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Minnesota
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Minnesota [ˌmɪnɪˈsoʊɾə] (Abk.: MN oder Minn.) ist der 32. Bundesstaat der Vereinigten Staaten und liegt im Norden des Landes an der Grenze zu Kanada. Der zwölftgrößte Bundesstaat der USA entstand 1858 aus dem östlichen Teil des Minnesota Territory und einem kleinen Teil des Wisconsin Territory. Aufgrund der vielen Seen wird Minnesota auch „Land der 10.000 Seen“ genannt.
Der Name entstammt der Sprache der Dakota Sioux und lautet übersetzt etwa „mit Himmel gefärbtes Wasser“. Knapp zwei Drittel der Bevölkerung leben in der Metropolregion der berühmten Twin Cities (Zwillingsstädte) Minneapolis und Saint Paul. Erstere ist die größere Stadt und letztere die Hauptstadt des Staates. In diesen Städten befindet sich der Sitz einiger großer, international tätiger Firmen. Das größte Einkaufsszentrum der USA, die Mall of America, befindet sich in Bloomington, einem Vorort der Twin Cities.
Minnesota hat die Beinamen North Star State („Nordsternstaat“) und The Gopher State. „Gopher“ ist der englische Begriff für die Tierart der Beutelratte, die in Minnesota weit verbreitet ist.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Minnesota ist nach Alaska der nördlichste Bundesstaat der Vereinigten Staaten, der Nordwesten ist der einzige Teil der 48 zusammenhängenden Bundesstaaten, welcher nördlich des 49. Breitengrades liegt. Der Nordosten des Staates grenzt über den Oberen See an die Bundesstaaten Michigan und Wisconsin und die kanadische Provinz Ontario. An den Südosten Minnesotas grenzt Wisconsin, an den Süden Iowa, an den Westen North und South Dakota und im Norden an die kanadischen Provinzen Ontario und Manitoba. Mit 225.365 Quadratkilometern (etwa 2,25 Prozent der Fläche der Vereinigten Staaten) ist Minnesota der zwölftgrößte Bundesstaat der USA und der zweitgrößte des Mittleren Westens.[1] Die Ausdehnung in Nord-Süd-Richtung beträgt etwa 660 Kilometer, in Ost-West-Richtung rund 560 Kilometer.
Siehe auch: Liste der Countys in Minnesota
Geologie und Landschaft
In Minnesota liegen einige der ältesten Gesteine der Erde, manche Gneise sind bis zu 3,6 Milliarden Jahre alt. Vor etwa zwei Milliarden Jahren konnte Lava durch Risse des Urozeans entweichen. Die restlichen Teile des vulkanischen Gesteins bildeten den Kanadischen Schild im Nordosten Minnesotas.[2] Nach den bis vor 1,1 Milliarden Jahren andauernden vulkanischen Aktivitäten war die geologische Aktivität relativ gering. Vulkanismus, Gebirgsbildung und Erdbebenaktivitäten traten seitdem in äußerst geringem Ausmaß auf.[3]
Die Ausläufer der vulkanischen Berge formten während des Präkambriums Seen im nördlichen Minnesota. Diese Seen bewirkten eine Verflachung Minnesotas welche sich mit der vor 600.000 Jahren beginnenden Vergletscherung weiter verstärkte. Mindestens ein Kilometer dicke Gletscher bewegten sich über die Gebiete und formten Minnesotas heutige Landschaft. Der letzte von vier bedeutenden Gletschern, der Wisconsin Gletscher, zog sich vor 12.000 Jahren aus Minnesota zurück. Die Ausdehnung dieser Gletscher reichte mit Ausnahme des äußeren Südwestens und Südostens über ganz Minnesota.
Die Gletscher hinterließen über den gesamten Bundesstaat verteilt eine Geschiebeschicht von in der Regel mindestens 15 Metern. Als sich die letzten Gletscher zurückzogen hatten, formte sich im Nordwesten der riesige Lake Agassiz; der Wegfluss dieses Sees formte den Flusslauf des Minnesota River, der Grund des Sees schuf als fruchtbare Land des Red River Valley.[3] Heutzutage ist die geologische Aktivität in Minnesota gering. Unregelmäßig kommt es zu Erdbeben, die jedoch meist schwach sind. Das stärkste Erdbeben des letzten Jahrhunderts ereignete sich nahe Morris im Jahre 1975 und wurde mit 4,6 bis 4,8 auf der Richterskala gemessen. [4]
Der höchste Punkt des Bundesstaates ist der Eagle Mountain mit 701 Metern, welcher nur etwa 21 Kilometer vom mit 183 Metern tiefsten Punkt am Ufer des Oberen Sees entfernt ist.[5][2] Niederschlage können über den Mississippi River in den Golf von Mexiko, über den Sankt-Lorenz-Seeweg in den Atlantischen Ozean oder über die Hudson Bay in den Arktischen Ozean abfließen.
Der Spitzname des Bundesstaates Land of 10,000 Lakes (deutsch: „Das Land der 10.000 Seen“) ist keine Übertreibung. In Minnesota gibt es 11.842 Seen mit über vier Hektar Fläche.[6] Der Obere See hat mit knapp 3900 km² die größte Wasserfläche und etwa 393 Metern die größte Wassertiefe des Bundesstaates. Minnesota hat 6.564 natürlich Flüsse mit einer Länge von insgesamt etwa 110.000 Kilometern. Der Mississippi beginnt am Lake Itasca und überquert nach knapp 1090 Kilometern flussabwärts die Grenze zu Iowa.[6] In ihn münden bei Fort Snelling der Minnesota River, bei Hastings der St. Croix River, bei Wabasha der Chippewa River und viele weitere kleine Ströme im Südosten. Über den Red River, auf dem einstigen Grund des Agassizsee, fließt das Wasser des Nordwestens des Bundesstaates nach Norden in die kanadische Hudson Bay ein.
