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Jühnde
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| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Niedersachsen | ||||
| Landkreis: | Göttingen | ||||
| Samtgemeinde: | Dransfeld | ||||
| Koordinaten: | Koordinaten: 51° 28′ N, 9° 48′ O51° 28′ N, 9° 48′ O | ||||
| Höhe: | 300 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 24,49 km² | ||||
| Einwohner: | 1072 (30. Dez. 2005) | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 44 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 37127 | ||||
| Vorwahl: | 05502 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | GÖ | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 03 1 52 013 | ||||
| Gemeindegliederung: | 2 Ortsteile | ||||
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Galgenkampstr. 1 37127 Jühnde | ||||
| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | August Brandenburg | ||||
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort J%C3%BChnde, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
Jühnde ist eine Gemeinde in Süd-Niedersachsen im Landkreis Göttingen. Zu ihr gehören die Orte Jühnde und Barlissen. Sie ist eine Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Dransfeld.
Jühnde liegt etwa 13 km südwestlich von Göttingen und 13 km nordöstlich von Hann. Münden am Fuße des Hohen Hagens. Der Ort hat knapp 1.100 Einwohner.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Jühnde wurde 960 von Otto I. zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Schon damals gab es eine Ritterburg, die an der alten Heerstraße von Münden nach Göttingen lag. 1484 eroberten die Göttinger die Raubritterburg, die ihnen ein Dorn im Auge war, weil von dort aus die Händler überfallen wurden. Im 30jährigen Krieg brannte die Burg ab und wurde dann in ihrer heutigen Form wieder aufgebaut.
Bekannte Persönlichkeiten
Der Schriftsteller und Sozialreformer Heinrich Sohnrey wurde 1859 in Jühnde geboren und wuchs dort auf. Auch sein Grab befindet sich auf dem Friedhof der Dorfkirche. Das Heinrich-Sohnrey-Archiv und die -Gedächtnisstätte befinden sich im über 1000jährigen Turm des Schlosses.
Bioenergiedorf
Jühnde ist das erste Bioenergiedorf in Deutschland. Ermöglicht wurde dies durch ein Projekt des Interdisziplinären Zentrums für Nachhaltige Entwicklung der Universität Göttingen. Die Gemeinde Jühnde hat das Ziel, ihren kompletten Energiebedarf durch regenerative Energieträger zu decken, nach einer mehrjährigen Vorbereitungszeit und unter umfassender Mitwirkung der Dorfbewohner im Winter 2005 erfolgreich umgesetzt. Der größte Teil der Energie wird aus Biomasse von den umliegenden Äckern gewonnen. Die Abwärme aus der Stromerzeugung wird den Haushalten über ein unterirdisches Nahwärmenetz zugeführt. Darüber hinaus produziert Jühnde doppelt soviel Biostrom als es selbst verbraucht. Der Strom wird für 17 Cent pro Kilowattstunde ins Netz eingespeist. Ein durchschnittlicher Haushalt in Jühnde spart aufgrund der hohen konventionellen Energiepreise ca. 750 € pro Jahr.
Jühnde ist in Deutschland der erste Ort, der seinen Energiebedarf vollständig aus regenerativen Energien abdeckt. Die dorfeigene Biogasanlage (einschl. eines Holzschnitzel-Heizkraftwerks) ist genossenschaftlich organisiert.
Weblinks
- www.bioenergiedorf.de
- www.bioenergiedorf.info
- 3Sat: Das Bio-Energie-Dorf
- Film über das Bioenergiedorf (RealVideo)
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