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Krieewelsch
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Krieewelsch ist der Begriff für die Krefelder Mundart und bedeutet Krefelderisch. Krieewelsch wird eingeordnet als ostlimburgischer Dialekt des Limburgisch-Bergischen, einer niederrheinischen (Niederrheinisch) Regionalsprache. Krieewelsch ist somit sprachwissenschaftlich gesehen als südniederfränkischer Dialekt der niederfränkischen Mundart einzuordnen. Eine präzise Einordnung ist nicht möglich, da sich die Stadt Krefeld im Grenzgebiet von gleich mehreren Dialekten und Mundarten befindet. Auch die Uerdinger Linie (Ik-Ech-Linie) verläuft direkt am nordöstlichen Krefelder Stadtrand zwischen dem Stadtteil Uerdingen und der Stadt Duisburg.
Ein weiterer nicht unerheblicher Einfluss stammt aus der Zeit der französischen Besetzung Krefelds in welcher einige Vokabeln aus dem Französischen als Lehnwörter in das Krieewelsch übernommen wurden.
In den alten Krefelder Stadtteilen Fischeln, Oppum oder Hüls gibt es zum Teil erhebliche sprachliche Unterschiede, hauptsächlich in der Betonung, der Aussprache, aber auch in unterschiedlichen Bedeutungen. Besonders der am Anfang des 20. Jahrhunderts zu Krefeld eingemeindete Stadtteil Uerdingen pflegt bis heute sein „Ödingsch“. Wenn die Uerdinger heute singen: „Öding blivvt Öding!“ („Uerdingen bleibt Uerdingen!“), antworten die Krefelder: „Et soll öch wahl nix angersch üewer bliewe.“ („Es soll euch ja auch nichts anderes übrig bleiben.“). Im Gegenzug antwortet ein Uerdinger auf die Frage nach seiner Herkunft gerne und nicht auf Ödingsch mit „Ich komme aus dem Osten.“, was dann häufig zur Verwechslung mit den neuen Bundesländern führt.
Wenn die Nachbarn von der Schääle Sie in Düsseldorf von sich sagen: „Es geht nichts über Düsseldorfer Senf.“, dann sagen die Seidenstädter: „Schmücke dein Heim mit Samt und Seide! Lott dat de Düsseldorfers ens möt denne ir Mostert make!“ („...lass das die Düsseldorfer mal mit ihrem Senf machen!“). Wenn die Berliner aus der Hauptstadt sagen: „Uns kann keener!“, dann sagen die Krefelder: „Os könne se ens allemooele!“ („Und uns können sie allemal!“).
Das fränkisch-österreichische "Kren" oder "Kree" kommt vermutlich zusammen mit dem Meerrettich aus Südosteuropa. Altslawisch bedeutet "krenas" soviel wie "Weinen" - und damit erklärt sich schon der "Kren", denn frisch geriebener Meerrettich führt unweigerlich zum Weinen. Der Krefelder sagt dazu auf Krieewelsch „grienen“.
Auf Russisch heißt der Kren fast genauso ausgesprochen Хрен, (CHren), auf griechisch Χρένο (CHreno) und auf Ukrainisch Хрін звичайний (Chrin zvichainji).
Literatur
- Willi Hermes: „Krieewelsch van A bes Z“ - (Verlag Joh. van Acken, Krefeld, 1978) - ISBN 3-923140-03-7
- Heinz Webers: „Wörterbuch Krieewelsch-Deutsch,Deutsch-Krieewelsch“ - (SeidenweberBücherei Krefeld im Verlag tax & more, Würzburg, 2000) - ISBN 3-9807395-1-1
- Heinz Webers: „Krieewelsch Quiz“ - (SeidenweberBücherei Krefeld im Verlag tax & more, Würzburg, 2004) - ISBN 3-9807395-4-6
- Heinz Webers: „Noch miehr Schüenen Duorieen- Stöckskes op oser Platt“ - (SeidenweberBücherei Krefeld im Verlag tax & more, Würzburg, 2005) - ISBN 3-9807395-5-9 (mit formal falscher ISBN ausgeliefert und katalogisiert, Suche über KVK möglich)
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