Das Fotonexus-Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Kinoorgel

Aus Fotonexus.

Wechseln zu: Navigation, Suche
Große Trommel mit pneumatischem Schlegel in einer Kinoorgel (Wurlitzer Kino-Orgel im Meyer Theatre in Green Bay, Wisconsin)
Große Trommel mit pneumatischem Schlegel in einer Kinoorgel (Wurlitzer Kino-Orgel im Meyer Theatre in Green Bay, Wisconsin)

Kinoorgel sind Pfeifenorgeln, die zu Beginn der 20. Jahrhundert zur Begleitung von Stummfilmen in Lichtspielhäusern der USA eingesetzt wurde. Sie verbreiteten sich auch über ganz Europa, verloren aber nach Einführung des Tonfilm zunehmend an Bedeutung. Kinoorgeln verfügen über diverse Effektregister um Geräusche zu erzeugen (z. B. Telefonklingeln, Windgeräusche, Huftrappeln).

Hersteller und Modelle

Einen besonders guten Namen hatten die Kino- und Theaterorgeln des amerikanischen Herstellers Wurlitzer sowie die der deutschen Orgelbauer Walcker in Ludwigsburg und M. Welte & Söhne in Freiburg im Breisgau, die 1930 auch eine Funkorgel für die Nordische Rundfunk AG Hamburg (NORAG), einem Vorläufer des Norddeutschen Rundfunks, baute. Diese Funkorgel steht immer noch spielbereit im ältesten noch erhaltenen Rundfunkstudio der Welt in der Rothenbaumchaussee 132 beim Norddeutschen Rundfunk Hamburg. Weitere Kinoorgeln von Welte befinden sich im Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim, im Filmmuseum Düsseldorf, im Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig, eine von Wurzlitzer beim münsteraner Orgelbauer Fleiter. Eine Kinoorgel vom „Typ Mighty Wurlitzer“, genauer „The Wurlitzer-Hope-Jones Unit Orchestra“, ist im Musikinstrumentenmuseum Berlin zu bewundern und auch zu hören.

Literatur

  • Reginald Whitworth: The Cinema and Theatre Organ. With eight plates, etc. Musical Opinion: London, 1932.
  • Michael Donald: Memoirs of the theatre organ. Brighton, England: Cinema Organ Publications 1956.
  • John W. Landon: Behold the mighty Wurlitzer: the history of the theatre pipe organ. Westport, Conn.: Greenwood Press 1983. ISBN 0-313-23827-8
  • Karl Schütz: Theater- und Kinoorgeln in Wien. Wien: Verl. der Österr. Akad. der Wiss. 1991. ISBN 3-7001-1788-4
  • Karl Heinz Dettke: Kinoorgeln und Kinomusik in Deutschland. Stuttgart; Weimar: Metzler 1995. ISBN 3-476-01297-2
  • Karl Heinz Dettke: Kinoorgeln: Installationen der Gegenwart in Deutschland. Mit Beitr. von Dagobert Liers. Frankfurt am Main: Bochinsky, 1998. ISBN 3-923639-18-X
  • Karl Heinz Dettke und Thomas Klose: Kino- und Theaterorgeln: eine internationale Übersicht. In Zusammenarbeit mit Thomas Klose. Marburg: Tectum-Verl. 2001. ISBN 3-8288-8265-X

Weblinks

[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/fotonexus/w/images/c/ca/Wikipedia_lexikon3e.jpg': No such file or directory.
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Kinoorgel, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge
Andere Sprachen