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Knorpelfische

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Knorpelfische
Bild:Grosser weisser Hai.jpg
Großer weißer Hai (Carcharodon carcharias)
Systematik

Überstamm: Neumünder (Deuterostomia)
Stamm: Chordatiere (Chordata)
Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Überklasse: Kiefermäuler (Gnathostomata)
Reihe: Chondrichthiomorphi
Klasse: Knorpelfische
Wissenschaftlicher Name
Chondrichthyes
Unterklassen

Die Knorpelfische (Chondrichthyes) sind eine Klasse der Kiefermäuler (Gnathostomata). Ihre bekanntesten Vertreter sind Haie (Selachii) und Rochen (Batoidea).

Bei den Knorpelfischen besteht das Skelett aus Knorpel, der jedoch durch Einlagerung von prismatischem Kalk hohe Festigkeit erlangen kann. Die Haut der Seekatzen ist nackt, die der Plattenkiemer ist von winzigen, zahnartigen Placoidschuppen bedeckt. Knorpelfische haben keine Schwimmblase. Das geringe Gewicht des Knorpelskeletts, eine große ölhaltige Leber und bei vielen pelagischen Arten große, tragflächenartige Brustflossen helfen beim Auftrieb.

Kontroversen in der Systematik

Die gängige Lehrmeinung sieht die Knorpelfische als eine Schwestergruppe der Knochenkiefermäuler (Osteognathostomata) innerhalb der Kiefermäuler. Diese Hypothese wurde in letzter Zeit wiederholt durch vergleichende genetische Untersuchungen in Frage gestellt, nach denen die Knorpelfische innerhalb der Osteognathostomata entstanden sind und entweder mit den Strahlenflossern oder den Fleischflossern in einem Schwestergruppenverhältnis stehen.

Das hat jedoch gravierende Folgen im Hinblick auf die etablierte Bewertung vieler äußerer Merkmale. So müsste der unmittelbare gemeinsame Vorfahre der drei Taxa beispielsweise über ein Lungen-Schwimmblasenorgan und knöcherne Kiemendeckel verfügt haben, die folglich bei den Knorpelfischen wieder reduziert wurden.

Aus evolutionärer Sicht kann man viele Merkmale der Knorpelfische als Anpassung an die Lebensweise und den Lebensraum in der Tiefsee interpretieren: so wäre die Reduktion des Knochenskelettes zur Verringerung des spezifischen Gewichtes, die Entwicklung spezialisierter elektrischer Sinnesorgane aus Lichtmangel erfolgt. Die innere Befruchtung und die relative geringe Anzahl an Nachkommen sind neben anderen morphologischen und physiologischen Merkmalen weitere Indizien, dass diese Merkmale im Sinne einer additiven Typogenese entstanden sind. Demnach hätten die rezenten Haie, die heute flache Küstengewässer besiedeln, diesen Lebensraum sekundär erschlossen.

Systematik innerhalb der Knorpelfische

Genauer unter Systematik der Knorpelfische.

Weblinks

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