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Mainlinie
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Die Mainlinie, auch Speyerer Linie, bezeichnet die Isoglosse Appel–Apfel innerhalb des westgermanischen Dialektkontinuums. Sie gilt üblicherweise als südliche Grenzlinie des mitteldeutschen Sprachgebiets, das durch die Benrather Linie im Norden eingeschlossen wird. Die Dialekte südlich der Mainlinie (Oberdeutsch) haben zwar die 2. deutsche Lautverschiebung mit dem Wandel von Appel zu Apfel in stärkerem Maße durchgeführt als die Dialekte nördlich, aber auch nicht vollständig. Eine vollständige Durchführung hat nur am südlichen Rand des deutschen Sprachgebiets im Hochalemannischen und im Tirolerischen stattgefunden.
Ungefährer Verlauf der Mainlinie: Weißenburg - Wörth am Rhein - Speyer - Sinsheim - Wertheim - Lohr am Main - Gersfeld (Rhön) - Schmalkalden - Zella-Mehlis - Plauen (Vogtland) - Schwarzenberg/Erzgeb. (siehe auch: Rennsteig)
Ungefährer Verlauf der Benrather Linie (Nordgrenze des Mitteldeutschen): Aachen - Düsseldorf-Benrath - Olpe - Frankenberg (Eder) - Kassel - Nordhausen - Aschersleben - Dessau - Jüterbog - Frankfurt (Oder) (teilweise wird Berlin noch zum Mitteldeutschen gezählt)
Als Mainlinie wird auch die Abgrenzung der Einflusssphären der beiden deutschen Großmächte Österreich und Preußen innerhalb des Deutschen Bundes im 19. Jahrhundert bezeichnet. Der Sitz des Deutschen Bundes Frankfurt am Main lag auf dieser Linie. Später wurde die Mainlinie Südgrenze des Norddeutschen Bundes. Noch heute wird sie häufig als die Nordgrenze Süddeutschlands angesehen, insbesondere in Bayern (Weißwurstäquator).
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