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Hyperfokale Entfernung

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In der Fotografie bezeichnet die hyperfokale Entfernung diejenige Gegenstandsweite, bei der im Unendlichen liegenden Objekte gerade noch mit einer akzeptablen Unschärfe abgebildet werden. Die Schärfentiefe (d. h. der Bereich, der mit akzeptabler Unschärfe abgebildet wird) reicht dann von Unendlich bis zur halben hyperfokalen Distanz. Sie hängt entscheidend von der Brennweite, der Blende und dem vom Fotografen zugelassenen Unschärfekreis-Durchmesser ab. Es gilt

Parser-Fehler (Das temporäre Verzeichnis für mathematische Formeln kann nicht angelegt oder beschrieben werden.): s_h = \frac{f^2}{N \cdot d_u}


  • Parser-Fehler (Das temporäre Verzeichnis für mathematische Formeln kann nicht angelegt oder beschrieben werden.): s_h
hyperfokale Distanz
  • Parser-Fehler (Das temporäre Verzeichnis für mathematische Formeln kann nicht angelegt oder beschrieben werden.): f
Reale Brennweite (nicht Kleinbild-Äquivalent)
  • Parser-Fehler (Das temporäre Verzeichnis für mathematische Formeln kann nicht angelegt oder beschrieben werden.): N
Blendenwert: f/2,8 → N = 2,8
  • Parser-Fehler (Das temporäre Verzeichnis für mathematische Formeln kann nicht angelegt oder beschrieben werden.): d_u
Unschärfekreis-Durchmesser

Der erlaubte Unschärfekreis-Durchmesser wird meist mit 1/1000stel der Normalbrennweite (Länge der Bilddiagonalen) angenommen, bei Kleinbild-Fotografie sind das 50 µm, beim Mittelformat 6 cm x 6 cm sind es 80 µm. Die üblichen Schärfeskalen an Festbrennweiten sind auf diesen Wert berechnet.

Beispiele:

  • Kleinbild, 18 mm-Objektiv, Blende F1:16 → Parser-Fehler (Das temporäre Verzeichnis für mathematische Formeln kann nicht angelegt oder beschrieben werden.): s_h
= 0,4 m
  • Kleinbild, 50 mm-Objektiv, Blende F1:11 → Parser-Fehler (Das temporäre Verzeichnis für mathematische Formeln kann nicht angelegt oder beschrieben werden.): s_h
= 4,5 m
  • Kleinbild, 135 mm-Objektiv, Blende F1:5,6 → Parser-Fehler (Das temporäre Verzeichnis für mathematische Formeln kann nicht angelegt oder beschrieben werden.): s_h
= 65 m
  • Kleinbild, 400 mm-Objektiv, Blende F1:4,5 → Parser-Fehler (Das temporäre Verzeichnis für mathematische Formeln kann nicht angelegt oder beschrieben werden.): s_h
= 710 m

In der Praxis ist die hyperfokale Entfernung ein grober Richtwert, da bei Fehlfokussierung die Unschärfe nicht schlagartig einsetzt, sondern schleichend zunimmt. Eine Landschaftsaufnahme mit Hyperfokaleinstellung erzeugt eine Aufnahme mit grenzwertiger Schärfe des gesamten Hauptmotivs. Bei vielen Aufnahmen ist eine hohe Schärfe des Hauptmotivs wichtiger als eine mäßige Schärfe des gesamten Bildes.

Auf den Entfernungsskalen von Objektiven ist in der Regel die exakte Gegenstandweite angegeben. Die hyperfokale Entfernung kann aus der oben genannten Gesetzmäßigkeit nicht mit angegeben werden. Die Fokussierung auf ∞ hat demnach nichts mit der hyperfokalen Distanz zu tun. Bei den meisten Objektiven geht die Fokussierung sogar darüber hinaus, um den Autofokus nicht ständig anstoßen zu lassen.

Praxis-Tipp: Wenn eine Schärfentiefen-Skala am Objektiv vorhanden ist, erreicht man die hyperfokale Entfernung (ohne Formel), indem man das Unendlichkeitssymbol ∞ auf die Markierung der verwendeten Blende einstellt.

Weblinks

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