Das Fotonexus-Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Ivan Basso
Aus Fotonexus.
Ivan Basso (* 26. November 1977 in Gallarate, Provinz Varese) ist ein italienischer Radrennfahrer. Er hat zwei Kinder, Domitilla (* 2003) und Santiago (* 2006). Profi bei Amica Chips 2000. Basso wurde 1998 U23-Weltmeister. Er ist seit 1999 Berufsradfahrer, fuhr von 2001 bis 2003 für die italienische Mannschaft Fassa Bortolo und stand von 2004 bis 2006 beim dänischen Team CSC unter Vertrag, das von dem früheren Toursieger Bjarne Riis geleitet wird. Er gilt als kämpferischer Bergfahrer, wobei sein flüssiger, runder Stil vor allem Radsport-Ästheten erfreut. Ivan Basso ist zudem ein guter Zeitfahrer.
Die Tour de France 2002 schloss er als bester Jungprofi auf Platz 11 in der Gesamtwertung ab. Bei der Tour de France 2003 erreichte er das Ziel in Paris als Siebter der Gesamtwertung. Bei der Tour de France 2004 gewann er die 12. Etappe von Castelsarrasin nach La Mongie. Am Ende belegte er den 3. Platz in der Gesamtwertung, nachdem er im abschließenden Einzelzeitfahren noch von Andreas Klöden abgefangen wurde.
Als er am Giro d'Italia 2005 teilnahm, gehörte er zu den Favoriten und konnte auf der ersten schweren Bergetappe das Rosa Trikot des Führenden erobern. Auf Grund einer Magenverstimmung verlor er zwei Tage später bei einer weiteren Bergetappe 45 Minuten. Dadurch musste er das Rosa Trikot wieder abgeben und konnte auch in den Wettkampf um den Gesamtsieg nicht mehr eingreifen. Dennoch stieg er nicht aus und erholte sich in den folgenden Tagen wieder, so dass er beim Giro 2005 danach noch zwei aufeinanderfolgende Etappen – eine Bergetappe und ein Zeitfahren – gewinnen konnte.
Bei der anschließenden Tour de France konnte er das Ergebnis des Vorjahres toppen und belegte am Ende den 2. Platz. Er zeigte sich im Einzelzeitfahren stark verbessert und machte vor allem auf den schweren Etappen durch die Pyrenäen eine gute Figur. Auf dem Podium in Paris bezeichnete ihn der siebenmalige Tour-Sieger Lance Armstrong als seinen „Kronprinzen“.
Nach seinem Sieg beim prestigeträchtigen Critérium International ließ Basso verlauten, sein Ziel sei es, 2006 sowohl den Giro d'Italia als auch die Tour de France zu gewinnen. In der Tat eroberte er auf der ersten Bergankunft das Rosa Trikot und baute den Vorsprung als Zweiter des Einzelzeitfahrens weiter aus. Er dominierte auch die schweren Alpenetappen, von denen er zwei gewann. Am 28. Mai 2006 fuhr er dann als Sieger in Mailand ein.
Basso wuchs als Nachbar von Claudio Chiappucci auf, der nach mehreren positiven Dopingbefunden 1999 vom Radsport zurücktrat.
Auf Grund einer möglichen Verwicklung in den Dopingskandal Fuentes wurde er einen Tag vor dem Start der Tour de France 2006 zusammen mit mehreren anderen Topfahrern vom Rennen ausgeschlossen und von seinem Rennstall suspendiert.
Am 12. Oktober gab das Nationale Olympische Komitee Italiens (CONI) bekannt, dass es vorerst kein Dopingverfahren gegen Basso geben wird. Somit ist Basso wieder startberechtigt. Bei der zwei Tage darauf stattfindenden Lombardei-Rundfahrt wird er jedoch noch nicht starten, da CSC-Teamchef Bjarne Riis sich dagegen aussprach.
Wenige Tage nach dieser Bekanntgabe, erhielt er ein Vertragsangebot von Discovery Channel. Kurz darauf beendeten Basso und das Team CSC in gegenseitigem Einvernehmen ihre Zusammenarbeit.
Am 24. Oktober 2006 lässt eine holländische Radsport-Homepage verlauten, dass dieser Wechsel zu Discovery Channel nun perfekt sei und er nun unter der Leitung von Johan Bruyneel im Jahr 2007 an den Start gehen wird. Da das Team damit gegen den Ethikcode der UCI ProTour verstieß, plante die Vereinigung der führenden Rad-Rennställe IPCT ursprünglich, es von der ProTour auszuschließen, die Abstimmung fiel aber knapp zugunsten von Discovery aus.
