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Heiratspolitik
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Als Heiratspolitik bezeichnet man die Taktik vieler Herrscher, ihr Einflussgebiet durch die Verheiratung ihrer Kinder durch außen- und innenpolitisch möglichst sinnvolle Heiraten auszuweiten. Eine wirksame Heiratspolitik konnte
1. Bündnisse mit anderen Ländern,
2. Schutz gegen Feinde,
3. die Einverleibung eines anderen Reiches,
4. die Vereinigung zweier Reiche,
5. bei der Verheiratung mit Kriegsgegnern den Frieden bedeuten.
Beispiele
- Katharina von Medici, Königin von Frankreich, versuchte ihre Söhne mit Königin Elisabeth I. von England zu verheiraten.
- Heinrich II. von Frankreich vermählte seinen Sohn Franz mit Maria Stuart, um Schottland und Frankreich einzuverleiben.
- Philipp II. heiratete Maria von Portugal, um die Herrschaft seiner Kinder über beide Reiche zu garantieren.
- Maria Theresia von Österreich versprach sich durch die Heirat ihrer Tochter Marie Antoinette mit Ludwig XVI. den Schutz Frankreichs gegen den drohenden Angriff Preußens.
- Franz II. vermählte seine Tochter Marie-Louise von Österreich mit Napoléon Bonaparte um nach mehrmaligen Siegen Frankreichs über Österreich einen dauerhaften Frieden zu garantieren.
- Bekannt für ihre weit verzweigte und wirksame Heiratspolitik war die österreichische Herrscherfamilie der Habsburger, zu denen auch Maria Theresia und Franz II. zählen. Ihr Wahlspruch lautete: "Bella gerant alii – tu, felix austria, nube!" (Kriege mögen andere führen - du glückliches Österreich, heirate!)
- der Basler Daig
Siehe auch:
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