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Helmut Becker

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Weinbauexperten Helmut Becker. Für eine Biographie des gleichnamigen Bezirksratsvorsitzenden des Bezirks Halle (1955-1958) siehe Helmut Becker (Politiker).

Helmut Becker (* 8. März 1927 in Geisenheim; † 19. Juli 1990) war einer der weltweit führenden Experten für Weinbau.

Leben

Nach seiner Schulzeit in Geisenheim und kriegsbedingtem Einsatz bei der Reichsluftwaffe studierte Helmut Becker, 1947 aus amerikanischer Gefangenschaft heimgekehrt, bis 1951 Biologie in Mainz. 1953 schrieb er seine Dissertation über die Reblaus und widmete sich anschließend an einem Forschungsinstitut in Neustadt an der Weinstraße mehr als 10 Jahre der Bekämpfung dieses Schädlings. Insoweit trug er wesentlich zum Wiederaufbau des nach dem Krieg desolaten Weinbaus in der südlichen Pfalz bei.

1964 kehrte Becker in seinen Heimatort zurück und übernahm dort die Leitung des Instituts für Rebenzüchtung an der Forschungsanstalt Geisenheim. Er löste hier Professor Heinrich Birk ab, der bereits ein anerkannter Rebenzüchter war; Becker wurde in den folgenden 26 Jahren seiner Tätigkeit am Institut bis zu seinem Lebensende noch bekannter als sein richtungsweisender Vorgänger. Neben seiner Arbeit zur Optimierung des Weinbaus mit den traditionellen Rebsorten experimentierte er mit der Entwicklung reblaus- und pilzresistenzer Neuzüchtungen, u.a. Ehrenbreitsteiner, Dakapo, Prinzipal, Rondo und Saphira.

Zusätzlich wurde er von 1971 bis 1975 Leiter des Fachbereichs Weinbau und Getränketechnologie an der Geisenheimer Fachhochschule.

Ab 1983 hatte er einen Lehrauftrag an der Universität Bonn, die ihn 1986 zum Honorarprofessor ernannte. Für seine weltweit anerkannten Leistungen wurde er 1982 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Als renommierter Rebenzüchter hatte Becker weltweit Kontakte geknüpft, selbst hinter dem Eisernen Vorhang. Längere Forschungsreisen führten ihn zudem nach Australien und Neuseeland, wo er die Ergebnisse seiner Experimente vorstellte. Er half in diesem Zusammenhang auch bei der Kultivierung des Müller-Thurgau in Neuseeland und des Weißburgunders in Australien.

Sein früher Tod 1990 hinterließ bei der Forschungsanstalt in Geisenheim eine große Lücke, wie aus dem Nachruf in der Ausgabe Nr. 21/1990 der Schrift "Der deutsche Weinbau" hervorgeht.

Weblinks

Literatur

  • Ambrosi-Becker: Der Deutsche Weinbau, München 1978
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