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Lübeck Hauptbahnhof
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Der Lübecker Hauptbahnhof ist der wichtigste Personenbahnhof der Hansestadt Lübeck in Schleswig-Holstein. Die vierschiffige Bahnsteighalle ist 130 m lang, 85 m breit und überspannt zehn Gleise. Mit rund 31.000 Reisenden und Besuchern pro Tag ist Lübeck Hauptbahnhof der größte Bahnhof Schleswig-Holsteins.
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Geschichte
Der Bahnhof wurde 1908 nach Entwurf von Professor Fritz Klingholz von der Lübeck-Büchener Eisenbahn (LBE) erbaut, die damals den größten Teil der Eisenbahnverbindungen rund um Lübeck einschließlich der Schnellzugverbindungen betrieb.
Er ersetzte den 1851 errichteten Bahnhof in der Nähe des Holstentores und wurde mit einer Halle sowie einer Bahnsteigüberführung ausgestattet.
Seine größte Bedeutung erlangte er als wichtiger Haltebahnhof der Vogelfluglinie von Hamburg nach Skandinavien seit den 1960er Jahren. Die EuroCity-Züge der Danske Statsbaner auf der Vogelfluglinie (Zweistundentakt) haben zwischen Hamburg und Kopenhagen in Deutschland nur in Lübeck, Oldenburg in Holstein und Puttgarden weitere Halte. Nach Eröffnung der kombinierten Auto-/Eisenbahnbrücke Storebæltforbindelsen über den Großen Belt in Dänemark Ende der 1990er Jahre ließ die Bedeutung des Bahnhofes im internationalen Verkehr etwas nach. Der Vorteil, den Weg – mit dem Auto oder dem Zug – von Hamburg nach Kopenhagen über Lübeck zu wählen, liegt in der weitaus kürzeren Strecke mit damit verbundener Zeit- und Treibstoffersparnis.
Betrieb
Ein Teil der Fernverkehrsreisenden des Lübecker Hauptbahnhofs benutzt den Anschluss- bzw. weiterführenden Zug nach Travemünde-Skandinavienkai zu den Fähren nach Schweden oder Finnland.
Der größte Teil des Reisezugverkehrs entfällt auf Pendlerzüge auf der Strecke Hamburg Hauptbahnhof-Lübeck, betrieben von der DB Regio. Die roten Regionalexpress- und Regionalbahnzüge der Deutschen Bahn stellen den weitaus größten Teil des täglichen Verkehrsaufkommens neben nur einer weiteren IC-Verbindung (Puttgarden–Lübeck–Hamburg–Düsseldorf–Köln–Frankfurt/Main) dar.
Der Lübecker Hauptbahnhof blieb bis zum Anfang der 2000er Jahre in seiner ursprünglichen architektonischen Form weitgehend erhalten, bis im Rahmen von Elektrifizierungsarbeiten – der Lübecker Hauptbahnhof ist bis heute einer der wenigen Großstadtbahnhöfe in Deutschland ohne Elektrifizierung (Start der Elektrifizierung 2006) – und Renovierungsmaßnahmen die denkmalgeschützte alte Halle demontiert wurde und momentan unter Verwendung renovierter Originalteile und neuer Elemente wiedererrichtet wird. Die weitgehend dem ursprünglichen Erscheinungsbild entsprechende Halle soll bis 2008 fertiggestellt sein. Die Elektrifizierung der Strecke Hamburg–Lübeck ist Grundvoraussetzung für einen reibungslosen, umweltfreundlichen Güterverkehr auf dem Isthmus zwischen dem Hamburger Hafen und dem Lübecker Skandinavienkai. Die Elektrifizierungsarbeiten auf der Strecke Hamburg–Lübeck wurden 2006 begonnen.
Internationale Verbindungen bestehen heute mit EuroCities über die Vogelfluglinie nach Kopenhagen und mit Regionalzügen nach Stettin in Polen über Bad Kleinen, Neubrandenburg und Pasewalk.
Zulaufende Strecken
Von Süden:
- aus Bad Segeberg; eröffnet 1916 durch die Lübeck-Segeberger Eisenbahn (LSE), stillgelegt 1964.
- aus Hamburg – Bad Oldesloe – Reinfeld; eröffnet 1865 durch die Lübeck-Büchener Eisenbahn (LBE), heute Kursbuchstrecken (KBS) 104 und 140.
- aus (Lüneburg –) Büchen; eröffnet 1851 durch die LBE, heute KBS 145 (Bahnstrecke Lübeck-Lüneburg).
- aus Bad Kleinen; eröffnet 1870 durch die Großherzoglich Mecklenburgische Friedrich-Franz-Eisenbahn (MFFE), heute KBS 150.
Von Norden:
- aus Lübeck-Travemünde; eröffnet 1882 durch die LBE, heute KBS 140 (Travemünder Bahn).
- aus (Puttgarden –) Neustadt (Holstein); eröffnet 1925 durch die Deutsche Reichsbahn (DRG), heute KBS 141.
- aus (Kiel –) Eutin – Bad Schwartau, eröffnet 1873 durch die Eutin-Lübecker Eisenbahn-Gesellschaft (ELE), heute KBS 140 (Bahnstrecke Kiel–Lübeck).
ÖPNV
Direkt gegenüber vom Bahnhof, von einer untertunnelten Häuserzeile versteckt, liegt der Lübecker ZOB mit Verbindungen des Stadtverkehrs Lübeck und der Autokraft.
Weblinks
Koordinaten: 53° 52' 2" N, 10° 40' 9" O
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