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Konzerthaus Berlin
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Das Konzerthaus Berlin hieß ehemals Schauspielhaus und wurde von Karl Friedrich Schinkel in der Zeit zwischen 1818 bis 1821 errichtet. Der rechteckige Bau liegt quer zum Gendarmenmarkt (zwischenzeitlich Platz der Akademie) im Zentrum von Berlin.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Das Gebäude entstand unter Einbeziehung seines Vorgänger-Baus, dem National-Theater von Carl Gotthard Langhans, welches am 1. Januar 1802 eröffnet wurde und 1817 bis auf die Außenmauern abbrannte. Das heutige Gebäude wurde am 18. Juni 1821 mit der Uraufführung des „Der Freischütz“ eröffnet und gilt als eines der wichtigsten Bauwerke Schinkels. Die Ausgestaltung im Inneren sowie auch des Außenbaus mit den zahlreichen Plastiken von Komponisten stammen von Christian Friedrich Tieck und zum Teil von Balthasar Jacob Rathgeber. Der Außenbau ist reich geschmückt mit Skulpturen, die sich auf das Theater beziehen: Im Giebel des Portikus Niobe mit ihren sterbenden Kindern, darüber am Bühnenaufbau Eros zwischen Psyche-Gestalten und am First Apoll mit Greifengespann in Bronze. Am Tympanonrelief der Südfassade holt Orpheus Eurydike aus der Unterwelt. An der Nordfassade ist der Triumphzug des Bacchus und der Ariadne dargestellt, beide übrigens aus Stuck. Die ursprünglich verputzten Fassaden wurden 1883/84 nachträglich mit Sandstein verkleidet. Im Innern erfuhr das Schauspielhaus 1904/1905 einen größeren Umbau durch Felix Genzmer. Im Zweiten Weltkrieg brannte es bis auf die Außenmauern aus und wurde von der DDR erst von 1979 bis 1984 zur 750-Jahr-Feier Berlins wieder rekonstruierend aufgebaut. Erste Restaurierungsarbeiten an den Außenreliefs erfolgten bereits von 1996-99.
Von 1984 bis 1989 bestand ein Kuratorium zur Beratung der Intendanz in künstlerischen Fragen. Sein Präsident war Kammersänger Prof. Peter Schreier, Mitglied unter anderem auch der Dirigent Prof. Kurt Sanderling. In diesem Zeitraum spielten hier alle großen Orchester der Welt, es konzertierten namhafte Dirigenten und Solisten. Die Aufführungszahl pro Jahr und in drei Spielstätten (Großer Saal, Kammermusiksaal und Musikclub) belief sich auf etwa 600 Veranstaltungen. Hinzu kamen Programme im Weber- und Beethovensaal sowie auf der Freitreppe bzw. auf dem Gendarmenmarkt.
Heute werden mindestens vier Spielstätten mit etwa 550 Veranstaltungen pro Jahr bespielt: Großer Saal, Kleiner Saal, Werner-Otto-Saal und Musikclub. Das Konzerthausorchester Berlin (bis 2006 unter dem Namen Berliner Sinfonie-Orchester) ist seit 1994 Hausorchester des Konzerthauses.
Intendanten des Konzerthauses
- Dr. Hans Lessing (1984–1989)
- Prof. Dr. Frank Schneider (seit 1990)
Uraufführungen
Folgende Werke wurden hier uraufgeführt (Auszug):
- 1799 - Die Piccolomini von Friedrich Schiller (im Vorgängerbau Nationaltheater)
- 1799 - Wallensteins Tod von Friedrich Schiller
- 1802 - Die Kreuzfahrer von August von Kotzebue
- 1816 - die Oper Undine von E. T. A. Hoffmann
- 18. Juni 1821 - die Oper Der Freischütz von Carl Maria von Weber zur Einweihung des neuen Hauses
- 25. April 1876 - Penthesilea von Heinrich von Kleist
- 15. November 1941 - Iphigenie in Delphi von Gerhart Hauptmann
Sonstiges:
- 25. Dezember 1989 - Leonard Bernstein dirigiert Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie
Siehe auch
Weblinks
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Koordinaten: 52° 30' 49" N, 13° 23' 32" O
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