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Magnesiumhydroxid
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| Strukturformel | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Keine Strukturformel vorhanden | |||||
| Allgemeines | |||||
| Name | Magnesiumhydroxid | ||||
| Andere Namen | Brucit, E528 | ||||
| Summenformel | Mg(OH)2 | ||||
| CAS-Nummer | 1309-42-8 | ||||
| Kurzbeschreibung | weißes Pulver | ||||
| Eigenschaften | |||||
| Molmasse | 58,34 g/mol | ||||
| Aggregatzustand | fest | ||||
| Dichte | 2,38 g/cm³ | ||||
| Schmelzpunkt | >350 °C Zersetzung | ||||
| Siedepunkt | ? | ||||
| Dampfdruck | ? | ||||
| Löslichkeit |
nicht in Wasser und Alkohol, gut in Ammoniumsalzlösungen | ||||
| Sicherheitshinweise | |||||
| Gefahrstoffkennzeichnung | |||||
| |||||
| R- und S-Sätze | R: Vorlage:R-Sätze | ||||
| S: Vorlage:S-Sätze | |||||
| weitere Sicherheitshinweise | |||||
| MAK | nicht festgelegt | ||||
| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | |||||
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Magnesiumhydroxid, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
Magnesiumhydroxid Mg(OH)2 bildet ein amorphes weißes Pulver. In der Natur kommt es vereinzelt als hexagonaler Brucit vor. Das Kristallgitter besteht aus einer hexagonal-dichtesten Kugelpackung von Hydroxid-Ionen. Jede zweite Oktaeder-Lückenschicht ist mit Mg2+-Ionen besetzt.
Eigenschaften
In Wasser und alkalischen Lösungen ist Magnesiumhydroxid schwerlöslich. In sauren Lösungen (z.B. Salzsäure, Salpetersäure) ist es gut löslich. Auch in Ammoniumsalzlösungen ist Magnesiumhydroxid gut löslich, da die Hydroxid-Ionen durch die Ammoniumionen abgefangen werden:
NH4+ + OH- → NH3 + H2O.
Magnesiumhydroxid bildet mit Säuren basische und neutrale Salze.
Bei Temperaturen oberhalb 350 °C tritt langsam Zersetzung zum Magnesiumoxid ein. Bei 600 °C liegt das Gleichgewicht praktisch auf der Seite des Oxides.
Mg(OH)2 → MgO + H2O
Herstellung
Die Herstellung von Magnesiumhydroxid kann erfolgen durch
- Ausfällen mit Kalkmilch aus Restlaugen der Kaligewinnung, anschließend Filtration und Trocknung bei etwa 100 °C:
MgCl2 + Ca(OH)2 → Mg(OH)2 + CaCl2
- Ausfällen aus aus Meerwasser mit gebranntem Dolomit, anschließend Filtration und Trocknung bei etwa 100 °C:
MgCl2 + CaO*MgO + 2 H2O → 2 Mg(OH)2 + CaCl2
- Bei besonders hohen Reinheitsanforderungen an das Produkt lässt man elementares Magnesium auf Wasser einwirken:
Mg + 2 H2O → Mg(OH)2 + H2
Verwendung
Magnesiumhydroxid wird als Heizölzusatz (zum Abbinden von Schwefeldioxid), als Flockungsmittel in der Abwasseraufbereitung, als Flammschutzmittel in thermoplastischen Kunststoffen (Polyolefinen, PVC) und Elastomeren sowie als Zusatzstoff in Reinigungsmittel verwendet. In der Medizin kommt als Antazidum und mildes Abführmittel zum Einsatz.
Der größte Teil des für industrielle Zwecke hergestellten Magnesiumhydroxids wird durch Calcinieren (Brennen) bei 500–600 °C zum Magnesiumoxid weiterverarbeitet.
Es wird Lebensmitteln als Säureregulator oder Trennmittel zugesetzt. Es ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff der Bezeichnung E 528 zugelassen.
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