Das Fotonexus-Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Mikrofossil
Aus Fotonexus.
Ein Mikrofossil ist ein Fossil mit einer Größe von unter einem Millimeter. Derartige Überreste werden im Rahmen der Mikropaläontologie mit den Methoden der Lichtmikroskopie untersucht, der Vergrößerungsfaktor liegt dabei zumeist zwischen 5 und 100. Die Grenzen zu den kleineren Nannofossilien und den größeren Makrofossilien sind fließend.
Zu den Mikrofossilien zählen - abgesehen von den Großforaminiferen - Protisten (Einzellern mit Zellkern), Tintinniden, Ostrakoden (Ostracoda), Tentakuliten sowie bei entsprechender Größe auch isolierte Reste größerer Lebewesen wie Schwammnadeln und Conodonten, Otolithe (Gehörsteinchen), Fischschuppen, Zähne und andere Reste kleiner Wirbeltiere (Mikrovertebraten).
Bedeutung
Mikrofossilien sind unentbehrlich für die relative Altersbestimmung (Biostratigraphie) von Sedimentgesteinen vom Kambrium (small shelly fossils) bis heute. Zudem sind sie wichtige Indikatoren für die Rekonstruktion der Verteilung von Land und Meer (Paläogeographie), für die Erforschung der Ozeane (Paläoozeanographie), für die Beschreibung fossiler aquatischer Lebensräume (Paläoumwelt) und für die Klimaentwicklung (Paläoklimatologie) der Erde.
Weblinks
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Mikrofossil, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
