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Hemmelsdorfer See
Aus Fotonexus.
| Daten | |
|---|---|
| Name: | Hemmelsdorfer See |
| Lage: | östliches Schleswig-Holstein |
| Geografische Lage: | Koordinaten: 53°57'59.16"N 10°46'57.75"O53°57'59.16"N 10°46'57.75"O |
| Fläche | 4,48 km² |
| maximale Tiefe: | 39 m |
| Zuflüsse: | Mühlenau, Aalbek, Thuraubek, u.a. |
| Abflüsse: | Aalbek |
| Höhe: | 0,1 m unter NN |
| Orte am Ufer: | Hemmelsdorf, Offendorf, Grammersdorf, Warnsdorf |
| Besonderheiten: | ein flaches, sowie ein tiefes Becken |
Der Hemmelsdorfer See in Schleswig-Holstein liegt nördlich von Lübeck in direkter Nähe zur Ostsee im Bereich der Gemeinden Ratekau und Timmendorfer Strand.
Um den See liegen die Ortschaften: Hemmelsdorf, Offendorf, Kreuzkamp, Wilmsdorf, Warnsdorf, Häven und Niendorf / O., wo der Abfluss des Sees, die Aalbek in die Lübecker Bucht mündet.
Inhaltsverzeichnis |
Entstehung
Der See entstand nach der letzten Eiszeit (der Weichseleiszeit), als die von den Gletschern ausgehobelte Rinne mit der Ostsee in Verbindung stand und sich die sogenannte Hemmelsförde bildete. Diese Förde wurde in der Folgezeit durch die von der Ostsee am Brodtener Ufer abgetragenen und durch die Strömung nach Westen verlagerten Sandmassen von der Ostsee abgeschnitten und bildete dadurch den heutigen See.
Topografische Beschreibung
Der Hemmelsdorfer See teilt sich im Bereich der sogenannten Möveninsel in zwei grundverschiedene Becken auf. Das größere nördliche Becken ist mit vier Meter Tiefe (vier Meter unter Normalnull) sehr flach ausgebildet. Das kleinere südliche Becken ist bis zu 39 Meter tief (39 Meter unter Normalnull). Dabei handelt es sich um die größte Kryptodepression (Tiefe des Seebodens unter NN) in der Bundesrepublik Deutschland.
Geschichtliches
Bei der Ostseesturmhochwasser 1872 drang in größerem Umfang Salzwasser von der Lübecker Bucht in den See ein, das aufgrund seines höheren spezifischen Gewichts auf den Grund des Sees absank. Aus der anschließenden Beobachtung weiß man nunmehr, dass der See in einem solchen Fall etwa 60 Jahre für seine Entsalzung braucht, da er erst 1935 wieder salzfrei war.
Der Hemmelsdorfer See sollte Napoleon I. als Kriegshafen dienen (siehe Lübecker Franzosenzeit). Er wurde umfangreich vermessen, die Pläne sind noch erhalten.
Im Dritten Reich sollte der See als U-Boothafen dienen, auch als Flugboothafen. Vier im See versenkte Poller mit Stahlseil befinden sich im westlichen Teil des Flachsees (der nördliche Teil des Sees). Beide Pläne sind nicht ausgeführt worden.
Freizeit & Erholung
Am Rande des Sees steht ein ca. 20 Meter hoher Holzturm (Löns-Turm), den man besteigen kann. Von diesem hat man einen guten Blick auf den See (sh. Foto).
In Offendorf befindet sich eine Badestelle.
Weblinks
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