Geschützte Gebiete
Minnesota besitzt 66 Staatsparks, 57 Staatswälder mit einer Fläche von etwa 16.000 km² und zahlreiche Naturschutzgebiete. Der erste Staatspark, der Itasca State Park, wurde 1891 gegründet. Auf 22.200 km² Fläche erstrecken sich die beiden Nationalwäldern Chippewa National Forest und Superior National Forest. Im Superior National Forest, an der nordöstlichen Grenze des Bundesstaates liegt die Boundary Waters Canoe Area Wilderness, welche über 4.000 km² und tausend Seen umfasst. Der Voyageurs-Nationalpark ist der einzige Nationalpark des Bundesstaates.[7]
Flora und Fauna
Die Ökozone Minnesotas entspricht weitestgehend der für Nordamerika typischen: Präriegrasländer im Westen und Südwesten des Bundesstaates, Laubwald im Südosten, und die nördlichen borealen Wälder.[8] Die nördlichen Nadelwälder sind ausgedehnte von Pinien und Fichten bewachsene Gebiete mit vereinzelt auftretenden Birken und Pappeln. Große Teile des nördlichen Waldes Minnesotas wurden abgeholzt. Nur noch wenige Flächen wie im Chippewa National Forrest und dem Superior National Forest, welcher 1620 km² ungerodeten Wald beherbergt, sind ursprünglich bewachsen. Durch das Nachwachsen liegt die Bewaldung des Staates wieder bei etwa einem Drittel.[9]
Obwohl durch die Naturzerstörung zahlreiche einheimische Tiere wie Fichtenmarder, Elche, Büffel, Puma, Rentiere und Rotluchse große Teile ihres Lebensraums verloren haben, gedeihen zahlreiche andere einheimische Tierarten. Minnesota hat nach Alaska die zweitgrößte Wolfspopulation der Vereinigten Staaten und verfügt über gesunde Schwarzbär-, Elch- und Weißwedelhirschbestände. Am Mississippi Flyway beheimatet der Bundesstaat ziehende Wasservögel wie Gänse und Enten sowie Wildvögel wie Rauhfußhühner, Fasane und Truthühner. Zudem ist Minnesota die Heimat von Greifvögeln wie dem Weißkopfseeadler, dem Rotschwanzbussard und der Schneeeule. In den Seen gibt es zahlreiche Glasaugenbarsche, Streifenbarsche, Muskellungen und Europäischen Hechte. Die Flüsse im Südosten sind bevölkert von Bachsaiblingen, Bachforellen und Regenforellen.
Klima
Minnesotas Klima entspricht dem Kontinentalklima mit kalten Wintern und heißen Sommern. Die Regionen im Nordosten werden darüber hinaus von dem Seeklima des Oberen Sees beeinflusst. Dies bedeutet, dass die Temperaturen im Winter für die Region zu warm ausfallen, während der See im Sommer kühlend wirkt. Die Größe Minnesotas hat aber auch große Schwankungen innerhalb des Staats zur Folge. Der Norden ist eher polar geprägt mit Temperaturen im Winter von teils unter minus 30 Grad, während die Sommer − vor allem im Süden des Staates - sehr heiß und feucht sein können. Die Jahresmitteltemperatur liegt bei zwei bis acht Grad Celsius.
Abhängig vom Ort reicht der Jahresniederschlag von 482 mm bis zu 889 mm, zu Dürren kommt etwa es alle zehn bis 50 Jahre. Die Vegetationsperiode variiert von 90 Tagen in der Iron Range bis zu 160 Tagen im Südosten Minnesotas nahe des Mississippis.[10]
| Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Duluth | -13 | -9 | -4 | 4 | 11 | 16 | 19 | 18 | 13 | 7 | -2 | -10 |
| International Falls | -16 | -12 | -4 | 4 | 12 | 17 | 19 | 18 | 12 | 6 | -4 | -13 |
| Rochester | -11 | -8 | -1 | 7 | 14 | 19 | 21 | 20 | 15 | 8 | -1 | -8 |
| Twin Cities | -11 | -7 | 0 | 8 | 15 | 20 | 23 | 22 | 16 | 9 | 0 | -7 |
Geschichte
Ureinwohner und Entdeckung
Vor der Besiedlung durch die Europäer war Minnesota von den Anishinabe, den Sioux und anderen Ureinwohnern bevölkert. Die ersten europäischen Siedler waren französische Pelzhändler, welche zu Beginn des 17. Jahrhundert ankamen. Als die Ojibwe-Indianer später weiter westwärts nach Minnesota zogen, kam es zu Spannungen mit den Sioux.[11] Entdecker wie Daniel Greysolon, Sieur du Lhut, Louis Hennepin, Jonathan Carver, Henry Schoolcraft und Joseph Nicollet führten Forschungsreisen durch den Staat durch und kartierten ihn. 1679 errichtete Greysolon nach einer Expedition am Ufer des Oberen Sees ein Fort und beanspruchte das Gebiet des nördlichen Minnesotas fortan für Frankreich.