Am 24. April 2007 wurde Ivan Basso durch das Team Discovery suspendiert, nachdem neue Anschuldigungen im Zusammenhang mit der Dopingaffäre Fuentes bekannt wurden.[1]
Dopingverdacht
Ivan Basso war einer der Sportler, deren Namen im Zusammenhang mit der Dopingaffäre um den Teamarzt von Liberty Seguros, Eufemiano Fuentes, genannt wurde. Kurz nach Bekanntwerden einer möglichen Verbindung bestreitet Basso jede mögliche Verwicklung in diesen Skandal, wird aber zusammen mit anderen Fahrer vorsorglich von der Tour de France 2006 ausgeschlossen. Am 12. Oktober beschließt das Nationale Olympische Komitee Italiens nach mehreren Terminverschiebungen im Vorfeld, daß es das Verfahren gegen Ivan Basso vorerst einstellen wird, da die vorliegenden Beweise nicht ausreichen, um Anklage zu erheben. Im April 2007 werden neue Vorwürfe gegen Basso bekannt, welche den bisher geleugneten Kontakt zu Fuentes bestätigen sollen.[2]
Erfolge
- 1998 U-23 Straßenweltmeister
- 2002 Bester Jungprofi Tour de France
- 2003 7. Gesamtrang Tour de France
- 2004 1 Etappensieg und 3. Gesamtrang Tour de France
- 2004 Giro dell'Emilia
- 2005 2. Gesamtrang Tour de France
- 2005 2 Etappensiege Giro d'Italia
- 2005 Dänemark-Rundfahrt (Gesamtsieg und 4 Etappensiege)
- 2006 Critérium International (Gesamtsieg und 1 Etappensieg)
- 2006 3 Etappensiege Giro d'Italia
- 2006 Gesamtsieg Giro d'Italia
Weblinks
- ↑ http://sport.sportal.de/nncs/tnt_radsport/2007/04/24/6237100000.html
- ↑ http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,479111,00.html
1909 Luigi Ganna | 1910, 1911 Carlo Galetti | 1912 Atala (nur Teamwertung) | 1913 Carlo Oriani | 1914 Alfonso Calzolari | 1919, 1923 Costante Girardengo | 1920 Gaetano Belloni | 1921, 1922, 1926 Giovanni Brunero | 1924 Giuseppe Enrici | 1925, 1927–1929, 1933 Alfredo Binda | 1930 Luigi Marchisio | 1931 Francesco Camusso | 1932 Antonio Pesenti | 1934 Learco Guerra | 1935 Vasco Bergamaschi | 1936, 1937, 1946 Gino Bartali | 1938, 1939 Giovanni Valetti | 1940, 1947, 1949, 1952, 1953 Fausto Coppi | 1948, 1951, 1955 Fiorenzo Magni | 1950 Hugo Koblet | 1954 Carlo Clerici | 1956, 1959 Charly Gaul | 1957 Gastone Nencini | 1958 Ercole Baldini | 1960, 1964 Jacques Anquetil | 1961 Arnaldo Pambianco | 1962, 1963 Franco Balmamion | 1965 Vittorio Adorni | 1966 Gianni Motta | 1967, 1969, 1976 Felice Gimondi | 1968, 1970, 1972–1974 Eddy Merckx | 1971 Gösta Pettersson | 1975 Fausto Bertoglio | 1977 Michel Pollentier | 1978 Johan De Muynck | 1979, 1983 Giuseppe Saronni | 1980, 1982, 1985 Bernard Hinault | 1981 Giovanni Battaglin | 1984 Francesco Moser | 1986 Roberto Visentini | 1987 Stephen Roche | 1988 Andy Hampsten | 1989 Laurent Fignon | 1990 Gianni Bugno | 1991 Franco Chiocciolli | 1992, 1993 Miguel Induráin | 1994 Jewgeni Berzin | 1995 Tony Rominger | 1996 Pawel Tonkow | 1997, 1999 Ivan Gotti | 1998 Marco Pantani | 2000 Stefano Garzelli | 2001, 2003 Gilberto Simoni | 2002, 2005 Paolo Savoldelli | 2004 Damiano Cunego | 2006 Ivan Basso
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Ivan_Basso, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Ivan_Basso, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Basso, Ivan |
| KURZBESCHREIBUNG | Italienischer Radrennfahrer |
| GEBURTSDATUM | 26. November 1977 |
| GEBURTSORT | Gallarate |
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Ivan_Basso, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
