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Historische Jugendstrukturen der WASG und der Linkspartei.PDS

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Dieser Eintrag ist ein Sammel- und Übersichtseintrag über die verschiedenen Jugendstrukturen bei der Linkspartei.PDS und der WASG vor der Vereinigung mit ['solid] zum gemeinsamen Jugendverband. Auf weiterführende Artikel wird verwiesen, soweit vorhanden. Wo aufgrund der Relevanz kein eigener Artikel lohnt, wird etwas ausführlicher auf die Gruppen eingegangen.

Inhaltsverzeichnis

Jugendverband ['solid]

'solid - die sozialistische jugend ist seit 1999 der auf Bundesebene anerkannte Jugendverband bei der Linkspartei.PDS. Er wird von mehreren Landesverbänden der WASG anerkannt und ist Mitglied in Kreis- und Landesjugendringen sowie teilweise Mitglied in Landes- und Kreisstrukturen des Ringes politischer Jugend. Derzeit verhandelt der Jugendverband über eine Fusion mit den derzeit aktiven WASG- und Linkspartei-Jugendgruppen.

AGJG (historisch)

Die Arbeitsgemeinschaft Junge GenossInnen (AGJG) war die Jugend-AG der PDS von 1990 bis 1999. Gegründet wurde die AGJG von zahlreichen heute prominenten Mitgliedern, etwa dem heutigen Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch.

ROT(z)frech

Der Landesjugendverband ROT(z)frech wurde am 08./09. August 1998 in Markgrafenheide als Jugendverband der PDS-Mecklenburg-Vorpommern gegründet. Er unterstützte die Gründung des PDS-nahen Jugendverbandes ['solid] - die sozialistische jugend und trat auf seiner 2. Landesmitgliederversammlung, die am 04./05. September 1999 in der Jugendherberge Stralsund stattfand, dem Bundesjugendverband als Landesgliederung in Mecklenburg-Vorpommern bei.

PDS-Jugend Berlin-Brandenburg (Junge Linke.Berlin-Brandenburg)

Neben ['solid] gründete sich 2004 die PDS-Jugend Berlin-Brandenburg. Die PDS-Jugend BB versteht sich als parteiinterne Jugendstruktur in den beiden Bundesländern und ging aus einer Abspaltung von Teilen der Reformlinken-Strömung aus dem bundesweiten Jugendverband ['solid] hervor. Im Zuge der Fusion mit der WASG benannte sich die PDS-jugend BB Ende 2005 in Junge Linke.BB um.

PDS-Jugend Sachsen (Junge Linke.PDS Sachsen)

Die PDS-Jugend Sachsen ist ein seit 1992 existierendes loses Netzwerk sehr verschiedener Jugendstrukturen bei der Linkspartei.PDS in Sachsen. Dem Dachverband gehören u.a. das Projekt Linxxnet in Leipzig, der ['solid]-Landesverband Sachsen sowie zahlreiche lokale unabhängige Gruppen an. Im Zuge der Fusion mit der WASG benannte sich die PDS-Jugend Sachsen in Junge Linke.PDS Sachsen um. Der PDS-Jugend Sachsen wird auch innerhalb der Partei vorgeworfen, sektiererische Positionen zu vertreten. Im Jahre 2005 setzte sich ihre Vertreterin Julia Bonk für die Freigabe aller Drogen ein. Auch die Aktion der Parteijugend "Nein zum Deutschlandhype" verursachte bei vielen Parteimitgliedern Unverständnis.