Als Folge des Franzosen- und Indianerkrieges musste Frankreich 1763 diese Gebiete jedoch an Großbritannien abtreten. Mit dem Frieden von Paris und der Unabhängigkeitserklärung wurde das das Gebiet zwischen den Großen Seen und dem Mississippi Teil des Nordwestterritoriums und war damit erstmals den USA zugehörig. Dennoch blieb die Region bis etwa 1816 stark von dem Einfluss Großbritanniens geprägt. Mit dem Louisiana Purchase erwarben die Vereinigten Staaten auch die südlichen und westlichen Gebiete des heutigen Minnesotas von Frankreich.
Beginn der Eigenstaatlichkeit
Im Jahre 1805 erwarb der Entdecker und Offizier Zebulon Pike Gebiete am Zusammenfluss des Minnesota River und des Mississippi River. Allerdings dauerte es noch einige Jahre bis die ersten Siedler in die Gegend kamen. Als Folge dessen wurde als erste dauerhafte Siedlung von 1819 bis 1825 Fort Snelling errichtet.[12] Zudem bauten Soldaten eine Wassermühle und eine Sägemühle an den Saint Anthony Falls. Als die Industrie später wuchs bildete sich dort die Stadt Minneapolis. In der Zwischenzeit hatten sich viele Menschen in der Nähe des Forts angesiedelt. 1839 zwang die Armee sie flussabwärts zu ziehen und sie ließen sich in der Gegend nieder, wo später Saint Paul entstand.[13] Das Minnesota Territory wurde am 3. März 1849 gegründet. Bis 1858 kamen tausende weiterer Siedler nach Minnesota. Innerhalb von knapp zehn Jahren hatte sich die Bevölkerungszahl von 6.000 auf mehr als 170.000 vervielfacht. Am 11. Mai 1858 wurde aus dem westlichen Teil des Minnesota Territory und dem östlichen Teil des Wisconsin Territory Minnesota als 32. Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika gegeründet.
Verträge, in denen die europäischen Siedler den Ureinwohnern Teile ihrer Gebiete abkauften, drängten die Sioux und Ojibwe langsam von ihrem Land auf kleinere Reservate und vergrößerten die Siedlungs- und Agarflächen der europäischen Siedler. Als sich die Lebensbedingungen für die Sioux verschlechterten wuchsen die Spannungen und führte 1862 zum Sioux-Aufstand. Das Ergebnis des sechs Wochen andauernden Krieges waren die Hinrichtung von 38 Indianern, die größte Massenhinrichtung in der Geschichte der Vereinigten Staaten, in Mankato und die Verbannung der meisten verbleibenden Sioux in das Crow Creek Reservat in Nebraska.[14]
Einen wirtschaftliche Aufschwung erlebte Minnesota nach Ende des Sezessionskrieges um 1870. Die Nachfrage nach dem reichlich vorhandenen Holz machte die Land- und Forstwirtschaft zu den Hauptstützen der frühen Bevölkerung Minnesotas. Mit den Sägemühlen an den Saint Anthony Falls und Holzfällerlagern in St. Croix, Stillwater und Winona wurden große Mengen an Nutzholz erzeugt. Diese Städte waren für den Transport idealerweise an Flüssen gelegen. Später wurden die Saint Anthony Falls genutzt um Energie für Getreidemühlen zu liefern. Innovationen der Müller von Minneapolis führten zur Produktion von patent flour, welches als eines der feinsten Brotmehle seiner Zeit galt. 1900 wurden, angeführt von Pillsbury und der Washburn-Crosby Company (einem Vorläufer der General Mills), 14,1 Prozent des Getreides der Vereinigten Staaten in Minnesota gemahlen.
Der Eisenerzabbau begann mit der Entdeckung großer Vorkommen im Norden des Bundesstaates in den 1880er Jahren. Das Erz wurde mit der Eisenbahn nach Two Harbors und Duluth transportiert, dann auf Schiffe geladen und ostwärts über die Großen Seen transportiert.[14]
Der Staat im 20. Jahrhundert
Die industrielle Entwicklung und die zunehmende arbeitsteilige Fertigung ließen die Bevölkerung zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts langsam aus den ländlichen Gegenden in die Städte abwandern. Dennoch blieb die Landwirtschaft der bedeutendste Wirtschaftsfaktor. Durch die Weltwirtschaftskrise wurde die Wirtschaft hart getroffen, was sich in niedrigeren Preise für Farmer, Entlassungen von Minenarbeitern und Arbeiterunruhen ausdrückte. Hinzu kam, dass das westliche Minnesota und Dakota von 1931 bis 1935 von Dürren getroffen waren und große Ernteausfälle zu beklagen hatten. Erst neue Wirtschaftsförderungs- und Handelsprogramme führten zu einer Kehrtwende in der Wirtschaft. Das Civilian Conservation Corps und andere Programme schufen Arbeit für Indianer in ihren Reservaten. Der Indian Reorganization Act von 1934 ermöglichte den Indianerstämmen die Bildung eigener Stammesregierungen, wodurch sie ein größeres Gewicht im Bundesstaat und mehr Respekt innerhalb der Bevölkerung erhielten.[12]
Nach dem Zweiten Weltkrieg beschleunigte sich die industrielle Entwicklung. Neue Technologien verbesserten die Produktivität der Farmen durch die Automatisierung der Feedlots für Schweine und Rinder, das maschinelle Melken auf Milchhöfen und die Großzucht von Hühnern in großen Hallen. In der Pflanzenaufzucht kamen Hybride von Mais und Getreide zum Einsatz. Auch landwirtschaftliche Maschinen wie Traktoren und Mähdrescher wurden fortan eingesetzt. Norman Borlaug verband mit dieser Entwicklung den Begriff der Grünen Revolution. Gleichzeitig beschleunigte sich die Entwicklung der Vorstädte durch den nach dem Krieg höheren Bedarf an Unterkünften und die Verfügbarkeit privater Fortbewegungsmittel. Die höhere Mobilität ermöglichte zudem spezialisiertere Berufe.[12] Minnesota entwickelte sich in der Folgezeit immer weiter zu einem Zentrum chemischer Industrie, des Maschinenbaus sowie der Raumfahrt- und Nahrungsmittelindustrie.
