Das Fotonexus-Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Milseburg

Aus Fotonexus.

Wechseln zu: Navigation, Suche
Milseburg
Höhe 835 m
Lage Landkreis Fulda, Deutschland, Hessen
Gebirge Rhön
Geographische Lage Koordinaten: 50° 32′ 42" N, 9° 53′ 53" O50° 32′ 42" N, 9° 53′ 53" O
Normalweg Wanderung
[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/fotonexus/w/images/c/ca/Wikipedia_lexikon3e.jpg': No such file or directory.
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Milseburg, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.


Der Berg Milseburg ist mit 835,2 m die höchste Erhebungen der zur Rhön gehörenden Kuppenrhön in Osthessen, Landkreis Fulda, Deutschland.

Der markante Basaltfelsen befindet sich etwa 25 km östlich von Fulda in der Nähe des Dörfchens Kleinsassen-Danzwiesen, in der Gemeinde Hofbieber. An der Nahtstelle zur Hohen Rhön gelegen gilt er als der südlichste Berg der Kuppenrhön.

Inhaltsverzeichnis

Sage zur Entstehung des Berges

Der Berg bezog seinen Namen aufgrund einer Sage über den „Riesen Mils“, der hier im Verbund mit dem Teufel sein Unwesen getrieben haben soll. Der Heilige Gangolf soll ihn schließlich bezwungen haben. Danach brachte sich der „Riese Mils“ selbst um. Der Teufel bedeckte den Leichnam schließlich mit Steinen - das ist die heutige Milseburg.

Historisches

Auf dem Fußweg zum Gipfel passiert man die Reste eines keltischen Ringwalls und mehrerer Annexwälle. Einst diente die Milseburg einer ganzen keltischen Siedlung als Wohnplatz (siehe Oppidum Milseburg).

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Berg in einer Urkunde Kaiser Ottos II. am 25. Juli 980. Hierin wurde die Milsiburg als Grenzort zwischen dem Bereich des Klosters Fulda und des zu Hünfeld gehörigen Gebietes erwähnt. Die Bezeichnung als Burg lässt kaum einen anderen Schluss zu, als dass bereits zu dieser Zeit eine Burg auf dem Berg existierte. Allerdings wird erstmals im Jahr 1119 auf eine solche Anlage urkundlich hingewiesen. Diese Burg hat sich auf dem der Milseburg vorgelagerten Bergsporn Liedenküppel befunden, wie spärliche Überreste beweisen. Die Anlage der 'Burg' war mit 21 x 24 m sehr klein. Man vermutet, dass sie spätestens im 13. Jahrhundert verlassen und dann allmählich verfallen ist.

Geologie

Die Milseburg ist die höchste Erhebung der westlichen Kuppenrhön. Sie verdankt ihre Entstehung dem tertiärzeitlichen Vulkanismus im Gebiet der heutigen Rhön. Damals drang Magma als vulkanische Schmelze in den Buntsandstein des anstehenden Triasgesteins ein und erstarrte bei ihrer Abkühlung in der Tiefe. Erosion trug später das umgebende weichere Gestein so tiefreichend ab, dass die Milseburg als herauspräparierter Phonolith heute die umliegende Landschaft um etwa 130 m überragt. Während der letzten Kaltzeiten verwitterte der Phonolith und bildete an den Hängen ausgedehnte Blockhalden.

Die Milseburg heute

Die Milseburg ist einer der bekanntesten Berge in der Region und ein beliebtes Ausflugsziel. Zahlreiche Wanderer besteigen den Berggipfel um die beeindruckende Aussicht zu erleben und die unmittelbar vor dem Gipfel gelegene Ausflugsgaststätte zu besuchen. Auf der Bergspitze befindet sich eine Kreuzigungsgruppe aus dem Jahre 1756, unterhalb des Gipfels eine kleine Wallfahrtskapelle zu Ehren des Heiligen Gangolfs.

Von Fulda und Hilders ist die Milseburg gut mit dem Fahrrad über den Milseburgradweg (ehemalige Bahnstrecke Fulda-Hilders) zu erreichen. Der Milseburgtunnel der ehemaligen Bahntrasse ist im Sommer den Radfahrern zur Durchquerung des Berges zugänglich.

Am 22. Dezember 2005 erwarb die Gemeinde Hofbieber den 26 ha großen, seit 1968 als Naturschutzgebiet ausgewiesenen Kernbereich für 200.000 EUR von Johannes von und zu Guttenberg (Bad Neustadt/Saale). Dadurch ist der freie Zugang weiterhin gesichert, der Kaufpreis wurde durch das Land Hessen und Sponsoren (u. a. der Rhönklub) aufgebracht.

Siehe auch

Literatur

  • Matthias Müller, Hofbieber in grauer Vorzeit, in: Hofbieber 1093 - 2003. Aus der Geschichte eines Dorfes. Hrsg. vom Arbeitskreis 'Chronik' Hofbieber, Nüsttal-Hofaschenbach 2003, S. 29 - 38.
  • Joachim Jenrich: Die Milseburg - Perle der Rhön. Hrsg.: Naturpark Hessische Rhön 2005, Verlag Parzeller Fulda, ISBN 3-7900-0371-9
  • Willy Kiefer: Die Milseburg. 2. Auflage, Verlag Parzeller, Fulda 1999, ISBN 3-7900-0222-4.

Weblinks

[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/fotonexus/w/images/c/ca/Wikipedia_lexikon3e.jpg': No such file or directory.
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Milseburg, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge