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Palomar-Observatorium
Aus Fotonexus.
Koordinaten: 33° 21′ 23" N, 116° 51′ 54" W
Das Palomar-Observatorium ist eine Sternwarte, das vor allem durch das 5-Meter-Spiegelteleskop, dem Hale-Teleskop, bekannt ist. Es befindet sich auf dem Gipfel des 1706 Meter hohen Palomar Mountain ca. 80 Kilometer nordöstlich von San Diego in Kalifornien. Heute gehört das Observatorium zum Caltech, dem California Institute of Technology.
Neben dem Hale-Teleskop und dem Oschin-Schmidt-Teleskop beherbergt das Palomar-Observatorium auch noch ein weiteres Spiegelteleskop mit einem Hauptspiegel von 1,5 Meter Durchmesser, sowie ein Schmidt-Teleskop mit einer Öffnung von 46 cm.
Der Berg Palomar Mountain wird im deutschen Sprachgebrauch häufig auch als Mount Palomar bezeichnet.
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Hale-Teleskop
Das größte Teleskop des Palomar-Observatorium ist das Hale-Teleskop, welches von 1947 bis 1975 das größte Fernrohr der Welt war. Es besitzt einen Hauptspiegel mit einem Durchmesser von 5,08 Meter (200 Zoll) und erhielt seinen Namen zu Ehren von George Ellery Hale. Der Bau des Teleskops dauerte über 15 Jahre. Für den Transport des 20 Tonnen schweren 5-Meter-Spiegels - der allein zum vorsichtigen Abkühlen nach dem Guss acht Monate benötigte - wurde ein eigenes Fahrzeug samt Straße gebaut. Das Gehäuse des Sekundärspiegels ist so groß, dass für spezielle Aufgaben beim Messen und Justieren der Astronom darin sitzen kann. Das insgesamt über 400 Tonnen schwere Teleskop ist in einer 1000 Tonnen schweren Kuppel von 41 m Durchmesser untergebracht.
Den Rang als größtes Teleskop weltweit "verlor" es nach 30 Jahren an das 6-Meter-Teleskop „BTA-6“ des Selentschuk-Observatoriums im Kaukasus, doch ist das Hale-Teleskop weiterhin das größte Teleskop mit äquatorialer Montierung.
Oschin-Schmidt-Teleskop
Auf der Palomar-Sternwarte befindet sich auch das berühmte Oschin-Schmidt-Teleskop (auch Big-Schmidt genannt) mit 120cm Öffnung und 180 cm Spiegeldurchmesser, das Field of view beträgt 36 deg². Mit diesem Schmidt-Teleskop wurde in den 1950ern der Palomar Observatory Sky Survey fotografiert. Er ist bis heute eine erstklassige Fundquelle für ferne Galaxien oder wenn nach dem Vorgängerstern einer Nova oder Supernova in einer "näheren" Milchstraße gesucht wird. Auch neuentdeckte Asteroiden werden oft auf archivierten Fotoplatten des Oschin-Schmidt-Teleskops gefunden, die um Jahre oder Jahrzehnte früher aufgenommen wurden, was erheblich genauere Bahnbestimmungen ermöglicht.
Im Jahr 2003 wurde das Oschin-Schmidt-Teleskop mit der sogenannten QUEST-Kamera, einer aus insgesamt 112 CCD-Chips zusammengesetzten Kamera mit 161 Megapixel, ausgestattet. Mit diesem Instrument gelang unter anderem die Entdeckung des Zwergplaneten Eris.
Literatur
- Richard Preston: Das erste Licht Auf der Suche nach der Unendlichkeit ISBN 3-426-27011-0
Weblinks
Koordinaten: 33° 21′ 23" N, 116° 51′ 66" W
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