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Marwan I., arabisch: مروان بن الحكم
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, DMG marwān ibn al-ḥakam
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, (* 623; † 7. Mai 685) war der vierte Kalif der Umayyaden (684-685).
Marwan ibn al-Hakam war zunächst Sekretär unter Kalif Uthman ibn Affan und nahm an einem Feldzug gegen Ifriqiya (648) teil. Nach der Ermordung von Uthman unterstützte er zunächst Aischa gegen Ali ibn Abi Talib bevor er unter Muawiya I. zum Statthalter des Hedschas in Medina aufstieg. Als sich nach dem Tod von Kalif Yazid I. 683 die Unruhen der Opposition im Hedschas ausweiteten, musste er nach Syrien flüchten. Nach dem Tod von Muawiya II. (683-684) konnte sich Marwan als Thronfolger innerhalb der Umayyaden durchsetzen und die jungen Söhne Yazid I. von der Macht verdrängen. Damit kam die umayyadische Seitenlinie der Marwaniden an die Herrschaft.
Mit der Klärung der Erbfolge konnte sich Marwan I. der Bekämpfung des "Gegen"Kalifen Abdallah ibn az-Zubair (684-691) widmen. In der Schlacht bei Mardsch Rahit (Juli 684) wurden die Anhänger Abdallahs bei Damaskus schwer geschlagen. Damit konnte nicht nur Syrien behauptet, sondern auch die Kontrolle über Ägypten zurück gewonnen werden. Ein Angriff der Umayyaden auf Medina scheiterte aber. Allerdings starb Marwan I. schon am 7. Mai 685 an der Pest und musste die Beendigung des Kampfes seinem Sohn und Nachfolger Abd al-Malik (685-705) überlassen.
Literatur
- Ulrich Haarmann: Geschichte der Arabischen Welt. C.H. Beck München, 2001
- Heinz Halm (Hrsg.) (begründ. von Ulrich Haarmann): Geschichte der Arabischen Welt. 2004. ISBN 3-406-47486-1
- Gernot Rotter: Die Umayyaden und der zweite Bürgerkrieg. Wiesbaden 1982
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