Aus Fotonexus.
Das Wort Integration (fem., von lat. integer bzw. griech. entagros = unberührt, unversehrt, ganz), zu deutsch Herstellung eines Ganzen, bezeichnet
- in der Soziologie der Zusammenhalt von Teilen in einem systemischen Ganzen und die dadurch erzeugte Abgrenzung von einer unstrukturierten Umgebung, siehe Integration (Soziologie)
- insbesondere die Einbindung von Minderheiten in die Gesellschaft, z.B. die Einbindung von Immigranten in die Gesellschaft des Gastlandes, siehe Ausländerpolitik
- in der Pädagogik den gemeinsamen Unterricht von behinderten (mit sonder- oder heilpädagogischem Förderbedarf) und nicht behinderten Menschen, siehe Integrative Pädagogik und auf Schule bezogen Schulische Integration
- in der Sprachwissenschaft sowie Sprachphilosophie das konstruktive Arbeiten am treffenden Begriff, siehe Integration (Sprache)
- in der Medizin (Integrative Medizin) die Synthese verschiedener Heilverfahren und Lehrmeinungen (z.B. Schul- und Alternativmedizin, Evidenzbasierte Medizin, Naturheilkunde, TCM) zu ganzheitlichen Verfahrens- und Therapieweisen, siehe auch Integrative Therapie
- in Politik und Wirtschaft Bestrebungen zur Herstellung der wirtschaftlichen Einheit von zwei oder mehreren Ländern, siehe wirtschaftliche Integration und Währungsunion
- in der Europapolitik den fortschreitenden Zusammenschluss der europäischen Länder, siehe europäische Integration
- im Terminus Integration in den ersten Arbeitsmarkt die Neueinstellung von Arbeitslosen, siehe Zweiter Arbeitsmarkt.
- in der Betriebswirtschaft das Zusammenfassen von Betrieben unter einer einheitlichen Unternehmensführung:
- in der Mathematik die Ermittlung von Stammfunktionen und die Berechnung von Flächen, siehe Integralrechnung und Analysis
- in Bereichen der Technik die Zusammensetzung von Modulen, siehe Integration (Technik)
- in der Halbleitertechnologie jenen Teil der Fertigungstechnik, der verschiedene Einzelprozesse kombiniert, um einer bestimmte (elektrische) Funktionsstruktur zu erstellen - z.B. Transistoren, Integrierte Schaltung.
- in der Informatik
- im Datenmanagement das Zusammenführen von Daten aus unterschiedlichen Quellen in einem Datenlager (data warehouse) (physische Datenintegration) und das Zusammenführen von verschiedenen lokalen Datenbankschemata zu einem föderierten globalen Schema (logische Datenintegration)
- in der Softwaretechnik von der Verknüpfung verschiedener Anwendungen, siehe Integration (Software), bis hin zur Zusammenführung von Daten und Diensten unter einheitlicher Oberfläche mit einem einzigen Zugang in einem Portal.
Siehe auch