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Mari (Stadt)
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Mari (heute Tel Hariri, Syrien) war einer der wichtigsten sumerischen Stadtstaaten Mesopotamiens.
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Geschichte
Die Ursprünge liegen in frühdynastischer Zeit (ca. 2350 v. Chr.). Nach der Überlieferung der Keilschrifttexte errang Mari als 7. Stadt die Herrschaft nach der großen Flut. Sargon von Akkad setzte dieser Herrschaft ein Ende, bis es zur Zeit der Amoriter 1776 v. Chr. zur Herrschaft des berühmten Königs Zimri-Lim kam. Zimri-Lim führte zahlreiche Kriege. Über sein Leben liegt reiches Material in Form vielfältiger Korrespondenzen und eines Epos (unbearbeitet) vor. Dieser Herrschaft machte Hammurapi ein Ende und zerstört 1759 v. Chr. die Stadt.
Archäologie
25.000 Tontafeln in akkadischer Sprache sind seit 1933 ausgegraben worden. Daneben kamen sog. Beterfiguren und Statuen aus Gips, Bronze und Lapislazuli ans Tageslicht. Mari ist Fundort des Schatzes von Ur; 4.500 Jahre alte Figuren aus Gold, Lapislazuli, Bronze und Elfenbein kamen zum Vorschein. Außerdem entdeckte man den riesigen Palast von Mari. In den Keilschrifttexten befinden sich königliche Erlasse, Rechnungen, Anweisungen für den Bau von Kanälen, Dämmen, Schleusen, und anderen Einrichtungen der Bewässerung, sowie um Wirtschafts- und Diplomatenkorrespondenz. Interessanterweise kamen in den Texten Namen vor, wie Peleg, Serug, Nahor, Terach und Haran, die aus der Bibel gut bekannt sind als Verwandte Abrahams und den Namen von nordmesopothamischen Städten entsprechen (1.Moses 11,17-32). Wie überhaupt etliche Einzelheiten deutliche Parallelen zu den biblischen Berichten aufweisen.
Kult
Zu den archäologischen Befunden gehört auch der Tempel der Ishtar, die, wie in Babylon, eine große Rolle in Mythologie und Kult gespielt haben dürfte. Große Bedeutung hatte auch die Prophetie, die mit Hilfe von Leberschau, Astrologie und anderen Methoden der Wahrsagekunst betrieben wurde.
Wirtschaft
Mari verdankte seinen Reichtum vor allem den Zöllen aus dem Verkehr zwischen dem Persischen Golf und dem Mittelmeer.
Man handelte neben Zinn und Kupfer mit Harzprodukten, Hölzern, Olivenöl und Wein.
Liste der Könige von Mari
- Iblul-il
- Itur-Schamagan
- Lamgi-Mari
- Ischtup-ilum
- Idi-ilum
- Tura-Dagan
- Puzur-Ischtar
- Milaga
- Yaggid-Lim
- Yahdun-Lim (ca. 1815 - 1799 v. Chr.)
- Sumu-addu (ca. 1798 - 1797 v. Chr.)
- Yasmah-Adad (ca. 1796 - 1776 v. Chr.), Sohn von Schamschi-Adad I.
- Zimri-Lim (ca. 1775 - 1759 v. Chr.)
siehe auch Listen sumerischer Könige (dort unter "Mesopotamien")
Literatur
- Hildegard Winkler: Untersuchungen zur Struktur und Baugeschichte des Palastes in Mari. Diss., Frankfurt (Main) 1974.
- André Parrot: Mari. Archäolog. Grabungs-Expedition von Mari. Reich, München 1953.
- Abraham Malamat: Mari and the Bible. Brill, Leiden-Boston-Köln 1998. ISBN 90-04-10863-7
- Allan Millard: Schätze aus biblischer Zeit. Brunnen, Giessen 1994. ISBN 3-7655-5762-5
- Helmut Uhlig: Die Sumerer. Ein Volk am Anfang der Geschichte. Lübbe, Bergisch Gladbach 1996. ISBN 3-404-64117-5
- Encyclopaedia Judaica, VVB Laufersweiler Verlag 2004, ISBN 3896872362
Weblinks
- Welt und Umwelt der Bibel - Linksammlung Mari
- Allgemeine Informationen zu Mari
- Tontafeln von Mari (Ausführl. Text)
- Brief der Addu-duri an Zimrilim (Beispiel für einen Tontafel-Text aus Mari)
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