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Indizierte Farben
Aus Fotonexus.
In der Computergrafik bezeichnet man mit indizierten Farben eine Methode zur Speicherung einer Rastergrafik. Bei indizierten Farben enthält die Datenstruktur jedes Pixels nicht die Werte der einzelnen Farbkanäle, sondern nur einen Index auf eine sogenannte Farbtabelle oder Farbpalette. Dieses Verfahren spart bei Bilddaten mit 256 oder weniger unterschiedlichen Farben Speicherplatz ein. Indizierte Farben finden bei sowohl bei diversen Grafikformaten als auch bei alten Grafikstandards, etwa EGA und VGA, Verwendung.
Funktionsweise
In der Farbtabelle werden alle im Bild verwendeten Farben aufgelistet. Jeder Eintrag definiert dabei die Werte der Farbkanäle einer Farbe. Die Farbtabelle wird von den Pixeldaten getrennt gespeichert. Die Daten eines Pixels bestehen nicht aus den Farben selbst, sondern nur aus einem kleinen Index, der den Tabelleneintrag der Farbe des Pixels angibt (daher der Name „indizierte Farben“). Der für diesen Index verwendete Speicherplatz (in der Praxis minimal 1 und maximal 8 bpp) begrenzt die maximale Anzahl der verwendbaren Tabelleneinträge.
| Ein Bild mit 2 bpp, entsprechend 22=4 Tabelleneinträgen. Jedes Pixel enthält einen Index auf die Farbtabelle, die die jeweilige Farbe definiert. |
Oft wird die Farbtiefe einer Rastergrafik künstlich auf 256 oder weniger Farben verringert, um vom geringeren Speicheraufwand der indizierten Farben zu profitieren. Diese Methode, bei der die für das Bild repräsentativsten Farben ermittelt werden müssen, nennt man Farbreduktion.
Theoretisch sind auch Farbtabellen mit mehr als 8 bpp möglich. Das wäre jedoch unsinnig, da hierbei durch die Größe der Farbtabelle der Speicherbedarf für das gesamte Bild größer wäre, als wenn man in jedem Pixel die Farbe direkt angibt.
Color Look-Up Table
Als Color Look-Up Table (CLUT, siehe auch Look-Up Table) bezeichnet man den Teil der Grafik-Hardware, der die indizierten Farben des Framebuffers in normale Farbwerte umwandelt, um sie auf einem Bildschirm ausgeben zu können. Bei den ersten Grafikkarten war die CLUT noch ROM-artig fest verdrahtet, heute handelt es sich dabei normalerweise um einen schnellen Speicher, der die aktuell verwendete Farbtabelle enthält.
Da die aktuelle Farbtabelle der CLUT verändert werden kann, sind durch bewegte Farbverläufe sehr schnelle und einfache Grafikeffekte möglich (Color cycling). Auf heute üblichen Rechnern werden derartige Möglichkeiten aber kaum genutzt, da moderne Grafikkarten meist im Echtfarbenmodus arbeiten.
Gelegentlich wird der Begriff „(Color) Look-Up Table“ auch auf Farbtabellen bei Grafikformaten übertragen.
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