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Lippfische

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Lippfische
Bild:Casheepshead 300.jpg
Semicossyphus pulcher
Systematik
Unterklasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
Überordnung: Stachelflosser (Acanthopterygii)
Ordnung: Barschartige (Perciformes)
Unterordnung: Lippfischartige (Labroidei)
Familie: Lippfische
Wissenschaftlicher Name
Labridae
Cuvier, 1816

Die Lippfische (Labridae), bilden eine Familie in der Ordnung der Barschartigen, die mehr als 65 Gattungen und über 500 Arten umfasst.

Inhaltsverzeichnis

Verbreitung

Lippfische leben ausschließlich im Salzwasser und haben eine zirkumtropische Verbreitung, finden sich also weltweit in tropischen und gemäßigten Gewässern.

Erscheinungsbild

Lippfische werden zwischen 5 Zentimeter und als größte Art der Napoleon-Lippfisch (Cheilinus undulatus) 2,3 Meter lang. Kleinere Arten sind meist schlank mit zigarrenförmigen, strömungsgünstigem Körper, größere Arten hochrückig. Viele Arten sind farbenprächtig, oft sind die Geschlechter unterschiedlich gefärbt (Sexualdimorphismus). Lippfische schwimmen mit den Brustflossen und benutzen die Schwanzflosse nur zur Steuerung. Oft haben sie dicke Lippen und sichtbare Eckzähne.

Bild:Crenilabrus tinca(01).jpg
Pfauenlippfisch Crenilabrus tinca

Ernährung

Alle Lippfische ernähren sich räuberisch, wobei die Nahrung sehr unterschiedlich sein kann. Strömungsjäger (Gattungen: Cirrilabrus, Parcheilinus) jagen im Freiwasser nach Plankton, Putzerfische (Gattung: Labroides) fressen Hautparasiten von größeren Fischen. Andere kleine Arten (Gattung: Pseudocheilinus) jagen kleine Tiere auf dem Meeresgrund oder in Spalten zwischen Felsen und Korallen. Diese Tiere haben doppelte Pupillen mit denen sie mit einem Auge wahrscheinlich dreidimensional sehen können. Größere Lippfischarten durchsieben den Sand nach fressbarem (Gattungen: Anampses, Stethojulis) oder knacken mit ihren kräftigen Zähnen hartschalige Wirbellose wie Krebse, Seeigel, Muscheln.

Verhalten

Die kleinen und mittelgroßen Lippfischarten sind lebhafte Schwimmer, die immer in Bewegung sind. Die großen sind eher ruhig und behäbig. Alle sind tagaktiv und ziehen sich nachts in Felshöhlen zurück oder graben sich in den Boden ein.

Fortpflanzung

Tropische Lippfische sind protogyne Folgezwitter. Weibchen können sich in Männchen umwandeln. Das sind dann Supermännchen. Daneben gibt es Primärmännchen die von Geburt an das männliche Geschlecht haben. Die Supermännchen sind territorial und besitzen einen Harem. Alle tropischen Lippfische laichen in Schwärmen oder paarweise pelagisch im freien Wasser. Die Eier und die Larven treiben mit dem Plankton. Lippfische aus dem Mittelmeer und gemäßigten Meeren legen die Eier wie Stichlinge in Nester, in Gruben im Boden oder auf Seegras. Das Gelege wird dann vom Männchen bis zum Schlupf der Larven bewacht.

Systematik

Die Systematik der Lippfische ist noch unsicher und umstritten. Es wurden eine Reihe von Unterfamilien oder Triben aufgestellt.

Der Meißelzahn-Lippfisch (Pseudodax moluccanus) hat so abweichende Zähne, das für ihn eine eigenen Unterfamilie, Pseudodacinae aufgestellt wurde. Auch der Zigarrenlippfisch (Cheilio inermis) wird von einigen Autoren in eine eigene Unterfamilie, Cheilionae gestellt. Neuerdings werden auch die Papageifische (Scarinae) und die in den gemäßigten Meeren Südaustraliens und Neuseelands lebenden Röhrenkiefer-Lippfische (Odacidae) als Unterfamilien zu den Lippfischen gerechnet.

Literatur

  • Helmut Debelius, Rudie H. Kuiter: Lippfische. Ulmer Verlag, Stuttgart 2002
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, ISBN 3-8001-3973-1.
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  • Lippfische. In: Koralle. Meerwasseraquaristik-Fachmagazin. Nr. 10, August/September 2001
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, ISSN 1439-779X

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Weblinks

<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Commons: Lippfische – Bilder, Videos und/oder Audiodateien
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