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Hochsauerlandkreis
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| Wappen | Karte |
|---|---|
| Bild:Kreiswappen des Kreises Hochsauerlandkreis.png | Bild:Lage des Kreises Hochsauerlandkreis in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Arnsberg |
| Landschaftsverband: | Westfalen-Lippe |
| Verwaltungssitz: | Meschede |
| Fläche: | 1.958,77 km² |
| Einwohner: | 276.756 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 141 Einwohner/km² |
| Kfz-Kennzeichen: | HSK, (alt, aber noch gültig:) AR, BRI, MES |
| Kreisschlüssel: | 05 9 58 |
| Kreisgliederung: | 12 Gemeinden |
| Adresse der Kreisverwaltung: | Steinstraße 27 59872 Meschede |
| Website: | hochsauerlandkreis.de |
| Politik | |
| Landrat: | Dr. Karl Schneider (CDU) |
| Karte | |
| Bild:North rhine w hsk.png | |
Der Hochsauerlandkreis ist ein Kreis im Südosten von Nordrhein-Westfalen und der flächenmäßig größte dieses Bundeslandes.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Er grenzt im Westen an den Märkischen Kreis, im Norden an die Kreise Soest und Paderborn, im Nordosten an den Kreis Höxter, im Osten an den hessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg und im Süden an die Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe. Der Kreis wird von der Ruhr durchflossen, die nördlich von Winterberg entspringt.
Gebietsreform
Der Hochsauerlandkreis wurde in seiner heutigen Form am 1. Januar 1975 auf Grundlage des Sauerland-Paderborn-Gesetzes gegründet. Vorher war dieser Bereich in die Kreise Arnsberg, Meschede und Brilon unterteilt, wobei der Altkreis Arnsberg Teile an seine Nachbarkreise abgeben musste:
- Warstein an den Kreis Soest
- Balve und Asbeck an den Märkischen Kreis.
Zusätzlich fielen an den neugebildeten Kreis die Wittgensteiner Höhendörfer Neuastenberg ("das große Dorf"), Mollseifen, Langewiese sowie die Siedlung Hoheleye. Der Altkreis Büren gab die Ortschaften Essentho, Meerhof, Oesdorf und Westheim an die Stadt Marsberg ab.
Geschichte
Zur Geschichte der Region vor der kommunalen Neugliederung vergl. u.a. die Beiträge Sauerland, Grafschaft Arnsberg, Herzogtum Westfalen sowie Wittgensteiner Land.
Politik
Kreistagswahl 2004
| Wahlergebnisse der Kreistagswahl 2004 | |||||
| Partei | Stimmen | Sitze | |||
| CDU | 59,7% | 32 | |||
| SPD | 26,1% | 14 | |||
| Grüne | 6,6% | 4 | |||
| FDP | 7,6% | 4 | |||
Quelle: Jahrbuch Hochsauerlandkreis Jg. 2005. S.148
Oberkreisdirektoren
- 1975–1987: Dr. Adalbert Müllmann
- 1987–1995: Egon Mühr
Landräte
- 1975–1991: Rolf Füllgräbe (CDU)
- 1991–2005: Franz-Josef Leikop (CDU) (ab 1. Mai 1995 hauptamtlich)
- seit 2005 Karl Schneider (CDU)
Wappen
Der Hochsauerlandkreis hat das Wappen des Vorgängerkreises Arnsberg übernommen. Dieses zeigt in Rot einen silbernen, rechtsblickenden Adler mit eingelegtem silbernen Herzschild, belegt mit einem durchgehenden schwarzen Kreuz. Der Adler ist das Wappentier der Grafen von Arnsberg. Der Schild auf der Brust des Adlers zeigt das kurkölnische Kreuz, da die Grafschaft Arnsberg 1348 vom Erzbistum Köln erworben wurde und dem Herzogtum Westfalen hinzugefügt wurde. Das Wappen wurde am 31. Oktober 1975 genehmigt, dem Vorgängerkreis wurde es am 31. Oktober 1964 genehmigt.
Das Siegel des Hochsauerlandkreises zeigt, schwarzweiß angelegt, den Wappenschild des Hochsauerlandkreises und führt, unten beginnend und im Uhrzeigersinn verlaufend, im Siegelrund in Großbuchstaben als Umschrift den Namen des Kreises. Die Flagge des Kreises zeigt auf einer weißen, von zwei roten Seitenstreifen im Verhältnis 1:3:1 begleiteten Bahn das Wappen des Kreises.
