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Münchner Kindl
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Die offizielle Wappenfigur von München ist ein Mönch mit goldgeränderter schwarzer Kutte und roten Schuhen, in der Linken ein rotes Eidbuch haltend, die Rechte zum Schwur erhoben. Der Mönch weist auf ein auf dem Stadtgebiet bestehendes Kloster von Mönchen hin, auf die laut einer Theorie der Name München zurückgeht (in Wahrheit bezieht er sich auf die "Siedlung bei den Munichen" aus denen München als Brückenzollposten hervorging, an der Handelsstraße zwischen Augsburg und Bad Reichenhall).
Häufig wird aber die Wappenfigur von München als Münchner Kindl bezeichnet und dargestellt. Seit dem 16. Jahrhundert wurde das Stadtwappen von verschiedenen Künstlern (inoffiziell) verändert und anders dargestellt. Dabei wurde der Mönch immer mehr verkindlicht und letztendlich wurde in den 1920er Jahren aus einem Jungen ein Mädchen, das Münchner Kindl.
Zum „Leben erweckt“ wurde das Münchner Kindl erstmals vom Maler Kaspar Braun. Er ließ das Münchner Kindl (dargestellt als einen Jungen) in seiner Zeichnung aus dem Jahr 1847 aus dem Wappen steigen.
Man findet das Münchner Kindl z. B. auf Straßenbahnwagen, Kanaldeckeln, Postkarten, Bierkrügen, Bierflaschen oder Plakaten. Anstelle des Eidbuchs hält das Münchner Kindl auf vielen Darstellungen heute einen Bierkrug und/oder einen Rettich in der Hand.
Das Münchner Kindl in Person
Das Münchner Kindl wird vom „Festring München e. V.“ berufen (vor 2001 hieß der Verein „Verkehrsverein Festring München e. V.“). Der „Festring München“ organisiert den Einzug der Wiesnwirte sowie den Trachtenzug des Münchner Oktoberfestes. Normalerweise ist es zwischen 20 und 29 Jahre alt und stammt oft aus den Reihen der Münchner (Wiesn)Wirte, Schaustellern und Brauereien. Das Münchner Kindl wird auch als die „Botschafterin“ von München bezeichnet, weshalb Fremdsprachenkenntnisse, gute Umgangsformen, sowie großes Hintergrundwissen über München und Bayern wichtig sind.
Seit 1972 führt das Münchner Kindl den Einzug der Wiesnwirte des Münchner Oktoberfestes an und steht neben dem Oberbürgermeister von München, wenn er das Oktoberfest mit einem „O'zapft is!“ eröffnet.
Am ersten Sonntag des Münchner Oktoberfestes findet ein großer Trachten- und Schützenumzug statt. Diesen Trachtenzug führt das Münchner Kindl auf einem Pferd sitzend, in einer gelb-schwarzen Franziskanerkutte bekleidet und einen Maßkrug haltend an.
Neben diesen traditionellen Aufgaben wird das Münchner Kindl zu verschiedenen Anlässen eingeladen, um die Stadt München als Botschafterin zu repräsentieren.
- Die Münchner Kindl
| Jahr | Name |
|---|---|
| 1972 – 1978 | Christl Mory |
| 19?? – 198? | Hannelore Fischer |
| 198? – 1983 | Helene Münchhalfen |
| 1984 – 1986 | Stephanie Spendler (Hagn) |
| 1987 – 1994 | Manuela Weitner |
| 1995 – 1998 | Silja Stark-Steinberg |
| 1999 – 2000 | Stephanie Redl |
| 2001 – 2002 | Daniela Heide |
| 2003 – 2004 | Julia Krätz |
| 2005 | Nadine Schröder |
| 2006 | Stephanie Krätz |
Alle anderen Münchner Kindl
Jeder, der in München geboren und aufgewachsen ist, wird als Münchner Kindl bezeichnet.
Auch eine bayerische Spezialität der Firma Riemerschmid wird als Münchner Kindl bezeichnet, hiervon gibt es drei Sorten:
- Oberbayerischer Gebirgsenzian
- Bärwurz
- Erster Altbayerischer Kartoffelschnaps
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