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Hesiod

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als Seneca gedeutetes mögliches Abbild des Hesiod
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Hesiod (griech. Ἡσίοδος

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Hēsíodos) (* vor 700 v. Chr., vermutlich in Askra in Boiotien), war ein griechischer Dichter, der dort als Ackerbauer und Viehhalter lebte. Neben Homers Ilias und Odyssee sind Hesiods Werke die Hauptquelle der griechischen Mythographie, aber auch des Alltagslebens seiner Zeit. Er gilt als Begründer des didaktischen Epos, also des Lehrgedichtes, das später von den Römern, bes. Vergil, als carmen Ascraeum bezeichnet wird.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Die einzigen authentischen Hinweise über Hesiods Leben sind Ereignisse, die er in seinen Epen der Nachwelt hinterlassen hat. An drei Stellen seiner Arbeiten fügte er biografische Elemente ein. Sie lassen sich in seinem Hauptwerk Theogonie finden.

Hesiod wurde in Askra, einer kleinen Burg in Boiotien geboren. Sein Vater stammte aus Kyme, das an der kleinasiatischen Küste in Ionien gelegen war, sein Name ist unbekannt. Die Überlieferung ordnete ihn den Adligen zu, was aber durch eine falsche Übersetzung der Passage Persē, dīos genos (griech.Πέρση, δῖος γένος

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“) in 'Perses, Kind der Adligen' anstatt in 'Perses, das wohlgeborene Kind' erklärt werden kann. Hesiods Vater besaß ein kleines Handelsunternehmen, das Handel mit anderen griechischen Städten über die damals übliche Küstenschifffahrt betrieb. Er war jedoch nicht erfolgreich und ruinierte sich. Daraufhin überquerte er die Ägäis und ließ sich in Askra nieder, wo er ein kleines Stück Land am Fuße des Berges Helikon erwarb. Dort heiratete er Pykimede, mit der er zwei Söhne hatte: Hesiod und Perses.

Askra war ein armer Ort. Hesiod beschrieb ihn als „eine verwünschte Burg“. Sein Leben war durch „harte Winter“ geprägt, „ein karges Dasein, das niemals angenehm wurde“.

Werk

Gustave Moreau: „Hesiod und Muse“
Gustave Moreau: „Hesiod und Muse

Hesiods Hauptwerke sind das epische Lehrgedicht Werke und Tage sowie die Theogonie, ferner Die Großen Eoien. Außerdem wird ihm der Schild des Herakles, ein Epyllion in 460 Versen, zugeschrieben.

Sein Epos Theogonie, in dem er in über tausend Hexametern die Entstehung der Welt und der Götter schildert, ist weitgehend Grundlage für die heutige Kenntnis der griechischen Mythologie. In seinem als Anleitung für bäuerliche Arbeiten verfassten Lehrgedicht Werke und Tage verherrlicht er die Arbeit als Hauptaufgabe der Menschen; darin ist auch der Mythos von der Büchse der Pandora enthalten; außerdem wird darin eine Abfolge der Weltzeitalter geschildert. Nach einem vollkommenen Goldenen Zeitalter folgen ein Silbernes und ein Ehernes (= bronzenes) Zeitalter, dann das so genannte „Zeitalter der Heroen“, in dem unter anderem auch Odysseus und Achilles gelebt haben sollen und der Trojanische Krieg stattfand, schließlich folgt das Eiserne Zeitalter, sein eigenes, das durch allgemeine Verfinsterung und Verrohung der Sitten gekennzeichnet ist. In Anbetracht von Willkür und Gewaltherrschaft fordert Hesiod zu redlicher Arbeit und gesittetem Lebenswandel auf.

Aus den in der Theogonie gemachten geografischen Angaben lässt sich das erste von den Griechen entworfene Weltbild rekonstruieren. Dieses Weltbild umfasst hauptsächlich Gebiete, die sich im östlichen Mittelmeerraum und in Kleinasien befinden. Das westliche Mittelmeer war Hesiod nur sehr schemenhaft bekannt. Weiterhin erwähnt wurden das Schwarze Meer (Pontos), die Donau (Istros) sowie die Alpen, die als Rhyphaen-Gebirge bezeichnet werden. Alle Teile Europas, die sich nördlich der Alpen befinden, waren Hesiod jedoch gänzlich unbekannt.

Auf Grund der in der Theogonie vorhandenen geografischen Angaben kann davon ausgegangen werden, dass Hesiod erst nach Homer gelebt hat. Von ihm werden Gebiete beschrieben, die Homer nirgends erwähnt.

Herodot berichtet: "Homer und Hesiod haben den Griechen die Götter geschaffen."

Literatur

  • Albert von Schirnding (Übers.): Hesiod. Theogonie, Werke und Tage. Griechisch-deutsch. 3. Auflage 2002. Artemis und Winkler, Zürich/Düsseldorf 2002. ISBN 3-7608-1665-7
  • Ernst Heitsch (Hg.): Hesiod (Wege der Forschung 44). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1966.
  • Hans Schwabl: Hesiodos, in: Der Kleine Pauly. Lexikon der Antike, Bd. 2, Sp. 1113ff.

Siehe auch: Portal:Mythologie

Weblinks

<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Commons: Hesiod – Bilder, Videos und/oder Audiodateien



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