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Lupenobjektiv

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Als Lupenobjektiv bezeichnet man ein Objektiv, das für Abbildungsmaßstäbe von ca. 1:1 bis 20:1 optimiert ist. Für kleinere Abbildungsmaßstäbe verwendet man üblicherweise Makroobjektive, für noch größere Maßstäbe setzt man Mikroskope ein.

Die meisten Lupenobjektive verfügen über ein RMS-Gewinde (W0.8" x 36tpi (1/36"), also den üblichen Anschluss für Mikroskop-Objektive. Über einen entsprechenden Mikroskop-Adapter kann man sie an handelsübliche Objektiv-Bajonette anschließen. Sie besitzen mit wenigen Ausnahmen keine eigene Möglichkeit zur Fokussierung, sodass man den erforderlichen Auszug über ein Balgengerät herstellen muss. Eine Irisblende ist in der Regel vorhanden. Lupenobjektive sollte man allerdings nicht stark abblenden, da dies bei hohen Abbildungsmaßstäben mit einem Verlust an Auflösungsvermögen aufgrund von Beugung verbunden ist.

Heute werden nur noch relativ wenige Lupenobjektive angeboten, die meisten Konstruktionen stammen aus den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts. Bekannte Baureihen waren beispielsweise die Luminare von Carl Zeiss oder die Photare von Leica.


Besondere Typen von Lupenobjektiven


Canon baut mit dem MP-E 2,8/65 mm ein 65 mm-Lupenobjektiv, das eine Einstellschnecke eingebaut hat. Es kann direkt an das Kamerabajonett angeschlossen werden und ist für Abbildungsmaßstäbe von 1:1 bis 5:1 geeignet.

Carl Zeiss hat in den 1960er und 1970er Jahren mit dem Tessovar ein Zoom-Lupenobjektiv gebaut.

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