Das Fotonexus-Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Martin Held

Aus Fotonexus.

Wechseln zu: Navigation, Suche

Martin Held (* 11. November 1908 in Berlin; † 31. Januar 1992 ebenda) war ein bekannter deutscher Theater- und Filmschauspieler.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Der gebürtige Berliner debütierte nach einer Feinmechanikerlehre und anschließender Schauspielausbildung in Ostpreußen, ging dann nach Darmstadt und Frankfurt am Main. Hier machte er 1947 bei der deutschen Erstaufführung von Carl Zuckmayers Des Teufels General als General Harras auf sich aufmerksam. Schließlich holte ihn Boleslaw Barlog 1951 an die Staatlichen Schauspielbühnen nach Berlin, wo er bis zu seinem Tode Mitglied des Ensembles war. Dort übernahm er Rollen des Charakterfachs und spielte mit vielen großen Bühnenschauspielern und -regisseuren seiner Zeit zusammen: Fritz Kortner, Bernhard Minetti, Karl Raddatz, Wilhelm Borchert, Horst Bollmann und anderen. Als unvergessen gilt Samuel Becketts Inszenierung der deutschprachigen Erstaufführung seines Stückes (Das letzte Band) mit Held in der Hauptrolle.

Seine zur Ironie neigende Darstellungsweise, seine äußerst wandlungsfähige Mimik sowie seine unverwechselbare Stimme kamen auch bei Film und Fernsehen zur Geltung. In Canaris, Rosen für den Staatsanwalt und Die Herren mit der weißen Weste spielte er seine erfolgreichsten Filmrollen.

Held war in erster Ehe mit der Schauspielerin Lilo Dietrich verheiratet; der gemeinsame Sohn Thomas nahm sich 1961 das Leben. 1967 heiratete er die Schauspielerin Lore Hartling, mit der er die Söhne Albert und Maximilian hatte.

Filmografie

  • 1951: Schwarze Augen
  • 1952: Heimweh nach Dir
  • 1954: Canaris (Regie: Alfred Weidenmann; Filmband in Gold als bester Nebendarsteller für die Rolle des Heydrich)
  • 1955: Der Biberpelz (TV)
  • 1955: Die Schule der Väter (TV)
  • 1955: Alibi (TV)
  • 1956: Vor Sonnenuntergang (Regie: Gottfried Reinhardt, mit Hans Albers, Annemarie Düringer)
  • 1956: Der Hauptmann von Köpenick (Regie: Helmut Käutner)
  • 1956: Friederike von Barring
  • 1956: Spion für Deutschland
  • 1957: Ein besserer Herr (TV)
  • 1957: Banktresor 713
  • 1957: Der Fuchs von Paris
  • 1958: Nasser Asphalt (Regie: Frank Wisbar)
  • 1958: Ein Glas Wasser (TV)
  • 1959: Meine Tochter Patricia
  • 1959: Rosen für den Staatsanwalt (Regie: Wolfgang Staudte)
  • 1959: Bumerang (Regie: Alfred Weidenmann)
  • 1960: Der letzte Zeuge
  • 1961: Die Ehe des Herrn Mississippi
  • 1961: Frau Cheneys Ende
  • 1961: Der Traum von Lieschen Müller / Happy-End im siebten Himmel
  • 1962: Der Walzer der Toreros (TV)
  • 1962: 90 Minuten nach Mitternacht
  • 1962: Das schwarz-weiß-rote Himmelbett
  • 1963: Liebe will gelernt sein
  • 1963: Ein fast anständiges Mädchen
  • 1963: Endspurt (TV)
  • 1963: Das große Liebesspiel
  • 1964: Die Festung / Verdammt zur Sünde
  • 1965: Michael Kramer (TV)
  • 1965: Die Hose (TV)
  • 1966: Spätsommer (TV)
  • 1966: Lange Beine – lange Finger
  • 1966: Gespenster (TV)
  • 1967: Die Mission (TV)
  • 1967: Das älteste Gewerbe der Welt
  • 1967: Die Abenteuer des braven Kommandanten Küppers / Fast ein Held
  • 1969: Der Sturm (TV)
  • 1969: Dr. med. Fabian – Lachen ist die beste Medizin
  • 1969: Spion unter der Haube (TV-Zweiteiler)
  • 1969: Das letzte Band (TV)
  • 1969: Rumpelstilz (TV)
  • 1970: Die Herren mit der weißen Weste (Regie: Wolfgang Staudte)
  • 1971: Yvonne, Prinzessin von Burgund (TV)
  • 1972: Die Tote im Park (TV-Serie Der Kommissar)
  • 1972: Flint (TV)
  • 1972: Hauptsache Ferien
  • 1972: Frohe Ostern (TV)
  • 1972: Die Schlange
  • 1973: Eines langen Tages Reise in die Nacht (TV)
  • 1974: Strychnin und saure Drops (TV)
  • 1975: Der Nobelpreisträger (TV-Serie Unter einem Dach)
  • 1976: Unordnung und frühes Leid (Regie: Franz Seitz)
  • 1977: Heinrich Zille: Bilder aus seinem Leben (TV)
  • 1978: Niemandsland (TV)
  • 1978: Unsere kleine Welt (TV)
  • 1978: Der große Karpfen Ferdinand (TV)
  • 1979: Der Pfingstausflug (Regie: Michael Günther)
  • 1981: Der Gärtner (TV-Serie Der Alte)
  • 1982: Der Raub der Sabinerinnen (TV)
  • 1983: Einmal Moskau und zurück (TV)
  • 1986: Was zu beweisen war (TV)
  • 1987: Mordfall Goos (TV-Serie Derrick)

Synchronisation

Als Synchronsprecher lieh er u.a. Pedro Armendáriz (Diane – Kurtisane von Frankreich), E.G. Marshall (Die Caine war ihr Schicksal), Edmund O'Brien (Sexualprotz wider Willen) und Roland Young (Das letzte Wochenende) seine Stimme.

Zitate

  • Fanatiker sind Leute, die mit einem nicht vorhandenen Kopf durch eine vorhandene Wand rennen wollen.
  • Geiz ist das einzige Laster, das sich in den Augen der Nachkommen in eine Tugend verwandelt.
  • Nichts ist schlimmer als junge Besserwisser und alte Schlechtermacher.
  • Das Gute an den Sackgassen: Sie zwingen zur Umkehr.

Auszeichnungen

  • 1955: Filmband in Gold (Bester Nebendarsteller) für Canaris
  • 1956: Preis der deutschen Filmkritik für Der Hauptmann von Köpenick
  • 1958: Kunstpreis der Stadt Berlin
  • 1958: Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
  • 1963: Ernennung zum Berliner Staatsschauspieler
  • 1967: Ernst-Lubitsch-Preis für Lange Beine – lange Finger
  • 1969: Goldene Kamera für Rumpelstilz
  • 1978: Ernst-Reuter-Plakette der Stadt Berlin
  • 1978: Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
  • 1979: Goldener Vorhang des Berliner Theaterclubs e. V.
  • 1980: Filmband in Gold für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film
  • 1981: Großes Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
  • 1984: Goldener Vorhang
  • 1984: Silbernes Blatt der Dramatiker-Union
  • 1985: Goldener Vorhang
  • 1986: Ernennung zum Professor „honoris causa“ durch den Berliner Senat
  • 1988: Großes Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Weblinks


[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/fotonexus/w/images/c/ca/Wikipedia_lexikon3e.jpg': No such file or directory.
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Martin_Held, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge