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MAN

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel beschreibt das deutsche Unternehmen MAN. Für weitere Bedeutungen, siehe die Begriffsklärungsseite Man.
Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG
Bild:MAN 001.jpg
Unternehmensform Aktiengesellschaft
Gründung 1758
Unternehmenssitz München
Unternehmensleitung Håkan Samuelsson (Vorstandsvorsitzender)
Ekkehard Schulz (Aufsichtsratsvorsitzender)
Mitarbeiter 53.715 (2006)
Umsatz 13.049 Mio. Euro (2006)
Branche Maschinenbau
Produkte Nutzfahrzeuge
Motoren
Webadresse www.man.de

Die MAN AG (Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG) ist eines der größten Fahrzeug- und Maschinenbauunternehmen in Europa mit Sitz in München. Sie beschäftigt weltweit etwa 50.000 Mitarbeiter (Mitarbeiter Inland ca. 30.000, Ausland ca. 20.000) bei einem jährlichen Umsatz von 13 Mrd. Euro (2006), davon 75 % im Ausland. Die Unternehmensbereiche der MAN sind Nutzfahrzeuge, Dieselmotoren, Turbomaschinen und Industriedienstleistungen. Die MAN AG ist Mitglied im Deutschen Aktienindex DAX der 30 führenden deutschen Aktiengesellschaften.

Inhaltsverzeichnis

Besitzverhältnisse (Stammaktien)

29,9 % Volkswagen AG
70,1 % Streubesitz

Produkte

Bild:MBD PK06 Schiff.jpg
Ein Schiff mit einem MAN-Dieselmotor

Geschichte

Die Wurzeln von MAN reichen bis 1758 zurück und die Historie gleicht einer Pionierleistung. In Oberhausen wurde im Ruhrgebiet die Eisenhütte „St. Antony“ das erste schwerindustrielle Stahlunternehmen und 1782 folgte dann die Eisen-Hütte „Gute Hoffnung“.

1873 wurde der „Gutehoffnungshütte Actienverein für Bergbau und Hüttenbetrieb“ (GHH) in Sterkrade gegründete und übernahm die Mehrheit 1921 an M.A.N.

Die MAN AG existiert in ihrer heutigen Form als Holdinggesellschaft, wobei im Jahr 1986 die M.A.N. mit der Gutehoffnungshütte Aktienverein AG verschmolzen wurde.

1898 fusionierten die Maschinenbau-AG Nürnberg (1841 gegründet) und die Maschinenfabrik Augsburg AG (1840 gegründet) zur Vereinigten Maschinenfabrik Augsburg und Maschinenbaugesellschaft Nürnberg A.G., Augsburg. 1908 erfolgte die Umbenennung in die Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG, Augsburg (M.A.N.).

Rudolf Diesel baute 1897 bei der damaligen Maschinenfabrik Augsburg den ersten funktionstüchtigen und nach ihm benannten Dieselmotor.

Schon während des Zweiten Weltkriegs wurden von MAN Traktoren („MAN Ackerdiesel“) hergestellt. Bereits kurz nach dem Krieg baute MAN einen der ersten Allrad-Traktoren, den AS 325. Im Jahr 1963 wurde die Produktion der heute relativ begehrten Traktoren eingestellt. Heute sind MAN-Traktoren zu einem beliebten Sammlergut geworden.

Seit 1986 war MAN Hersteller von Schienenfahrzeugen unter dem Namen MAN Gutehoffnungshütte Schienenverkehrstechnik AG. Produziert wurden beispielsweise Schienenbusse für die Deutsche Bundesbahn und Privatbahnen sowie U-Bahn- und Straßenbahnwagen zum Beispiel für die Münchner Verkehrsgesellschaft und die Bremer Straßenbahn AG. Im Jahr 1990 verkaufte MAN seine Schienenfahrzeugsparte an die AEG.

Anfang 2000 erwarb MAN den britischen LKW-Produzent ERF, der eine Tochter des kanadischen LKW-Herstellers Western Star war.

Im Jahr 2001 wurde der Stuttgarter Omnibushersteller Gottlob Auwärter GmbH & Co. KG übernommen, der Omnibusse unter dem Markennamen Neoplan herstellte. Er firmierte seither als Neoplan Bus GmbH und wurde mit der Omnibussparte von MAN zur Firmengruppe NEOMAN vereinigt.

Im Juni 2005 verkaufte die MAN AG ihre Augsburger Raumfahrttochter MAN Technologie, die seitdem den Namen MT Aerospace AG trägt. Dieser Schritt diente der Erreichung des der AG selbst auferlegten Ziels der Fokussierung auf die fünf Kernbereiche Nutzfahrzeuge, Industriedienstleistungen, Drucksysteme, Dieselmotoren und Turbomaschinen.

Im September 2006 legte MAN ein Angebot zur Übernahme des schwedischen Konkurrenten Scania vor und hatte rund 10,3 Mrd. € geboten. Zwar hat die EU-Kommission die Übernahme am 19. Dezember gebilligt. MAN zog das Angebot aber am 23. Januar 2007 freiwillig zurück, nachdem die Scania-Großaktionäre VW und die einflussreiche Wallenberg-Familie das MAN-Angebot abgelehnt hatten. Ob es jetzt noch zu einem Zusammenschluss von MAN und Scania kommt, ist fraglich.

MAN Gruppe

"Vertragskonzern" aus:

zu dieser gehören auch seit 1971 Gräf & Stift, seit 1991 die Steyr Daimler Puch Nutzfahrzeuge AG, seit 2000 der britische LKW-Hersteller ERF und seit 2001 NEOPLAN.
  • MAN Diesel SE (bis 01. September 2006 MAN B&W Diesel AG), mit Sitz in Augsburg
Der Umsatz von MAN Diesel betrug 2005 über 1,6 Milliarden Euro bei rund 6.700 Beschäftigten. Zum MAN Diesel-Konzern gehört u.a. die in Kopenhagen ansässige MAN Diesel A/S (vorher MAN B&W Diesel A/S), die Entwicklung und Vertrieb von Zweitakt-Großdieselmotoren hauptsächlich für Schiffsantriebe abdeckt (Bohrung bis 108 cm), während das Augsburger Stammhaus für Viertakt-Dieselmotoren ab einer Bohrung von 16 cm zuständig ist. (Der frühere Namensteil B & W leitete sich von den vorigen Inhabernamen "Burmeister und Wain" in Kopenhagen ab).

Weitere Gesellschaften der MAN Diesel Group sind MAN Diesel Ltd, Stockport, Großbritannien; S.E.M.T. Pielstick, Villepinte, Frankreich; MAN Diesel (Singapore) Pte. Ltd., Singapur; MAN Diesel Australia Pty. Ltd., Sydney, Australien; MAN Diesel Canada Ltd, Oakville, Kanada; MAN Diesel Inc., New York, USA; Rostock Diesel Service GmbH; PBS Turbo, Velká Bíteš, Tschechische Republik.

  • MAN TURBO AG
  • MAN Ferrostaal AG
  • MAN Financial Services GmbH
  • MAN IT Services GmbH
  • RENK AG mit Hauptsitz in Augsburg
ist eine börsennotierte 76 %-Tochter der MAN AG und weltweit tätiger Hersteller in den Bereichen Fahrzeuggetriebe (Kettenfahrzeuge), Industriegetriebe, Schiffsgetriebe, Kupplungen, Gleitlager und Prüfsysteme. Renk hat Fertigungswerke in Augsburg (Fahrzeuggetriebe, Industrie- und Schiffsgetriebe, Prüfsysteme), Rheine (Industrie- und Schiffsgetriebe, Kupplungen) und Hannover (Gleitlager, Kupplungen) sowie weitere Niederlassungen in USA, Brasilien, Türkei, VAE und Rumänien sowie Lizenznehmer in Taiwan und Südkorea.
Bei Gleitlagern (sogenannte E-Lager für Elektromaschinen) sowie bei den Spezialfahrzeuggetrieben (u. a. für den deutschen Kampfpanzer Leopard 2, Panzerhaubitze 2000 etc.) ist Renk Weltmarktführer.
Bei Schiffs- und Industriegetrieben nimmt Renk ebenfalls führende Positionen ein.
Die Gesellschaft beschäftigt derzeit etwa 1.500 Mitarbeiter und hat einen Jahresumsatz von etwa 270 Mio. Euro.

MAN AG Aktien

Das vorgesehene Rückkaufvolumen von 7.160.000 Vorzugsaktien entspricht 16,3 % des Vorzugs- und 4,6 % des gesamten Aktienkapitals. Nach dem Rückkauf befinden sich 110.280.000 Stammaktien und 36.760.000 Vorzugsaktien in Umlauf. Das Verhältnis der Stamm- zu Vorzugsaktien in Umlauf beträgt dann 3 zu 1. Das Vorzugskapital wird somit 25 % des in Umlauf befindlichen Gesamtkapitals repräsentieren.

Siehe auch


Weblinks

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