In den 1980er Jahren rückten die Themen Umwelt und Bildung in den Vordergrund des politischen Handelns. Bildungs- und Verkehrseinrichtungen wurden ausgebaut, zudem fortschrittliche Maßnahmen zum Umweltschutz und zur Steuerung des Landverbrauchs beschlossen.
Städte
Die Hauptstadt von Minnesota ist Saint Paul. Sie liegt im Osten des Staates am Mississippi. Zusammen mit der größten Stadt Minnesotas, Minneapolis bildet St. Paul die Twin Cities, die zusammen mit den umliegenden Gegenden die sechszehntgrößte Metropolregion der Vereinigten Staaten bilden. Rund 60 Prozent der Einwohner Minnesotas leben in dieser Gegend.[15][16] Die restlichen, eher ländlich geprägten Gebiete werden auch als „Greater Minnesota“ oder „Outstate Minnesota“ bezeichnet.
Minnesota hat sechszehn Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern (Stand: 2005), von denen allerdings nur drei (Rochester, Duluth und St. Cloud) außerhalb der Metropolregion der Twin Cities liegen. Das Bevölkerungswachstum beschränkt sich vornehmlich auf die städtischen Gebiete. Während die Sherburne und Scott Countys zwischen 1980 und 2000 ihre Bevölkerung verdoppelten, sank in 40 der 87 Countys von Minnesota in der selben Zeit die Bevölkerung.[17]
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Siehe auch: Liste der Städte in Minnesota
Demografie
Bevölkerung
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Von 6.100 Einwohnern im Jahre 1850 stieg die Bevölkerung von Minnesota auf 1,75 Millionen 1900. Innerhalb der nächsten sechs Dekaden wuchs die Bevölkerung jeweils um 15 Prozent, sodass 1960 die Zahl auf 3,41 Millionen Einwohner angestiegen war. In den folgenden Jahren verlangsamte sich das Bevölkerungswachstum auf Raten von rund 10 Prozent pro Dekade.[19] Am 1. Juli 2006 lebten nach dem U.S. Census Bureau 5.716.101 Personen in Minnesota.[20] Obgleich ethnische Minderheiten einen deutlich kleineren Anteil an der Gesamtbevölkerung ausmachen, ist bei ihnen ein überdurchschnittliches Wachstum auszumachen.[18] 50,5 Prozent der Bevölkerung sind weiblich, 49,5 Prozent männlich.
Abstammung
Über drei Viertel der Bevölkerung Minnesotas stammen von Vorfahren aus Westeuropa ab. Dabei bildet Deutschland mit 37,3 Prozent die größte Gruppe, des weiteren sind 17,0 Prozent norwegischer, 12,2 Prozent irischer und 10 Prozent schwedischer Abstammung.[21] Nach Angaben von 2004 wurden 6,1 Prozent der Bevölkerung außerhalb der Vereinigten Staaten geboren und damit deutlich weniger als nationsweit (12 %).[22] Innerhalb der letzten Jahre hat sich die Zusammensetzung verändert. Prognosen sehen einen deutlich überdurchschnittlichen Anstieg der farbigen und hispanischen Bevölkerungsgruppen von 2000 insgesamt neun auf 22 Prozent im Jahre 2030[23], aber auch von Immigranten aus Asien, dem Mittleren Osten und aus den Gebieten der ehemaligen Sowjetunion vor. Die Bevölkerung setzte sich 2005 folgendermaßen zusammen:[24]
- 86,3 % Weiße Bevölkerung (Europa, Naher Osten, Nordafrika)
- 4,1 % Afroamerikaner
- 3,6 % Spanier oder Latino-Amerikaner
- 3,4 % Asiatische Amerikaner/ Pazifische Insulaner
- 1,1 % Ureinwohner
- 1,5 % Mehrere Gruppen
- 1,8 % Anderer ethnischer Gruppen
Altersstruktur
Die Altersstruktur von Minnesota setzt sich folgendermaßen zusammen:[25]
- bis 18 Jahre: 1.286.894 (26,2 %)
- 18 - 64 Jahre: 3.038.319 (61,7 %)
- ab 65 Jahre: 594.266 (12,1 %)
Das Medianalter beträgt 35,4 Jahre.
