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Markkleeberg

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Wappen Deutschlandkarte
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Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk: Leipzig
Landkreis: Leipziger Land
Koordinaten: Koordinaten: 51° 17′ N, 12° 23′ O51° 17′ N, 12° 23′ O
Höhe: 132 m ü. NN
Fläche: 31,36 km²
Einwohner: 23.885 (29. Juni 2006)
Bevölkerungsdichte: 762 Einwohner je km²
Postleitzahl: 04416
Vorwahlen: 0341 (Markkleeberg) 034297 (Ortsteil Wachau) 034299 (Ortsteil Gaschwitz)
Kfz-Kennzeichen: L
Gemeindeschlüssel: 14 3 79 450
Stadtgliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 1
04416 Markkleeberg
Webpräsenz:
Bürgermeister: Dr. Bernd Klose (SPD)
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Markkleeberg ist eine Große Kreisstadt im Landkreis Leipziger Land in Sachsen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Markkleeberg liegt am südlichen Rand von Leipzig im Landkreis Leipziger Land am Fluss Pleiße.

Nachbargemeinden

Angrenzende Gemeinden sind neben der Stadt Leipzig auch die Städte Böhlen und Zwenkau sowie Großpösna.

Ortsteile

Markkleeberg besteht aus folgenden Ortsteilen:

  • Gaschwitz
  • Gautzsch
  • Großstädteln
  • Markkleeberg-Ost
  • Oetzsch
  • Raschwitz
  • Wachau
  • Wachau-Auenhain
  • Zöbigker

Geschichte

Die Stadt Markkleeberg wurde im Jahr 1934 als Zusammenschluss der Orte Oetzsch-Markkleeberg und Gautzsch gegründet. Da den Nationalsozialisten der Name der bei weitem größeren Gemeinde Gautzsch wegen seiner slawischen Herkunft nicht geeignet schien und sich auch der künstliche Vorschlag Auenwalde nicht durchsetzen konnte, wählte man als Namen der neuen Stadt den der kleinsten Ursprungsgemeinde, Markkleeberg. Sofort wurden alle slawischen Namen der Ortsteile ausgetilgt, so wurde aus Gautzsch Markkleeberg-West, aus Oetzsch-Raschwitz Markkleeberg-Mitte und – als logische, aber unsinnige Konsequenz – aus dem eigentlich ohnehin deutschen Namen Markkleeberg Markkleeberg-Ost.

Später wurden die Ortschaften Großstädteln, Zöbigker, Prödel (mit Cospuden), Gaschwitz und Wachau eingemeindet, diese durften ihre Namen aber behalten. Die vom Sächsischen Landtag bereits beschlossene Eingemeindung Markkleebergs nach Leipzig zum 1. Januar 1999 wurde durch Klage beim Sächsischen Verfassungsgericht im Jahr 1999 abgewendet.

Am 16. Oktober 1813 war der Bereich Wachau ein Hauptschauplatz der Völkerschlacht, der verlustreichsten Schlacht der Befreiungskriege gegen Napoleon in Deutschland. Während des Zweiten Weltkrieges war Markkleeberg alliierten Bomberangriffen ausgesetzt und wurde am 18. April 1945 von amerikanischen und nach deren Abzug am 24. Juni 1945 von sowjetischen Truppen besetzt.

In der DDR war Markkleeberg vor allem durch die Landwirtschaftsausstellungagra“ bekannt.

Die südlich von Markkleeberg gelegenen Braunkohlentagebaue Espenhain und Cospuden stellten zwischen 1990 und 1994 ihre Förderung ein und werden seither saniert und renaturiert. Dabei wurden erneute archäologische Ausgrabungen auf dem bekannten paläolithischenFundplatz Markkleeberg“ möglich. Mittlerweile entstehen in der Bergbaufolgelandschaft große Seen und ausgedehnte Waldgebiete mit hohem Freizeitwert.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):

