitchcock, nach dem alle Schauspieler Vieh sind.
Die für Hitchcock sehr untypische Komödie wurde vom Publikum begeistert aufgenommen. Am 30. Dezember 1940 wurde er von einem Testpublikum in New Rochelle, New York unter die besten Filme des Jahres gewählt. Nach seiner Premiere am 20. Januar 1941 in der Radio City Music Hall von New York City waren die Vorstellungen die ersten neun Tage ausverkauft.
Die Zeitschrift Look schrieb über den Film: „Das Erstaunliche an diesem Film liegt darin, daß Hitchcock dieselbe Strategie angewendet hat, die sonst seine Melodramen, die einem das Blut gefrieren lassen, kennzeichnet [...] Hier sind sie wieder, seine unverwechselbaren Markenzeichen – dieselbe lässige Art, dasselbe Hals-über-Kopf-Finale, dieselbe Sehweise, die aus den Augenwinkeln zu kommen scheint, dieselbe Regie, die wie Nicht-Regie wirkt. Auch der Effekt ist unterm Strich derselbe: noch ein Hitchcock-Hit.“(zit. n. Spoto: Alfred Hitchcock, S. 278)
Kritik
Der Kölner Stadtanzeiger schreibt: „Der spezielle Hitchcock-Touch ist da.“
Cameo-Auftritt
Hitchcock kommt in der Mitte des Films Robert Montgomery vor einem Gebäude entgegen.
Literatur
- Donald Spoto: Alfred Hitchcock, Piper: München 1999, ISBN 3-492-22798-8
- François Truffaut: Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?, Heyne 2003, ISBN 3-453-86141-8
Weblinks
Filme vor 1940: Irrgarten der Leidenschaft · Der Bergadler · Der Mieter · Downhill · Easy Virtue · Der Weltmeister · The Farmer’s Wife · Champagne · Der Mann von der Insel Man · Erpressung · Juno and the Paycock · Elstree Calling · Mord – Sir John greift ein! · Mary · Bis aufs Messer · Nummer siebzehn · Endlich sind wir reich · Waltzes from Vienna · Der Mann, der zuviel wußte (1934) · Die 39 Stufen · Geheimagent · Sabotage · Jung und unschuldig · Eine Dame verschwindet · Riff-Piraten
Filme ab 1940: Rebecca · Der Auslandskorrespondent · Mr. und Mrs. Smith · Verdacht · Saboteure · Im Schatten des Zweifels · Gute Reise · Aventure Malgache · Das Rettungsboot · Ich kämpfe um dich · Berüchtigt · Der Fall Paradin · Cocktail für eine Leiche · Sklavin des Herzens · Die rote Lola · Der Fremde im Zug · Ich beichte · Bei Anruf Mord · Das Fenster zum Hof · Über den Dächern von Nizza · Immer Ärger mit Harry · Der Mann, der zuviel wußte (1956) · Der falsche Mann · Vertigo – Aus dem Reich der Toten · Der unsichtbare Dritte · Psycho · Die Vögel · Marnie · Der zerrissene Vorhang · Topas · Frenzy · Familiengrab
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