Religion
Nach einer Umfrage setzt sich die Bevölkerung Minnesotas aus 25 Prozent Einwohnern mit römisch-katholischen und 24 Prozent mit lutheranischen Glaubens zusammen. Des weiteren folgen kleinere christliche Gruppierungen. Insgesamt haben 77 Prozent der Bevölkerung einen christlichen Glauben, drei Prozent einen jüdischen, muslimischen, buddhistischen oder hinduistischen Glauben und 14 Prozent keinen. Sechs Prozent gaben keine Antwort.[26]
Wirtschaft und Infrastruktur
| Wirtschaftliche Kennzahlen (2005) | |
| Bruttoinlandsprodukt | 234,6 Mrd. USD |
| BIP pro Einwohner | 45.696 USD |
| Pro-Kopf-Einkommen | 37.322 USD |
| Wirtschaftswachstum | 1,9 % |
| Arbeitsmarkt (Januar 2007) | |
| Beschäftigte | 2.838.900 |
| Arbeitslose | 130.900 |
| Arbeitslosenquote | 4,4 % |
Die Wirtschaft von Minnesota hat in den letzten 200 Jahren einen starken Wandel vollzogen. Nachdem zu Beginn der Geschichte des Bundesstaates hauptsächlich die Land- und Forstwirtschaft und der Handel von Gütern das Wirtschaftsgeschehen bestimmten, gewannen im Zuge der Industrialisierung auch immer weiter der sekundäre Sektor an Bedeutung. Vor allem die Region im Nordwesten um Duluth profitierte von den Eisenerzvorkommen. Wie in allen Industrieländern stieg aber auch in Minnesota seit den 1950er Jahren der Anteil des Dienstleistungssektors im Bruttoinlandsprodukt immer weiter. Heute sind über 80 Prozent aller Beschäftigten sind in ihm tätig, wohingegen nur noch weniger als ein Prozent im primären Sektor beschäftigt sind.[27] Innerhalb der Vereinigten Staaten gehört der Bundesstaat aber weiterhin zu den größten Produzenten landwirtschaftlicher Erzeugnisse wie Zuckerrüben, Zuckermais oder Erbsen.[28]
Im Jahre 2005 lag das Bruttoinlandsprodukt von Minnesota bei 234 Milliarden US-Dollar. Das Pro-Kopf-Einkommen betrug 37.322 USD und war damit das neunthöchste in den USA.[29] Der Median des Haushaltseinkommens bei 52.024 USD (Platz 11 in den USA).[30] 36 der 1000 umsatzstärksten Unternehmen der Vereinigten Staaten haben ihren Sitz in Minnesota, dazu gehören Target, UnitedHealth Group, 3M, Medtronic und General Mills. Auch das national größte privat-geführte Unternehmen Cargill hat seinen Sitz in Minnesota.
Energie
Minnesota besitzt mit der Pine Bend Refinery nahe St. Paul die größte Erdölraffinerie der Bundesstaaten, die selbst über keine eigene Förderanlagen verfügen. Diese deckt etwa 70 Prozent des Kraftstoffbedarfs von täglich rund 27,2 Millionen Litern Benzin. Der restliche Bedarf wird über Raffinierien aus anderen Bundesstaaten bezogen. Zudem ist Minnesota an die Lakehead Pipeline und die Minnesota Pipeline angeschlossen. Jährlich steigt der Kraftstoffbedarf um etwa zwei Prozent. Als erster US-Bundesstaat führte Minnesota 2006 die Vorschrift ein, dass zehn Prozent Ethanol (E10) dem Benzin zugemischt werden müssen. 2013 wird dieser Wert auf 20 Prozent steigen.[31]
Zum Heizen wird vor allem Erdgas verwendet. Über zwei Drittel aller privaten Haushalte verwenden dieses zum Heizen. Innerhalb der letzten Jahre hat auch die Windenergie an Bedeutung gewonnen. Die vor allem im Südwesten (Coteau des Prairies) aufgestellten Windkraftanlagen verfügen über eine Leistung von insgesamt bis zu 812 Megawatt.[32] Weitere Anlagen mit einer zusätzlichen Leistung von 82 Megawatt sind in Planung. Bis 2025 soll der Anteil erneuerbarer Energien auf 25 Prozent des gesamten Stromverbrauchs steigen.[33]
Verkehr
Die Zuständigkeit für das Verkehrswesen in Minnesota besitzt das Minnesota Department of Transportation. Hauptknotenpunkt des Automobilverkehrs ist die Metropolregion Minneapolis-St. Paul. Die großen Interstate Highways I-35 und I-94 führen durch das Ballungszentrum, I-90 führt durch den Süden, entlang der Grenze zu Iowa und ist nahe Albert Lea mit dem I-35 verbunden. 2006 wurde ein Gesetz verabschiedet, dass die Steuereinnahmen aus dem privaten Automobilverkehr zu mindestens vierzig Prozent dem öffentlichen Verkehr zugute kommen sollen.[34]
In Minnesota gibt über zwanzig Bahnlinien durch den Bundesstaat, vor allem für den Gütertransport von und zu Minnesota-St. Paul und Duluth, das über den größten Hafen des Bundesstaates verfügt (Twin Harbor Duluth-Superior). Neben dem Schiffverkehr über den Mississippi wird vor allem der Obere See für die Schifffahrt genutzt. Mit dem Empire Builder von Amtrak sind verschiedenen Städte in Minnesota und dem Mittleren Westen im schienengebunden Personenverkehr miteinander verbunden.
Der größte Verkehrsflughafen ist der Minnesota-St. Paul International Airport, an dem Northwest Airlines und Sun Country Airlines ein Fracht- und Passagierdrehkreuz betreiben. Er ist der zehntgrößte Flughafen der Vereinigten Staaten und wickelt jährlich rund 540.000 Flugbewegungen ab. Größere Flughäfen sind der Flughafen in Duluth und Rochester, die als überregionale Flughäfen an die Luftfahrt-Drehkreuze angebunden sind. Regionale Flughäfen gibt es in Bemidji, Brainerd, Hibbing, International Falls, St. Cloud und Thief River Falls.
Der öffentliche Personennahverkehr begrenzt sich auf den Busverkehr in einigen größeren Städten. Lediglich die Twin Cities sind seit 2004 mit der Hiawatha Line ausgestattet, einer Stadtbahnlinie, die zwischen Bloomington und der Innenstadt von Minneapolis verkehrt. Ein überregionaler Busverkehr wird von den privaten Betreibern Greyhound, Jefferson Lines und Coach USA angeboten.
Kultur
Die Twin Cities gelten als kulturelles Zentrum des Upper Midwest. Namhafte Museen wie das Weisman Art Museum, das Walker Art Center oder das Minneapolis Institute of Arts sind dort beheimatet. Mit dem Saint Paul Camber Orchestra und dem Minnesota Orchestra gibt es zudem professionelle und traditionsreiche Musikensembles. Die Twin Cities weisen nach New York City die höchste Pro-Kopf-Dichte an Theatern in den USA auf. In den mehr als 30 Theatern wurden 2006 rund 2,3 Millionen Theaterkarten verkauft. Der Minnesota State Fair zählt jährlich rund 1,7 Millionen Besucher.
Musik
Zahlreiche Musiker aus Minnesota verschiedener Genres gelangten zu nationaler und internationaler Bedeutung: So kommen die Andrews Sisters, der Folk- und Rockmusiker Bob Dylan, die Songwriter Jimmy Jam und Terry Lewis, Popstar Prince und die Bands Motion City Soundtrack, Hüsker Dü oder Atmosphere aus dem Bundesstaat.
Literatur
Die Literatur der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war vor allem von den allgemeinen Lebenssituation und dem ländlich geprägten Leben beeinflusst. Neben Ole Rolvaag erlangte vor allem die Autorin Laura Ingalls Wilder große Bekanntheit. Durch die Darstellung in „Unsere kleine Farm“ machte sie den Ort Walnut Grove zum Inbegriff für eine typische Kleinstadt im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten. Auch in den Romanen der Autoren Sinclair Lewis und Garrison Keillor spielte das Leben im Mittleren Westen eine besondere Bedeutung. Der in St. Paul geborenen F. Scott Fitzgerald gilt als einer der Hauptvertreter der amerikanischen Moderne und wird zur sogenannten „Verlorenen Generation“ („Lost Generation“) gezählt, die sich in den zwanziger Jahren von Amerika abwandten und nach Europa gingen.
Bildung
Eine der ersten Handlungen der Regierung Minnesotas nach Staatsgründung war die Eröffnung der ersten Normalschule in Winona im Jahre 1858. Seit 1885 besteht eine allgemeine Schulpflicht. Der Bundesstaat zählt zu denen mit der besten Bildung innerhalb der Vereinigten Staaten. Bei einer Erhebung von Morgan Quitno zum Smartest State Award kam Minnesota auf Rang 13.[35] Mit 84 Prozent der Einwohner haben die High School abgeschlossen, was national den fünftbesten Wert darstellt.[36]
Zum Bildungswesen gehören auch die zahlreichen öffentlichen und privaten Hochschuleinrichtungen. 32 öffentliche Universitäten und Colleges sind in dem Minnesota State Colleges and Universities System zusammengeschlossen, vier Einrichtungen gehören zur University of Minnesota. Daneben gibt es mehr als 20 private Colleges und Universitäten. Mit einem Bestand von über vier Millionen Büchern zählt die Bibliothek der University of Minnesota zu den größten Universitätsbibliotheken in den USA.
Siehe auch: Liste der Universitäten in Minnesota
Gesundheit
Die Einwohner von Minnesota gehören zu den Gesündesten innerhalb der Vereinigten Staaten.[37] Vor allem in den Bereichen der Kindersterblichkeit und Sterblichkeit vor dem 75. Lebensjahr erreicht der Bundesstaat die national besten Werte. Rund 91 Prozent der Bevölkerung ist krankenversichert.[38] Die Lebenserwartung ist die zweithöchste aller US-Bundesstaaten.[39]
Die medizinische Versorgung ergibt sich aus einem umfassenden Netzwerk an Krankenhäusern und Arztpraxen. Von internationaler Bedeutung ist die University of Minnesota Medical School, die vor allem in der Forschung Erfolge erzielen konnte. Darüber hinaus hat Mayo Clinic in Rochester ihren Sitz. Sie gehört zu den weltweit renommiertesten Klinken und ist darüber hinaus in Zusammenarbeit mit der University of Minnesota in der medizinischen Forschung und Ausbildung tätig.
Politik
Die politische Ordnung von Minnesota beruht auf der Verfassung von 1857. Die Gewalten teilen sich in eine Exekutive, Legislative und Judikative auf. An der Spitze der Exekutive steht der Gouverneur, der für eine Amtszeit von jeweils vier Jahren gewählt wird. Die Legislative wird unterteilt in einen Senat mit mit 67 Senatoren und ein Repräsentantenhaus mit 134 Abgeordneten. Die Amtszeiten für die Senatoren beträgt vier Jahre, für die Abgeordneten des Repräsentantenhaus zwei Jahre. Die Judikative unterteilt sich in drei Ebenen: die untersten stellen die District Courts (Bezirksgerichte) dar. Diesen übergeordnet sind die Courts of Appeals. Höchste bundesstaatliche Instanz ist, der aus sieben Richtern bestehende, Minnesota Supreme Court.
Gouverneur des Staates ist seit 2003 der Republikaner Tim Pawlenty. Bei seiner Wiederwahl 2006 konnte er knapp gegen seinen demokratischen Herausforderer Mike Hatch gewinnen. Lieutenant Governor ist Carol Molnau. In beiden Gremien der Legislative dominiert mit großem Vorsprung die DFL.
