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Ferrotypie

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Bild:Ferrotype.jpg
Beispiel für eine Ferrotypie circa 1870

Die Ferrotypie (Tintype, Melanotypie oder Blechfotografie) ist ein fotografisches Direktpositiv-Verfahren, das zwischen 1855 und den 30er Jahren verwendet wurde. Die Ferrotypie wurde 1856 von Hamilton L. Smith erfunden. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde das manuelle Verfahren durch Automaten ersetzt. Einen ersten solchen mechanisch betriebenen Automaten konstruierte Conrad Bernitt in Hamburg im Jahr 1894. Der Bosco-Automat wurde über Jahrzehnte weltweit genutzt und gilt als Vorläufer der heutigen Passbild-Automaten. Die preiswerten Ferrotypien wurden in ein Album eingeklebt oder mit der Post verschickt; sie wurden rasch populär und traten vor allem als Schnellfotografie und als Jahrmarktattraktion in Erscheinung.

Funktionsweise

Die Ferrotypie basiert auf einer knapp belichteten und entwickelten iod- und bromsilberhaltigen Kollodiumschicht, die sich auf einem - meist mit Asphalt abgedunkelten - lackierten Eisenblech befindet. Das Negativ erscheint aufgrund des Dunkelfeldprinzips vor dem dunklen Hintergrund als Positiv. Ferrotypien sind Unikate - sie werden direkt belichtet.

Literatur

  • Edward M. Estabrooke: The Ferrotype and How to Make It. Cincinnati, Ohio: Gatchell & Hyatt 1872

Siehe auch

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