Kreisgliederung
Der Hochsauerlandkreis setzt sich aus zwölf Gemeinden zusammen. Zehn führen den Titel „Stadt“. Von diesen zehn sind die vier Städte Brilon, Meschede, Schmallenberg und Sundern (Sauerland) Mittlere kreisangehörige Städte, da ihre Einwohnerzahlen jeweils zwischen 25.000 und 60.000 liegen. Die Stadt Arnsberg ist Große kreisangehörige Stadt, da ihre Einwohnerzahl über 60.000 liegt.
Die folgende Liste zählt die zwölf Gemeinden des Hochsauerlandkreises alphabetisch mit amtlichen Namen auf. Die Einwohnerzahlen – in Klammern – sind vom 30. Juni 2006 (Quelle: Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen).
- Arnsberg, Stadt (76.427)
- Bestwig, Gemeinde (11.685)
- Brilon, Stadt (27.085)
- Eslohe (Sauerland), Gemeinde (9.240)
- Hallenberg, Stadt (4.568)
- Marsberg, Stadt (21.790)
- Medebach, Stadt (8.169)
- Meschede, Stadt (32.036)
- Olsberg, Stadt (15.770)
- Schmallenberg, Stadt (25.987)
- Sundern (Sauerland), Stadt (29.476)
- Winterberg, Stadt (14.361)
Eisenbahn
Den Hochsauerlandkreis durchzieht seit 1870–73 die Hauptstrecke Hagen–Arnsberg–Meschede–Warburg der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft. Die lange Verzögerung zwischen Planung und Bau der Strecke war einer der Gründe für das wirtschaftliche Zurückbleiben der Region hinter den früh erschlossenen Nachbargebieten. Umgekehrt bedeutete die Eröffnung der Bahn einen wirtschaftlichen Impuls insbesondere für den Westen des heutigen Hochsauerlandkreises. Als obere Ruhrtalbahn hat die Strecke auch heute noch eine zentrale Bedeutung für den schienengebundenen Personen- und Güterverkehr des Hochsauerlandkreises.
Von der Hauptstrecke gingen Zweigbahnen ab, die um die Jahrhundertwende durch die Preußische Staatsbahn erbaut worden sind, um die verkehrstechnisch bislang schlecht erschlossenen Nebentäler der Ruhr und des Berglandes zu erschließen:
- 1900/01: von Brilon Wald nach Brilon Stadt und weiter in Richtung Büren
- 1902/08: von Nuttlar nach Winterberg und weiter ins hessische Edertal.
- 1911: von Wennemen nach Finnentrop an der Ruhr-Sieg-Strecke mit einer Abzweigung in Wenholthausen nach Fredeburg, wo bereits 1889 die Verbindung nach Altenhundem vorhanden war.
- 1914: von Brilon Wald durchs Waldeckische Upland nach Korbach.
Auch der Arnsberger Stadtteil Neheim-Hüsten wurde Bahnknotenpunkt sowohl für den Personen- wie auch für den Güterverkehr: von hier führte die AG Ruhr-Lippe-Kleinbahnen 1898 eine Schmalspurbahn nach Soest und 1907 eine weitere dreischienige Linie parallel zur Hauptbahn im Ruhrtal nach Arnsberg. Obwohl der Personenbetrieb mittlerweile eingestellt ist, dient die Strecke nach wie vor dem Güterverkehr. Die dritte Kleinbahnstrecke von Neheim-Hüsten wurde im Jahre 1900 durch die Westdeutsche Eisenbahn-Gesellschaft im Röhrtal nach Sundern geführt. Diese Strecke war entscheidend für die industrielle Entwicklung des Röhrtals. Diese wird heute nur noch sporadisch für den Güterverkehr genutzt. Überlegungen den Personennahverkehr wieder aufzunehmen, scheiterten jüngst an einer negativen Einschätzung der „Integrierten Gesamtverkehrsplanung“ der Landesregierung von NRW.
Im Osten der Winterberger Hochfläche führte ab 1902 eine weitere Schmalspurbahn von Steinhelle zur Stadt Medebach und überwand die Höhendifferenz von mehr als 300 m mittels zweier Spitzkehren.
Auch die Westfälische Landes-Eisenbahn GmbH war vertreten mit der 1898 eröffneten Strecke von Belecke nach Brilon Stadt.
Zusätzlich erschlossen im 19. und frühen 20. Jahrhundert einige Werksbahnen – etwa die Bahn zwischen dem Ramsbecker Erzrevier und der Hauptstreckte der heutigen Ruhrtalbahn und im Osten die Rhene-Diemeltalbahn ebenfalls zum Erztransport.
Partnerschaften
Weblinks
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