Zu den größeren Parteien gehören neben der demokratischen Minnesota Democratic-Farmer-Labor Party und der Republikanischen Partei Minnesotas auch die Independence Party, die auf nationaler Ebene der Reform Party angeschlossen ist. Sie konnte mit Jesse Ventura den Gouverneur von 1998 bis 2003 stellen, hat aktuell aber keine Vertreter im Repräsentantenhaus oder Senat. Viertgrößte Partei ist die Green Party, welche bisher nur auf regionaler Ebene Mandate gewinnen konnte.
| Partei | Repräsentantenhaus | Senat | |
| DFL | 85 | 44 | |
| Republikanische Partei | 49 | 23 | |
| Total | 134 | 67 | |
Minnesota ist bekannt für eine überdurchschnittlich großes Interesse der Bevölkerung an dem politischen Geschehen. Bei der Präsidentschaftswahl 2004 nahmen 77,2 Prozent der Bevölkerung an der Wahl teil, was die höchste Beteiligung aller US-Bundesstaaten darstellt.[40] Seit den Präsidentschaftswahlen 1976 gewannen jeweils die demokratischen Präsidentschaftskandidaten in Minnesota. Zusammen mit dem District of Columbia war dies auch der einzige Bundesstaat, den Amtsinhaber Ronald Reagan bei den Wahlen 1984 nicht gewinnen konnte. Zwischen 1965 und 1969 mit Hubert H. Humphrey und 1977 bis 1981 mit Walter Mondale stammten in der Geschichte der Vereinigten Staaten zweimal Vizepräsidenten aus Minnesota.
Heute gilt Minnesota als Swing State und erfährt somit im Präsidentschaftswahlkampf, zusammen Swing States Wisconsin und Iowa, zumeist besondere Aufmerksamkeit.[41] Beim Electoral College stellt Minnesota zehn Wahlmänner.
Im US-Kongress stellt Minnesota zwei Senatoren und acht Mitglieder im Repräsentantenhaus. Nachdem seit den 1990er Jahren die Verteilung der Abgeordneten im Kongress und Repräsentantenhaus von Demokraten und Republikanern weitergehend ausgeglichen war, konnten bei den Wahlen zum 110. Kongress der Vereinigten Staaten die Demokraten einen zusätzlichen Bezirk gewinnen und stellen fünf der acht Abgeordneten. Senatoren sind die Demokratin Amy Klobuchar und der Republikaner Norm Coleman.
Siehe auch: Liste der US-Senatoren aus Minnesota, Liste der Gouverneure von Minnesota
Medien
Die Region der Twin Cities wird vom Nielsen Media Research als fünfzehntgrößter Medienmarkt der Vereinigten Staaten eingestuft. Daneben zählen noch die Regionen Fargo-Moorhead (118.), Duluth-Superior (137.), Rochester-Mason City-Austin (152.) und Mankato (200.) zu den größten, national gelisteten Medienmärkten.[42]
Die Ausstrahlung des ersten Fernsehprogramms in Minnesota begann am 27. April 1948, als KSTP-TV seinen Sendebetrieb aufnahm. Heute ist die Hubbard Broadcasting Corporation, zu der KSTP gehört, der einzige TV-Konzern mit Sitz in Minnesota.[43]
In den Twin Cities sind auch die beiden größten Tageszeitungen Minnesotas ansässig: der Star Tribune (Auflage: wochentags 361.172, sonntags 596.333)[44] aus Minneapolis und die Saint Paul Pioneer Press (Auflage: wochentags 190.939, sonntags 251.765)[45]. Darüber hinaus sind eine Vielzahl an kleineren Tages- und Wochenzeitungen erhältlich.
Zwei der größten öffentlichen Radiostationen sind das Minnesota Public Radio (MPR) und das Public Radio International (PRI). MPR strahlt auf 37 verschiedenen Sendern aus und erreicht die größte Zahl an Hörern aller öffentlichen, regionalen Radiostationen in den Vereinigten Staaten.[46]
Sport
Leistungssport
Minnesota ist in allen großen US-amerikanischen Sportligen durch professionelle Teams vertreten. Große Beliebtheit erfreut sich hierbei Eishockey. Nachdem 1993 die Minnesota North Stars nach Dallas umgezogen waren, hatte der „State of Hockey“ bis zur Gründung der Minnesota Wild kein Team in der NHL. Seit der Franchise-Neugründung waren sämtliche Spiele der Wild im Xcel Energy Center ausverkauft.
Im Hubert H. Humphrey Metrodom sind die Minnesota Vikings in der National Football League und die Minnesota Twins in der Major League Baseball beheimatet. Die Twins waren auch bisher das einzige Team, welches mit dem Gewinn der World Series 1987 und 1991 große Titel erringen konnte. Die Minnesota Timberwolves spielen im Target Center in Minneapolis in der National Basketball Association. Mit den Minnesota Thunder ist seit 1994 auch eine professionelle Fußballmannschaft in der Major League Soccer vertreten.
Im Frauensport vertreten die Minnesota Lynx den Staat in der Women's National Basketball Association, die Minnesota Vixen treten in der Women's Professional Football League an und die Minnesota Whitecaps in der National Women's Hockey League.
Auch im Hochschulsport sind Teams aus Minnesota vertreten. So sind die Golden Gophers der University of Minnesota in der National Collegiate Athletic Association (NCAA) organisiert und als einziges in der Division I vertreten. Dabei treten sie gegen andere Teams in der Big Ten Conference und der Western Collegiate Hockey Association an. Weitere Universitäten treten in der Division II und III an.
