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Landschaftsökologie

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Die Landschaftsökologie ist eine integrative Betrachtungsweise der Physiogeographie und untersucht innerhalb eines gegebenen Ausschnittes der Landschaft das räumliche, zeitliche sowie funktionale Wirkungsgefüge zwischen den dort lebenden Organismen und ihrer Umwelt. Laut Definition des Geographen Carl Troll (1970) vertritt sie das Studium des gesamten, in einem bestimmten Landschaftsausschnitt herrschenden komplexen Wirkungsgefüges zwischen den Lebensgemeinschaften und ihren Umweltbedingungen. Dieses äußert sich räumlich in einem bestimmten Verbreitungsmuster (landscape mosaic, landscape pattern) und in einer naturräumlichen Gliederung verschiedener Größenordnung. Während die Geoökologie dabei vorwiegend abiotische und die Ökologie biotische Faktoren betrachtet, beschäftigt sich die Landschaftsökologie mit dem Wirkungsgefüge abiotischer und biotischer Teile der Natur und deren Umwelt.

Diese ursprünglich vom Geographen Carl Troll begründete Wissenschaftsdisziplin bildet damit eine Schnittstelle der Wissenschaften Geographie und Biologie (siehe auch Biogeographie) sowie der angewandten Fachgebiete Naturschutz und Landschaftsplanung.

Studium

An den Universitäten in Greifswald (Diplom), Oldenburg (Master of Science) und Münster (Bachelor of Science) kann man Landschaftsökologie studieren. Man studiert Fächer aus vielen unterschiedlichen Fachbereichen, z.B.: Geomorphologie, Bodenkunde, Klimatologie, Hydrologie, Geologie, Biologie und Geoinformatik. Auch grundlegende Kurse in Physik, Chemie und Mathematik sind Pflichtveranstaltungen.

Literatur

  • H. Ellenberg: Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen in ökologischer, dynamischer und historischer Sicht. Ulmer, Stuttgart 1996, ISBN 3825281043
  • H. Leser: Landschaftsökologie. UTB-Taschenbuch, Ulmer-Verlag, Stuttgart 1997
  • C. Troll: Landschaftsökologie (Geoecology) und Biogeocoenologie. Eine Terminologische Studie. 1970, S. 9-17
  • U.Steinhardt, O.Blumenstein, H.Barsch: Lehrbuch der Landschaftsökologie. Elsevier GmbH, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2005

Weblinks

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