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Kinowerbung
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Kinowerbung bezeichnet audiovisuelle Werbung im Kino, insbesondere in Form von Kinospots, die vor dem Hauptfilm vorgeführt werden. Sie unterliegt den formalen Gesetzen des Films. Mit der ebenfalls filmischen Fernsehwerbung verbinden sie viele Gemeinsamkeiten.
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Rezeption
Die Rezeption von Kinowerbung ist anders als die von Fernsehwerbung, die auf einzelne oder eine kleinere Gruppe zielt, die vor dem Fernseher sitzt. Kinowerbung hingegen hat es mit einem großen Publikum in einem Kinosaal zu tun. Dieses Publikum kann sich der Rezeption kaum entziehen, es kann nicht wie Fernsehpublikum den Kanal wechseln. Und es erwartet, einen Kinofilm zu sehen und misst die Kinowerbung an dieser Erwartungshaltung. Kinowerbung reagiert auf diese Bedingungen, indem sie stärker kinotauglich gestaltet ist als Fernsehwerbung - visuell spektakulärer oder stärker filmisch-erzählerisch. Oft spielt sie formal oder inhaltlich mit der spezifischen Zuschauersituation im Kinosaal, etwa, indem sie versucht, Lachen zu provozieren oder auf der Sprachebene ein großes Publikum direkt anzusprechen.
Marken- und Produktwerbung
Bei kommerziellen Produkten wird vorwiegend für hochprozentigen Alkohol und für Tabak geworben, da das TV-Gesetz Fernsehwerbung für solche Produkte verbietet. Daneben wird auch für Artikel geworben, die ebenfalls im Fernsehen beworben werden. Die Kinofassung der Werbung ist häufig länger als die entsprechende TV-Fassung. In Deutschland dürfen nach § 11 Absatz 5 Jugendschutzgesetz Werbefilme oder Werbeprogramme, die für Tabakwaren oder alkoholische Getränke werben, nur nach 18 Uhr vorgeführt werden. Fester Bestandteil ist in der Regel die Werbung für die im Kino-Foyer zu erwerbenden Getränke und Süßigkeiten, insbesondere Eis. In manchen Kinos ist es üblich, als letzte Werbung vor dem Hauptfilm eine Eis-Werbung zu spielen und vor dem Filmstart einen Eisverkäufer durch das Publikum gehen zu lassen.
Trailer
Ein Schwerpunkt der Kinowerbung ist die Bewerbung des Kinoprogramms durch Vorschau auf kommende Kino-Filme. Man unterscheidet hier Trailer, die rund 90 Sekunden lang sind, von den wesentlich kürzeren Teasern, die teilweise schon ein Jahr vor dem Starttermin des Filmes gezeigt werden.
Lokale Kinowerbung
Darüber hinaus wird auch lokale Werbung für kommerzielle Produkte oder Geschäfte in der Umgebung des betreffenden Kinos gezeigt. Da die Produktion von Kinospots kostenintensiv ist, wird lokale Werbung oft in Form von deutlich kostengünstigeren Dias (Kinodias) gezeigt, der Ton von CD zugespielt.
Einsatz und Dauer
Kinowerbung läuft vor dem Hauptfilm, wodurch der Start des Hauptfilms zeitlich nach hinten verschoben wird. Beginnt ein Film nach Aushang um 20 Uhr, so startet die Werbung um 20 Uhr und der Film entsprechend später. In der Regel wird zuerst Werbung für kommerzielle Produkte gezeigt, danach für Kampagnen des Umweltschutzes, des Gesundheitsministeriums oder der GEZ bzw. GVU, anschließend Trailer zur Bewerbung von künftig anlaufenden Filmen. Dabei dauert die Kinowerbung im Regelfall 15 - 30 Minuten, bei Blockbustern teilweise bis zu 45 Minuten.
Medium
Kinowerbung wird von Film über denselben Kinoprojektor projiziert, der auch den Hauptfilm abspielt. Auch das unterscheidet sie von Fernsehwerbung, die beim Fernsehsender digital angeliefert wird. Mit der Digitalisierung der Projektionstechnik im Kino wird auch das Medium der Kinowerbung digital werden.
Hersteller und Anbieter
Kinowerbung wird von Werbefilmproduktionen hergestellt, Filmproduktionsgesellschaften, die sich auf die HErstellung von Werbespots spezialisiert haben. Werbeverwaltungen und Spezialmittler bringen die Kinospots ins Kino. Diese Kinowerbeunternehmen und der Fachverband FDW Werbung im Kino e.V. stellen sicher, dass Werbung überregional und bundesweit geschaltet werden kann.
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