Bei Olympischen Spielen konnten Athleten aus Minnesota in der Vergangenheit Erfolge feiern. Beim Miracle on Ice, dem Gewinn der Olympiagoldmedaille der US-Mannschaft 1980, kamen neben dem Trainer Herb Brooks auch die meisten Spieler der US-amerikanischen Nationalmannschaft aus Minnesota. Der Schwimmer Tom Malchow konnte nach dem Silbermedaillengewinn 1996 vier Jahre später in Sydney die Goldmedaille über 200 Meter Schmetterling gewinnen. Bei den Olympischen Winterspielen 2006 gewann die US-amerikanische Curling-Mannschaft vom Bemidji Curling Club mit Skip Pete Fenson Bronze.
Freizeitsport
Neben dem professionellen Sport ist auch der Freizeitsport in Minnesota beliebt.[47]Neben den Sportarten wie Eishockey, Basketball, Football, Baseball oder Fußball sind auch Freizeitaktivitäten im Freien beliebt.
In den wärmeren Jahreszeichen werden Aktivitäten auf oder im Wasser bevorzugt. Neben Sportarten wie Wasserski oder Kanufahren ist auch Angeln sehr populär. Über 36 Prozent der Einwohner gehen Angeln, das ist nach Alaska der zweithöchste Wert der US-Bundesstaaten.[48] In den Wintermonaten passen sich die Aktivitäten meist an das kalte Klima an. Eisfischen, Eislaufen, Curling oder Schneemobil fahren sind hier beliebt.
Die zahlreichen Wäldern und State Parks werden ganzjährig zum Jagen, Wandern oder Camping genutzt. Neben vielen ausgewiesenen Wanderwege besitzt der Staat auch die meisten Kilometer an Radwegen in den gesamten Vereinigten Staaten.[49]
Quellenangaben
- ↑ Facts and figures
- . a b Greg Breining: Compass American Guides: Minnesota, 3rd Edition, 2005, Compass American Guides ISBN 1-4000-1484-0
- . a b Richard W. Ojakangas, Charles L. Matsch: Minnesota's Geology, 1982, University of Minnesota Press ISBN 0-8166-0953-5
- ↑ Table Showing Minnesota Earthquakes
- ↑ Minnesota Map Collection - State, City, Road, County, River, Lake
- . a b Minnesota DNR: Lakes, rivers & wetlands
- ↑ Minnesota North Star: About MN Forests and Parks
- ↑ Minnesota Department of Natural Resources: Biomes of Minnesota
- ↑ Tim Bewer: Moon Handbooks Minnesota, 2004, Avalon Travel Publishing ISBN 1-56691-482-5
- ↑ National Weather Service Forecast Office: Climate of Minnesota
- ↑ Minnesota Historical Society: TimePieces
- . a b c Rhoda R. Gilman: The Story of Minnesota's Past, 2001, Minnesota Historical Society Press, ISBN 0-87351-267-7
- ↑ Minnesota Historical Society Press: Historic Fort Snelling
- . a b William E. Lass: Minnesota: A History, 1998, W.W. Norton & Company ISBN 0-393-04628-1
- ↑ Population in Metropolitan Statistical Areas Ranked by 2000 Census
- ↑ Minnesota Demographic Center: Population Estimates
- ↑ Environmental Information Report, App. D Socioeconomic Information
- . a b Minnesota QuickFacts from the US Census Bureau
- ↑ Environmental Information Report
- ↑ Annual Population Estimates 2000 to 2006
- ↑ Minnesota - Selected Social Characteristics
- ↑ National Selected Social Characteristics
- ↑ Minnesota Population Projections by Race and Hispanic Origin
- ↑ State Population Estimates by Selected Race Categories: July 1, 2005
- ↑ Minnesota - DP-1. Profile of General Demographic Characteristics
- ↑ American Religious Identification Survey, Exhibit 15
- ↑ U.S. Census Bureau: Minnesota - DP-3. Profile of Selected Economic Characteristics: 2000
- ↑ Minnesota Department of Employment and Economic Development: Wealth of Resources
- ↑ U.S. Bureau of Economic Analysis: Regional Economic Accounts
- ↑ U.S. Census Bureau: United States and States - R2001. Median Household Income
- ↑ Minnesota Votes: 2005 Senate Bill 4 (Ethanol Mandate Increase)
- ↑ The American Wind Energy Association: Wind Energy Projects Throughout the United States of America
- ↑ Governor Pawlenty signes stronges renewable energy requirement in the nation
- ↑ Minnesota Department of Transportation: Transportation amendment update
- ↑ Smartest State Award
- ↑ Education Working Paper 8 - Table 2
- ↑ America’s Health Rankings (Seite 55)
- ↑ The Percentage of People Without Health Insurance Coverage by State Using 2- and 3-year Averages: 2003 to 2005
- ↑ Explore Minnesota Living
- ↑ United States Elections Project
- ↑ 2004 Elections Project
- ↑ 210 Designated Market Areas - 03-04
- ↑ Kstp.com - History
- ↑ Text of Star Tribune press release
- ↑ startribune.com - Pioneer Press circulation rises
- ↑ Minnesota Public Radio - About MPR
- ↑ Health Statistics - Physical exercise by state
- ↑ Managing for Results
- ↑ Take to the Trails! Explore Minnesota Biking
Weblinks
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- Offizielle Website des Staates Minnesota (englisch)
- Offizielle Website für den Tourismus (englisch)
- Minnesota Historical Society (englisch)
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