ju.li.th - Junge Linke Thüringen

Das Jugendnetzwerk ju.li.th (Junge Linke Thüringen) war von 1996 bis 2004 eine Jugendstruktur bei der PDS Thüringen. Nach dem frühen Zusammenbruch der AGJG in Thüringen gelang es dem Netzwerk um Sabine Berninger und Mario Braun, die zahlreichen lokalen PDS-Jugendgruppen lose zu verbinden. Ju.li.th hatte starke Wurzeln im Autonomen-Spektrum und versuchte 1999, die Gründung von ['solid] Thüringen zu verhindern. ['solid] sei mit seiner Verbandsstruktur nicht emanzipatorisch und grenze Teile der linken Bewegung aus, lautete der Vorwurf. Trotzdem gelang es ['solid], im Jahr 2000 neben ju.li.th als zweiter Jugendverband landesweit anerkannt zu werden. Die folgenden Jahre waren geprägt von Auseinandersetzungen zwischen ['solid]-Gruppen, ju.li.th-Anhängern und sogenannten "Unabhängigen" auf den Landesjugendtreffen und Landesparteitagen. Nach und nach gewann ['solid] den Rückhalt von immer mehr Gruppen, die sich dem Verband anschlossen - oft unter Wahrung ihrer traditionellen Namen und Kulturen.

Ju.li.th hingegen geriet immer mehr in eine Randposition. Im Vorfeld der Landtagswahl 2004 löste sich ju.li.th offiziell auf und ['solid] Thüringen wurde mit einem neuen Beschluss als einzige landesweite Jugendstruktur akzeptiert.

Wirbelwind e.V. und Roter Baum e.V.

Der Wirbelwind e.V. ging in Thüringen aus der AG Junge Genossen hervor und verlegte sich mehr auf vorpolitische und soziokulturelle Jugendarbeit. Der Träger eines Netzwerkes von Jugendclubs musste sich Ende 2004 aufgrund großer finanzieller Belastungen durch Strafzahlungen auflösen. Ein ähnlicher, ursprünglich auf Sachsen beschränkter Verein ist der Jugendverein "Roter Baum" e. V.. Der Rote Baum ist mittlerweile auch in anderen Bundesländern aktiv und unterhält Jugendlager, Clubs und antirassistische Projekte der Freien Jugendarbeit.

WASG-Jugend

Die in einigen Regionen von der SAV dominierte "WASG-Jugend" ist analog zur PDS-Jugend Berlin-Brandenburg eine nur in einigen Bundesländern verbreitete Jugendstruktur der Partei WASG, in der einige ['solid] als strömungsübergeifenden Jugendverband der Linken ablehnen und für eine bestimmte Strömung der Mutterpartei stehen. In mehreren Bundesländern ist ['solid] anerkannter Jugendverband der WASG. Zu den WASG-Jugendstrukturen gehört der in den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg vertetene Jugendverband "WASGeht", sowie in Bayern "Links!WASGeht".

Freie Deutsche Jugend

Hauptartikel: Freie Deutsche Jugend Die Freie Deutsche Jugend war der sozialistische Jugendverband der BRD 1945-51 und der SED-nahe staatstragende Jugendverband der DDR bis 1989. Mit der Wende 1990 erfolgte zunächst ein Bruch zwischen FDJ und der SED, die sich bereits in SED-PDS umbenannte. Dies ging mit einem erheblichen Mitglieder- und Bedeutungsverlust der FDJ einher. Die SED-PDS hat sich mittlerweile in PDS und dann in Linkspartei.PDS umbenannt und hatte lange Zeit keine Verbindung mehr zur FDJ. Heute gibt es in verschiedenen Regionen wieder Kooperationen zwischen der FDJ und Linkspartei-Kreisverbänden

Hochschulgruppennetzwerk

WASG- und PDS-nahe Hochschulgruppen haben sich auf Bundesebene zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. Die Diskussion über die Gründung eines Hochschulverbandes der neuen Linkspartei läuft gerade. An vielen Unis sind neue Gruppen entstanden, so dass momentan etwa 30 Gruppen an dem Prozess beteiligt sind. An einigen Hochschulen kandidieren diese Listen bei den Hochschulwahlen. Das Hochschulgruppennetzwerk hat eine eigene Semesterzeitung, die in großer Auflage bundesweit verteilt wird.

Weblinks

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