  • 1946 – 20.517 1
  • 1950 – 20.130 2
  • 1960 – 20.545
  • 1981 – 20.622
  • 1984 – 19.811
  • 1995 – 20.415
  • 1997 – 22.264
  • 1998 – 22.728
  • 1999 – 23.051
  • 2000 – 23.157
  • 2001 – 23.087
  • 2002 – 23.139
  • 2003 – 23.306
  • 2004 – 23.639
  • 2005 - 23.806
  • 2006 - 23.885
Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen

1 29. Oktober</br> 2 31. August

Politik

Stadtrat

  • SPD: 9 Mitglieder (hinzu kommt der Oberbürgermeister, der Vorsitzender des Stadtrates ist)
  • CDU: 8 Mitglieder
  • PDS: 6 Mitglieder
  • FDP: 2 Mitglieder
  • Grüne: 1 Mitglied

Ortspartnerschaften

Markkleeberg ist die Partnerstadt von Pierre-Bénite (Frankreich), Zărneşti (Rumänien), Neusäß (bei Augsburg) und Hemmingen (bei Hannover).

Eingemeindung

Bei der letzten sächsischen Gemeindegebietsreform 1999 sollte die Stadt Markkleeberg nach Leipzig eingemeindet werden. Die Stadt klagte jedoch erfolgreich dagegen und blieb bis auf Weiteres eigenständig. Die Eingemeindung wird jedoch weiterhin angestrebt, gleichwohl gelten die nächsten 20 Jahre als „sicher“. Die Zwangseingemeindung, die im Übrigen die Bürger von Markkleeberg strikt ablehnen, könnte sich als schwierig erweisen, da die Stadt inzwischen den Status einer „Großen Kreisstadt“ besitzt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Erlebnis/Tourismus

Die Stadt hat mittlerweile zwei wichtige touristische Ziele. Damit gemeint sind die Seen Markkleeberger See und Cospudener See. Dadurch ist Markkleeberg der wichtigste Teil des Rad- und Wanderwegs „Grüner Ring Leipzig“. Am Markkleeberger See ist außerdem eine Rafting-Anlage zu finden. Unweit von Markkleeberg liegt der größte ostdeutsche Freizeitpark Belantis. Im Stadtgebiet ist Markkleeberg von mehreren Park- und Gartenanlagen geprägt. Nach Jahrzehnten der Verwahrlosung ist der Kees'sche Park im Stadtteil Gautzsch derzeit in Rekonstruktion. Einen angenehmeren Anblick bildet der ehemalige Herfurth'sche Park in Oetzsch, der in Anlehnung an die Landwirtschaftsaustellungen in seinem Westteil Agra-Park genannt wird. Im „Weißen Haus“ (der ehemaligen Villa Herfurth) ist heute das Standesamt der Stadt untergebracht; es ist auch Ort musikalischer Darbietungen.

Bild:100 1707.JPG
„Weißes Haus“ im Agra-Park

Sport

Auch im Sport hat sich Markkleeberg mittlerweile einen Namen gemacht. Vier Sportvereine repräsentieren die Stadt auch überregional:

  • Kickers 94 Markkleeberg, ein reiner Fußballverein, spielt in der höchsten Spielklasse des SFV.
  • TSG Markkleeberg (Tischtennis, Basketball, Volleyball, Judo)
  • TSV 1886 Markkleeberg (Handball, Badminton, Basketball, Volleyball, Fußball in gemeinsamer Arbeit mit Roter Stern Leipzig)
  • TV 1871 Markkleeberg (Turnen, Reha, Aerobic)
  • Der SSB trägt hier die Landesmeisterschaften in Druckluftwaffen aus.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Stadt liegt an der B 2 und ist an die Straßenbahn-, S-Bahn- und Busnetze der Stadt Leipzig und des Umlandes angebunden.

Über die Anschlussstelle Leipzig-Süd ist Markkleeberg seit 2006 von der A 38 aus zu erreichen.

Bildung

Es gibt vier Grundschulen, eine Mittelschule, ein Gymnasium mit angeschlossenem Internat (die Rudolf-Hildebrand-Schule) und einen Fachbereich der Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK, FH).

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