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KdF-Wagen
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Der KdF-Wagen oder Volkswagen war eines der wichtigsten Projekte der nationalsozialistischen Organisation Kraft durch Freude (KdF). Das von Ferdinand Porsche Anfang der 1930er Jahre entwickelte Auto sollte mit 990 Reichsmark für jedermann erschwinglich sein. Seit 1938 konnten Interessierte wöchentlich Sparmarken im Wert von fünf Mark erwerben. Der Wagen sollte dann bei Erreichen der Kaufsumme ausgeliefert werden. Zum Bau des KdF-Wagens wurde 1938 nahe Fallersleben mit dem Bau des Volkswagen-Werks begonnen und für deren Arbeiter 1939 eine neue Stadt mit Namen "Stadt des KdF-Wagens", das spätere Wolfsburg, gegründet.
Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde die Produktion aber auf Rüstungsgüter wie den Kübelwagen umgestellt – es wurden rund 50.000 Stück gebaut, davon 564 Exemplare als "Kommandeurwagen" mit Allradantrieb; es gab auch ein 15.000-fach produziertes Modell "Schwimmwagen" mit einer Schiffsschraube am Heck.
Nach dem Krieg verloren die Anrechtsscheine im Wert von über 280 Millionen Reichsmark, die von etwa 340.000 Personen (davon 70.000 nach 1939) erworben worden waren, ihren Wert. Eine Vielzahl von Sparern versuchte ihre Ansprüche mit juristischen Mitteln durchzusetzen. Volkswagen konnte aber erfolgreich belegen, dass es nie in Besitz der Sparergelder gelangt war, weil diese auf einem Sperrkonto der Bank der Deutschen Arbeit lagen. Die Prozesse endeten 1961, unter Ausschluss eines Rechtsanspruches, mit dem Angebot von Volkswagen, den verhinderten Kunden einen Rabatt von 600 DM beim Kauf eines Fahrzeugs zu gewähren, was knapp einem Sechstel des Neupreises entsprach. Wer sich keinen neuen Wagen kaufen wollte oder konnte, erhielt lediglich 100 DM ausbezahlt.
1945 wurde die Stadt des KdF-Wagens in Wolfsburg umbenannt und das Volkswagen-Werk begann mit der Serienproduktion des Typ 1, der aus dem Kdf-Wagen hervorging, später VW-Käfer genannt.
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