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Mururoa
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Mururoa (in der Landessprache in etwa: "großes Geheimnis") ist ein rund 300 Quadratkilometer großes unbewohntes Atoll im Südpazifik, welches seit 1966 als Kernwaffentestgelände Frankreichs bekannt wurde. Mururoa befindet sich im Südosten des Tuamotu-Archipels, welcher zu Französisch-Polynesien gehört.
Von 1966 bis 1996 wurden auf Mururoa im Südpazifik 41 Atombomben in der Atmosphäre und 147 Atombomben unterirdisch gezündet. Nach weltweiten Protesten werden die Explosionen inzwischen am Computer simuliert. Im Jahr 2000 zogen die Franzosen von dem Atoll ab. Bis heute ist das Atoll Sperrgebiet. In rund 140 Bohrschächten lagern dort große Mengen radioaktiven Mülls.
Die früheren Arbeiter und Bewohner der Nebeninseln fühlen sich aber bis heute von Frankreich im Stich gelassen. Denn sie kämpfen noch heute mit den Folgen der Atomtests. Die französische Regierung bestreitet bis heute eine überhöhte Strahlendosis in Polynesien. Für das Parlament von Tahiti ist das ein Hohn, erkranken hier doch bis zu fünf mal mehr Menschen an Schilddrüsenkrebs als in anderen Pazifikregionen.
Weblinks
- „Atoll im Strahlenglanz“ Beitrag von Marion von Haaren, ARD-Studio Paris
- Atomwaffen A-Z Moruroa-Atoll
Koordinaten: 21°50′40″ S 138°55′43″ W
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