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Modell (Informatik)

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel befasst sich ausführlich mit Modellen in der Informatik. Für andere Bedeutungen siehe Modell.

In der Informatik bildet man zum Beispiel Datenstrukturen aus der Wirklichkeit in einem Datenmodell ab. Dieses lediglich an der Fach- bzw. Sachlogik orientierte Modell wird semantisches Datenmodell oder auch konzeptionelles Datenmodell genannt. Es ist frei von jeglicher Technik und daher für die Kommunikation zwischen Entwicklern und Anwendern geeignet. Weiter ist es die Grundlage für den Entwurf von Datenbanken.
Der datenbankspezifische Entwurf wird durch das so genannte logische Datenmodell beschrieben; die tatsächlich durchgeführte Implementierung der Datenbank hingegen durch das physische Datenmodell.
Die oben genannten Modelle werden üblicherweise mittels Entity-Relationship-Diagrammen beschrieben.
Weiterhin gibt es eine vielzahl von Modellen zur Beschreibung von Anforderungen an Applikationen oder von Software-Architekturen. Die quasi Standard-Modellierungssprache ist die Unified Modeling Language kurz UML. Weiterhin gibt es verschiedene Sprachen zur Transformation von Modellen in andere Modelle, wie z.B. QVT.

Ein Beispiel für ein konkretes Modell zur Beschreibung eines Architekturstandards ist das OSI-Schichtenmodell in der Telekommunikationstechnik .

Modellbasierte Bildinterpretation

Als Bereich der Informatik verwendet das Bildverstehen den modernen Ansatz namens modellbasierte Bildinterpretation mithilfe dessen heutige und zukünftige Ansprüche an die Interpretation von Bilddaten und weiteren Sensorinformationen in Szenarien der realen Welt gedeutet werden können. Eines der hierbei verwendeten Modelle ist die Methode der Point Distribution Models. Sie dienen zur Erkennung von Objekten, deren Position, deren Orientierung und deren Deformierung in Kamerabildern.


Typische Modellierungssprachen und -Techniken

  • Ereignisgesteuerte Prozessketten (EPK): Dienen der Erstellung von Prozessmodellen und ähneln in Ihrer Struktur Petri-Netzen, beschränken sich aber auf die statische Darstellung von Prozessen. In der WI sind Prozessmodelle ein wichtiges Kernkonzept zur Dokumentation, Beschreibung und (Neu-/Um-)Gestaltung (Business Process Reengineering) der Ablauforganisation in Betrieben und Verwaltungseinrichtungen.
  • Entity-Relationship-Modelle (ERM): Werden zur konzeptionellen Beschreibung von Datenstrukturen verwendet (siehe Abschnitt Informatik)
  • Organigramme: Stellen die Aufbauorganisation von Unternehmen und Verwaltungseinrichtungen grafisch dar
  • Unified Modeling Language (UML): Die UML gilt als umstritten für den Einsatz in der fachkonzeptionellen Modellierung, da sich ihre Konzepte semantisch auf Komponenten der Softwareentwicklung beziehen. Dennoch finden insbesondere Klassen(struktur)diagramme Verwendung für fachkonzeptionelle Beschreibungen. Durch den Profilmechanismus lässt sich die UML darüber hinaus um Konzepte erweitern, die dem Kontext der Organisationsmodellierung besser gerecht werden. Konzeptionell (wenn auch nicht technisch) wird dadurch jedoch eine neue Modellierungssprache erzeugt (bzw. ein UML-Dialekt).

Referenzmodelle

Referenzmodelle in der Wirtschaftsinformatik sind Organisationsmodelle, die einen Empfehlungscharakter besitzen. Ein Referenzmodell hat dabei einen gewissen Grad an Allgemeingültigkeit, um für verschiedene Anwendungskontexte anwendbar zu sein. Das Modell beschreibt dabei die "Best Practice" für einen bestimmten Typ von Organisation. In seiner Anwendung wird ein Referenzmodell i. d. R. für das jeweilige Projekt spezifisch angepasst und konkretisiert, durch die bereits vorhandene Modellbasis können jedoch Kosten für die Modellerstellung eingespart und das Entwurfsrisiko vermindert werden.

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