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Invasion (Militär)
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Eine Invasion (von lat. invasio - dt. Angriff, Verb [bildungsspr.]: invadieren) ist eine Militärmaßnahme in einem Krieg, mit der die angreifenden Truppen die Autonomie (Selbstverwaltung) eines bestimmten Gebietes aufheben und dort die Kontrolle übernehmen.
Als Invasion wird also das Einfallen gegnerischer oder eigener Truppen auf ein bestimmtes Gebiet bezeichnet. Hierbei ist es egal, ob dieses Gebiet der angegriffenen Partei gehört oder vorher selbst von ihr besetzt wurde. Beispielsweise nannten die Deutschen die Landung der Alliierten in Frankreich 1944 ("D-Day") eine Invasion.
Als Folge einer Invasion kommt es in der Regel zu einer Okkupation (Besetzung) des betroffenen Gebietes oder Landes. Wenn die Invasion dagegen einen Feind von eigenem bzw. verbündetem Land vertreibt, spricht man von einer Befreiung.
Eine Invasion ist ein sehr riskantes militärisches Manöver. Das Gelingen hängt von vielen Faktoren ab: Wetter, Spionage (-abwehr), Logistik, militärische Führung. Während der Invasion sind die angreifenden Truppen sehr verwundbar, da meistens nicht ausreichend schweres Gerät (früher z.B. Panzer) vorhanden ist. In den ersten Stunden besteht also die Gefahr, vom Gegner durch massiven Panzereinsatz zurückgedrängt zu werden. Erst nachdem einigermaßen befestigte Häfen vorhanden sind, kann man einen weiteren Vorstoß planen. Währenddessen muss unbedingt die uneingeschränkte Lufthoheit gewährleistet sein (was beim D-Day der Fall war). Das Wetter kann man zu seinem Vorteil nutzen: Beim D-Day wurde die Invasion bei sehr schlechtem Wetter durchgeführt. Da im Morgengrauen starker Nebel herrschte, ging man auf deutscher Seite nicht von einer Invasion aus. Genau das nutzten die Alliierten. Als im weiteren Verlauf das Wetter aufklarte, war die Invasion schon in vollem Gange und man stellte auch auf alliierter Seite eine starke Luftunterstützung bereit. Es war zu spät, die Panzerkräfte brauchten zu lange, um den Feind zurückzudrängen, die Alliierten hatten schon provisorische Häfen gebaut und ihrerseits Panzerunterstützung gegen die im Hinterland wartenden deutschen Einheiten. Später zeigte sich, dass eben diese Einheiten es den Alliierten sehr schwer machten, ihre Brückenköpfe auszubauen. Wären sie näher am Schauplatz gewesen, so wäre die Invasion in Gefahr gewesen. Durch die gute Geheimhaltung und Täuschung des Gegners auf Seiten der Alliierten wurde dies verhindert. Dennoch vergingen fast zwei Monate, bis die Deutschen weiter ins Hinterland zurückgedrängt und ihre Verteidigungsgürtel durchbrochen waren.
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